Abstieg

MSV mit Grlic und Lieberknecht in Liga 3

Fabian Kleintges-Topoll
12. Mai 2019, 18:56 Uhr

Foto: firo

Die Enttäuschung bei allen MSV-Verantwortlichen war riesig. Die Mannschaft wurde mit lauten Pfiffen in die Kabine begleitet. Nach dem besiegelten Abstieg schaute Duisburgs Präsident Ingo Wald aber bereits wieder voller Zuversicht nach vorne.

„Aufstiegspflicht nächstes Jahr, sonst knallt es, ist doch klar!“ Die Botschaft, die die Nordkurve nach dem 3:4 gegen den 1. FC Heidenheim präsentierte, war mehr als deutlich. So ganz überraschend kam der dritte Zweitliga-Abstieg der Zebras für Ingo Wald nicht, zu inkonstant waren die Leistungen über weite Strecken der Saison. Während die Konkurrenten aus Ingolstadt und Sandhausen in den entscheidenden Spielen ihre Leistung abgerufen haben, schafften es die Duisburger nicht, die nötigen Punkte im Saisonendspurt zu holen.

Als sich Wald nach Spielende der wartenden Presse stellte, versicherte er: „Wir haben die Entscheidung intern diskutiert und abgestimmt. Uns war klar, dass wir sicherlich polarisieren. Aber wir sind trotzdem überzeugt, dass wir in dieser Konstellation neu angreifen wollen und schnellstmöglich den Wiederaufstieg schaffen wollen“, sagte der Präsident über die Personalien Torsten Lieberknecht und Ivo Grlic. Leicht wird die Aufgabe sicherlich nicht werden, denn zunächst braucht der MSV die Lizenz für die 3. Liga.

Das fordert der Präsident von Lieberknecht und Grlic

„Da sind wir in der Restphase. Aber wir können vorsichtig optimistisch sein“, gab der Präsident zu Protokoll. Um im kommenden Jahr wieder oben mitzuspielen, gilt es zunächst die laufende Saison aufzuarbeiten. Wald will vor allem für mehr Kommunikation und Transparenz im sportlichen Bereich sorgen. „Es wurde immer viel davon gesprochen, dass wir keine Spielphilosophie hätten. Ich denke, dass wir die haben“, sagte Wald, der kürzlich auf der Vereinshomepage behauptete, Trainer und Sportdirektor seien alleine gelassen worden.


[Widget Platzhalter]

„Das bezieht sich nicht auf Vorgaben von Spielsystemen. Gemeint waren größere Leitbilder und Werte, zwischen denen sich die sportliche Leitung bewegen muss“, erklärte der 61-Jährige. Rückblickend auf die Saison lief laut Wald „so ziemlich alles schief, was schieflaufen konnte und das konnte man nicht mehr korrigieren.“ Zu selten hat die Mannschaft die nötige Leidenschaft an den Tag gelegt. „Das muss in der kommenden Saison besser werden“, forderte Wald, der die Enttäuschung der eigenen Fans natürlich nachvollziehen konnte.

Obwohl die genannten Tugenden unter der Regie von Lieberknecht und Grlic zuletzt nicht großartig zu erkennen waren, war Ingo Wald positiv gestimmt. „Alle sind selbstkritisch genug. Keiner kann zufrieden sein. Jeder hat seinen Rucksack zu tragen und es gibt keinen Alleinschuldigen. Wir alle haben Fehler gemacht und die gilt es jetzt zu korrigieren.“ Um das verlorene Vertrauen der Fans und vor allem den sportlichen Erfolg zurückzugewinnen, wartet noch sehr viel Arbeit auf alle Verantwortlichen des MSV Duisburg. 


