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MSV - Sportdirektor Grlic erklärt das neue Vereinsimage

Fabian Kleintges-Topoll
14. Juni 2019, 08:27 Uhr

Foto: firo

Der MSV Duisburg gab kürzlich bekannt in Zukunft als Aus- und Weiterbildungsverein wahrgenommen werden zu wollen. Sportdirektor Ivo Grlic sprach beim Trainingsauftakt über dieses neue Konzept der Außendarstellung.

Vor nicht einmal vier Wochen war es MSV-Trainer Torsten Lieberknecht, der sich am letzten Zweitligaspieltag bei der herben 0:3-Pleite in Hamburg als einer der ersten Richtung Fankurve bewegte – einerseits zum Dank, andererseits wohl auch als Entschuldigung für eine enttäuschende Saison. „Der Abstieg nimmt einen beruflich, wie privat sehr mit. Das schüttelt man nicht so einfach ab“, resümierte Ivo Grlic beim ersten Training an der Westender Straße. Grlic, der seit 2004 im Verein ist, blieb bisher kaum Zeit, um den Absturz in Liga drei zu verarbeiten.

Viel mehr warten mit Blick auf den mit 16 Spielern immer noch viel zu dünn besetzten Kader lange Arbeitstage auf den 43-Jährigen. Dementsprechend wütend schrie ein Fan in seine Richtung: „Da muss aber noch was kommen!“ Und Grlic versicherte allen Anhängern im Laufe der kommenden Woche noch „einige Neue“ zu präsentieren, ohne genaue Namen zu nennen. Speziell im Abwehr- und Offensivbereich brauchen die Zebras dringend weitere Verstärkungen.

Grlic will junge Spieler heranreifen lassen

Doch auf der Torhüterposition besteht der wohl größte Bedarf. Für Torwarttrainer Sven Beuckert war es ein ruhiger Arbeitstag, denn der aktuell einzige Torhüter Jonas Brendieck fehlte beim Auftakttraining erkrankt. „Wir suchen wieder einen jungen, hungrigen Torhüter mit viel Talent. Da sind wir auf einem sehr guten Weg“, gab der Sportdirektor bekannt. In der Vergangenheit trafen diese Attribute speziell auf Daniel Mesenhöhler oder Mark Flekken zu.

Der neue Kader des MSV Duisburg zeigt auf: Viele Spieler stammen aus der eigenen Jugend und zudem aus der näheren Region. „Wir bieten ihnen eine Perspektive und wollen sie bestmöglich weiterentwickeln. Das ist der neue Weg, den wir als Verein einschlagen wollen“, sagte Grlic über das neue Außenimage des Klubs. Um die Finanzen im Auge zu behalten, sollen und müssen die jungen Spieler auch für andere Vereine interessant gemacht werden, um auf Dauer wichtige Transfererlöse erzielen zu können.

Auch wenn Ivo Grlic gerne noch mehr Spieler aus dem Zweitligajahr gehalten hätte, muss er nun schnellstmöglich eine konkurrenzfähige und breite Drittligamannschaft zusammenstellen. Die neue Saison beginnt bereits am 19. Juli. Eines lag dem 43-Jährigen deshalb besonders am Herzen. „Wir haben den Siegeswillen zu oft vermissen lassen. Die neue Mannschaft muss von der Mentalität anders auftreten“, forderte ein kampfbetonter Sportdirektor.

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Kommentieren

17.06.2019 - 07:04 - Tom-MS

Weshalb wird das eigentliche MSVProblem seit 3-4 Jahren..GRLIC...nicht endlich beim Namen genannt.

14.06.2019 - 17:35 - Alt Zebra

Die Wichtigste Personalie hat Grilic leider versäumt zu tätigen,nämlich den Trainer zu Feuern .Warum man Lieberknecht einen so Langen Vertrag gegebn hat weiß wohl nur Grilic und Wald.Ein Vertrag bis Saison Ende mit Option auf Ferlängerung bei Klassenerhalt hätte es auch getan.Lieberknecht wurde für eine Miserabele Trainer Leistung auch noch Belohnt in dem er bleiben darf.Ich hoffe für den MSV und die Spieler das er sich Ändert ,sonst sehe ich für die Zukunft Schwarz..Ich hätte einem Jungen Trainer mit Visionen die Chance gegeben eine neue Mannschaft zu Formen..Mal sehen welche Spieler noch kommen und was Lieberknecht aus ihnen macht,ich hoffe mehr wie bis jetzt.

14.06.2019 - 15:34 - Edmcscheck

Redbull1 scheint da was falsch verstanden zu haben ;-)
Ablösesummen dürfen nicht auf Grund von Lizenzauflagen gezahlt werden. Das heißt nicht, dass Vereine Ihre Spieler verschenken sollen, sondern lediglich, dass der msv ausschließlich Spieler verpflichten kann und wird, die auf Grund des auslaufenden Arbeitsvertrages ablösefrei sind...

Zudem ist die Geschichte bezüglich Steuergeldern die den msv retten sollen von zwei Seiten zu sehen.
1. wurden lediglich mieten gesenkt, Geld wurde somit nicht gezahlt.
2. wäre die Alternative den msv in die Insolvenz zu schicken, wodurch das Stadion auf Grund von Bürgschaften in die Hand der Stadt fällt. Damit entfällt der Ankermieter und die Stadt zahlt die nächsten Jahre Millionen an Instandhaltung.

Daher ist die Entscheidung, jetzt die Miete zu senken insofern sinnvoll, da so auch weiterhin Arbeitsplätze geschaffen werden, Steuern generiert werden und die Chance besteht, mittelfristig durch einen Aufstieg des Vereins wieder eine höhere Miete zu generieren

14.06.2019 - 13:28 - redbull1de

Tut mir Leid, aber so ein dummes standardisiertes Gerede nervt.
Da wird jede Saison das gleiche erzählt nur die Satzstellung verändert.
RS:
Um die Finanzen im Auge zu behalten, sollen und müssen die jungen Spieler auch für andere Vereine interessant gemacht werden, um auf Dauer wichtige Transfererlöse erzielen zu können. 

In einem vorigen Artikel steht, dass Ablösesummen die der Verein zahlen soll nicht in Frage kommen???????
Also nicht nur das der Steuerzahler wieder für den Verein aufkommt ,sollen nun auch andere Vereine hier unterstützen und Spieler für lau vorbei bringen in der Hoffnung später damit Geld zu VERDIENEN?