RL

Münster-Trainer über Mega-Heimserie: "Gab’s das schon mal?“

Sven Bednarz
22. November 2020, 10:30 Uhr
Sascha Hildmann, Trainer des SC Preußen Münster. Foto Thorsten Tillmann

Sascha Hildmann, Trainer des SC Preußen Münster. Foto Thorsten Tillmann

Nächstes Heimspiel, nächster Erfolg: Auch gegen Fortuna Düsseldorf II gab sich Preußen Münster keine Blöße. Als der 2:1 (2:0)-Sieg keine zehn Minuten alt gewesen war, fragte sich SCP-Trainer Sascha Hildmann: „Gab’s das schon mal?“ RevierSport hat den Check gemacht.

Wenn man die jüngere Vergangenheit der Adlerträger näher beleuchtet, stellt man jedenfalls sehr schnell fest, dass man auf einen solchen Lauf - sechs Heimsiege in Folge - sehr lange warten musste. Genauer gesagt: ungefähr sechs Jahre. Denn eine vergleichbare Heimserie gelang den Preußen zuletzt im Zeitraum vom 07. September 2014 bis zum 07. Februar 2015, als es die von Ralf Loose trainierten Münsteraner schafften, im Preußenstadion satte neun Drittliga-Partien in Folge zu gewinnen.

Wie lange das Ganze her ist, verdeutlicht die Vita von Defensivspezialist Dominik Klann: Der heute 21-Jährige spielte damals noch in der U15 des FC Schalke 04. Heute, fast sechs Jahre später, ist Klann eine feste Größe im defensiven Mittelfeld des SC Preußen Münster. Denn mit Ausnahme des 2:1-Erfolgs gegen den SC Wiedenbrück stand der Ex-Knappe in jedem der sechs Heimspiele in der Startelf – mit uneingeschränktem Erfolg.

Noch vier Heimspiele bis Saisonende

Wie schon in Lippstadt spielte Klann gegen die Düsseldorfer Zweitvertretung an der Seite des sieben Monate jüngeren Naod Mekonnen, der in jener „Rekordsaison“ 2014/2015 noch das Trikot von RB Leipzig getragen hatte. Doch trotz des 2:1-Erfolgs übte Klann auch Selbstkritik an dem Zusammenspiel mit seinem 20-jährigen Nebenmann: „Wir können uns noch besser absprechen.“

Dass es gegen die Fortunen trotz mangelnder Absprache zum erneuten Heimerfolg reichte, war sicherlich aber auch ein Verdienst der in Summe 41 Jahre alten Defensivmänner, die in Münster eine neue Ära prägen könnten. Dieser Meinung war auch Hildmann, der nach Spielschluss wiederholt betonte, wie viel Spaß ihm die Arbeit mit den vielen jungen Spielern mache.

Möglicherweise schaffen es Hildmann, Klann, Mekonnen und Co. sogar, die Serie aus der Saison 2014/2015 zu toppen und das Preußenstadion endgültig zu einer wahren Festung zu machen. Die kommenden vier Heimspiele gegen Wegberg-Beeck, Borussia Mönchengladbach II, Alemannia Aachen und Schalke II werden es zeigen.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren