Beim MSV Duisburg profitierte Petar Sliskovic zuletzt von der Verletzung von Vincent Vermeij. Der Stürmer des Drittliga-Klubs spricht über seine Einstellung und Thomas Tuchel. 

Duisburg

MSV-Stürmer: Thomas Tuchel hat mich geprägt

12. Februar 2020, 10:14 Uhr

Foto: firo

Beim MSV Duisburg profitierte Petar Sliskovic zuletzt von der Verletzung von Vincent Vermeij. Der Stürmer des Drittliga-Klubs spricht über seine Einstellung und Thomas Tuchel. 

Lange musste Petar Sliskovic warten, am ersten Februartag hat es endlich geklappt: Beim 4:1-Sieg gegen Preußen Münster erzielte der Stürmer des MSV Duisburg seine ersten beiden Treffer für den Drittligisten. 


Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Vincent Vermeij stand Sliskovic in allen drei Partien in diesem Jahr in der Duisburger Startelf. In der Hinrunde war das nur einmal der Fall gewesen. Ansonsten musste sich der 28-Jährige mit der Rolle als Joker begnügen - und wird sich wohl erneut hinten anstellen müssen, sobald Vermeij (acht Saisontore, fünf Vorlagen) zurückkehrt. 

MSV-Stürmer Sliskovic mit 15 Bundesliga-Einsätzen

Dennoch fühlt sich Sliskovic "sehr wohl in der Mannschaft und der Umgebung", wie er im Interview mit Zebra-TV erzählt. "Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir erfolgreich sind." Außerdem spricht Sliskovic über seinen Antrieb: "Ich bin Vollprofi, spiele sehr gerne Fußball. Ich glaube, dass man sich jeden Tag neu motivieren muss."

Er spricht aus Erfahrung: Der MSV ist bereits der neunte Verein für den gebürtigen Kroaten, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. "Ich hatte sehr viele Rückschläge in meiner Karriere, insgesamt sieben Operationen. Aber meine Einstellung hat mich immer weitergebracht."

In der Hinrunde der vergangenen Saison spielte Sliskovic noch in der Regionalliga Nordost. Seine ersten Schritte im Seniorenbereich hatte Sliskovic noch im Trikot des 1. FSV Mainz 05 gemacht - und zwar in der Bundesliga. 15 Partien (zwei Tore) bestritt der gebürtige Kroate im Oberhaus. 

Thomas Tuchel machte Duisburgs Sliskovic zum Profi

Großen Anteil daran hatte Thomas Tuchel. Unter dem heutigen Trainer von Paris St. Germain gewann Sliskovic 2009 die Deutsche A-Jugendmeisterschaft. "Ich hatte ihn insgesamt fünf Jahre als Trainer, er hat mich in Mainz zum Profi gemacht", erinnert sich der Angreifer. "Ich bin ihm sehr dankbar. Durch ihn habe ich einen anderen Blick auf den Fußball bekommen. Ich habe einiges mitgenommen aus dieser Zeit."

In der 3. Liga geht es für den MSV am kommenden Sonntag (13 Uhr) mit einem Gastspiel beim FSV Zwickau weiter. Sliskovic rechnet mit einem "sehr ekligen Gegner, der viele lange Bälle und sehr körperbetont spielt. Wir müssen alles raushauen. Fußballerisch haben wir mehr Qualität, aber auch die Einstellung muss passen." Daran sollte es bei Sliskovic nicht scheitern. Wenn er denn spielt.


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