Nach dem desaströsen 0:8 bei Bayern München hat der S04 ausgerechnet aus dem hohen Norden Trost bekommen. Der Hamburger SV war der Absender.

S04

Nach 0:8: Ausgerechnet der HSV tröstet Schalke

Stefan Bunse
19. September 2020, 10:50 Uhr
Im Stadion des FC Bayern kam Schalke 04 am Freitagabend unter die Räder. Foto: firo

Im Stadion des FC Bayern kam Schalke 04 am Freitagabend unter die Räder. Foto: firo

Nach dem desaströsen 0:8 bei Bayern München hat der S04 ausgerechnet aus dem hohen Norden Trost bekommen. Der Hamburger SV war der Absender.

0:8 hat der FC Schalke 04 am Freitagabend das Auftaktspiel der Bundesligasaison 2020/21 bei Bayern München verloren. Trost gab es ausgerechnet vom Hamburger SV: „Kopf hoch Schalke, kann mal passieren“, schrieb der HSV auf der Nachrichtenplattform Twitter zum Ergebnis der Königsblauen. Und schickte einen Smiley mit verbundenem Kopf in Richtung Gelsenkirchen hinterher.

Der HSV verlor auch 0:8 bei den Bayern

Der Hintergrund: Die Hamburger können ein Lied davon singen, derart hoch bei den Bayern vermöbelt zu werden. Vor dreieinhalb Jahren, am 25.2.2017, ging der HSV mit demselben Ergebnis von 0:8 in München baden. Noch mehr Gegentreffer bekamen die einst stolzen Rothosen am 30.03.2013. Damals lautete das Ergebnis 9:2 für den Deutschen Meister. Die beiden Treffer für den HSV erzielten übrigens Heiko Westermann und Jeffrey Bruma, die beide auch für die Knappen die Stiefel schnürten. Ob der Hamburger SV allerdings als königsblauer Seelenwärmer eine gute Adresse ist, darf bezweifelt werden. Schließlich wäre ein ähnlicher Absturz wie ihn der Hamburger SV erlebte, der Super-GAU für die S04-Anhänger.

HSV-Abstieg nach 55 Jahren Bundesliga mahnendes Beispiel

Immerhin: Der S04 hat noch 33 Spieltage Zeit, das Ergebnis gegen Gegner auf Augenhöhe zu korrigieren. Die Bayern spielen derzeit einfach in einer eigenen Liga.

Und: Abgestiegen ist der Hamburger SV nach der 0:8-Klatsche bei Bayern München nicht. Der Abstieg erfolgte erst am Ende der Saison 2017/18, als die Hamburger nach 55 Jahren die Bundesliga verlassen mussten. Seitdem versuchen sie vergeblich, wieder hochzukommen. 

Die ersten beiden Anläufe gingen bereits daneben. Auch der aus Castrop-Rauxel stammende Dieter Hecking schaffte es im vergangenen Jahr nicht, den abgestürzten Bundesliga-Dino wieder zurück in die Beletage des Fußballs zu führen. In diesem Jahr folgt ein neuer Anlauf. Immerhin: Das Auftaktspiel hat der HSV am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf durch zwei Treffer des Ex-Bochumers Simon Terodde mit 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen. Und danach diesen sicherlich gut gemeinten Tweet abgesetzt. Er ist aber auch eine Mahnung an den FC Schalke 04.

Das Ergebnis des HSV bei den Bayern in seiner bislang letzten Bundesligasaison lautete übrigens: 0:6

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