Autor: Fabian Kleintges-Topoll

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

14.05.2019 - 18:14 - JG1902

Nun herrscht also Klarheit. Leider hat der MSV keine finanziellen Mittel, um erneut den Trainer zu wechseln. Der Abstieg trägt aber den Namen TL. So viele Fehler hat biskang kein Trainer des MSV geschafft. Immer wieder spielen dieselben lustlosen Spieler. Zwischendurch durch hungrige talentierten Jungs mit dem Erfolg ersetzt, dass sie mit guten Leistungen wieder auf die Bank, sogar auf die Tribüne mussten. Wozu Daschner, Seo oder GYau imstande sind, haben sie in den letzten Spielen zwar zeigen können, jedoch war das zu spät, was wiederum der Trainer zu verantworten hat. Ein Albutat wurde immer besser, durfte aber stets als erster nach der Halbzeit gehen. Ein Mittelstürmer names Illu hat, wenn er mal Glück hat, von den an ihn gespielten Bällen 1 oder 2 verarbeitet, der Rest ist Schweigen. Ein Wolze, stets Vorbild, wird im Wintertrainingslager grundlos demontiert. Ein Bumheuer, der 8 Wochen verletzungsbedingt weder am Training noch sonst einen Ball in seiner Nähe hatte, wird einfach wieder in die Mannschaft geschickt, obwohl er - wie seine Fehler zeigten - dazu noch gar nicht fit genug war. Ein Engin kann spielen was er will, er läuft immer wieder auf, obwohl allen klar sein muss, das er für den Ballverlust steht, noch schlimmer, er sich auch gar nicht bemüht , einen Ball zurückzuerobern. Ganz zu schweigen von Stoppelkamp oder Schnellhardt. Stoppelkamp schießt, wenn er passen muß und umgekehrt. Schnellhardt muss sich erst mindestens 1 mal um die eigene Achse drehen, bevor er versucht den Ball zu spielen. Ein System ist bei Lieberknecht nicht zu erkennen. Während andere Mannschaften nach Balleroberung ausschwärmen, stets mehrere Anspielstationen erkennen lassen, war der MSV stets bemüht, erst mal den Torwart mit ins Boot zu holen, der anscheinend den weitesten Schuß nach vorne besitzt. Kurz gesagt, eine katastrophale Leistung, vergleichbar mit der der Mannschaft aus dem 1. Abstiegsjahr, allerdings aus der 1. Liga vor Jahrzehnten.
Bevor ich es vergesse: Eine Lanze muss für einen Spieler gebrochen werden, nämlich Hajri. Ich finde es schade, dass die Fans auch ihn nach dem letzten Heimspiel beschimpft haben; denn wenn einer immer alles gegeben hat, dann war das Hajri, dem leider in manchen Szenen einfach die Grundschnelligkeit fehlt. Ein Grundübel dass auf die gesamte Abwehr zutrifft.
Jetzt heisst es hoffen auf die Lizenz zur dritten Liga und dass der MSV wenigstens dann - leider frühestens nach den ersten verlorenen Spielen - den Trainer auswechselt. Grilic kann nur mit dem Geld arbeiten, dass er zur Verfügung bekommen kann. Damit kann man keine Topspieler an die Wedau locken. Um so wichtiger ist es, einen Trainer zu haben, der aus seinem Kader das optimale herausholen kann, leider hat TL bewiesen, dass er es nicht kann.

12.05.2019 - 23:44 - Alt Zebra

Lapofgods heute nur Beleidigungen ,kein ach so schlauen Kommentar jetzt bin ich aber Traurig.

12.05.2019 - 22:58 - Überdingen

Pfeifen werden immer mit pfiffen verabschiedet...bis dann.;)))))

12.05.2019 - 22:46 - lapofgods

Was für ein Stuss.

12.05.2019 - 21:59 - Alt Zebra

Tiger da mußt du Lapofgods mal fragen warum Seo nicht Spielt der weiß sowas am besten.Seo hat nicht Gespielt weil Lieberknecht bis jetzt nicht Verstanden hat wo unser Problem ist,nämlich die Abwehr mit Bomheuer,Wolze und Wiegel(Hajri).Und meiner Meinung wurde die Mannschaft oft nicht nach Leistung Aufgestellt sonst würde ein Seo,Gembalis,Gyau nicht nach guten Spielen auf die Bank gesetzt.Als erstes müßte Lieberknecht weg wei er kein Konzept hat ,die Mannschaft schlecht Trainier ist(schlechte Kondition).Er überfordert die Mannschaft mit Sinnlosen Spielsystemen,anstadt Abwehrverhalten zu Trainieren.Außerdem hat Lieberknecht seine Lieblingsspieler(Schnellhardt,Wolze,Bomheuer usw da haben Junge Spieler wie Seo,Gembalis,Gyau usw keine Chance.Auch Regäsel hat der Trainer verheitzt in dem er ihn ins Kalte Wasser geschmissen hat.Spieler wie Schnellhardt,Stoppelkamp,Verhoek,Wolze ,Bomheuer haben immer Gespielt obwohl sie 0 Leistung gebracht haben.Wald und Grilic haben mit Lieberknecht einen Fehler gemacht,denn sie nach dem Abstieg immer noch nicht beheben wollen.Es wird sich nichts ändern in der 3 Liga das gleiche Planlose Gekike wie bisher,kein Leistungsprinzip,schlechte Fitnis.Nur ein Neuanfang mit einem Jungen Trainer mit Ideen macht Sinn der auf die Jugend Baut.Auch Runjaic wäre eine gute Lösung wenn er zu bekommen wäre weil er wie Favre das Offensiv Spiel liebt.Leider haben Wald und Grilic keinen Mut für einen Radikalen Schnitt den der müste nach der Aufarbeitung der Saison gemacht werden.Lieberknecht müßte wenn ihm am MSV irgend etwas Liegt freiwillig gehen denn er ist Gescheitert.

12.05.2019 - 19:25 - Tiger 21

ich sehe wie ein Spieler Namens Wolze im Abstiegskampf sein Trikot spazieren trägt,wird mir schlecht.Warum spielt nicht ein Seo der in Kiel gut gespielt hat.