3. Liga

MSV-Lage erinnert an Zweitliga-Absteiger Dresden

Dominik Hamers
20. Oktober 2020, 14:49 Uhr
Auf dem MSV-Trainingsplatz ist es übersichtlich geworden. Foto (Archiv): firo

Auf dem MSV-Trainingsplatz ist es übersichtlich geworden. Foto (Archiv): firo

Vor dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Unterhaching (Mittwoch, 19 Uhr) ist Fußball-Drittligist MSV Duisburg in einer kniffligen Lage. Sie erinnert an die von Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden in der vergangenen Saison.

Das Zählen seiner Spieler macht Torsten Lieberknecht nur bedingt Freude. Einerseits ist er glücklich über jeden, der es zurück auf den Trainingsplatz schafft. Andererseits wird die Zeit bis zum Auswärtsspiel des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg bei der SpVgg Unterhaching (Mittwoch, 19 Uhr) allmählich knapp. Zu Beginn der Woche standen dem Trainer lediglich 14 Spieler zur Verfügung. „Wir kommen vielleicht auf einen 18-Mann-Kader“, sagt der 47-Jährige.

Die Situation der Meidericher lässt an die des Zweitliga-Absteigers Dynamo Dresden in der vergangenen Saison denken. Weil die Sachsen etliche Corona-Fälle im Team hatten und daher zahlreiche Spiele verlegen mussten, gab es zum Abschluss der Spielzeit ein echtes Mammut-Programm, das für die Elf von Trainer Markus Kauczinski letzten Endes im Abstieg mündete. „Alle in der 3. Liga sind auf dem Zahnfleisch gegangen. Das war ein mörderisches Programm, und das wird wieder so sein“, prognostiziert MSV-Coach Lieberknecht.

MSV-Trainer Lieberknecht will vorangehen

„Es wird wahrscheinlich so sein, dass es denen einen oder anderen treffen wird“, prognostiziert Lieberknecht, fügt aber hinzu: „Momentan fühlt es sich alles nachteilig für uns an.“ Das gilt zum Beispiel für die Eingewöhnungszeit der Spieler, die coronabedingt nicht trainieren durften. „Die Jungs machen sich in Unterhaching warm und haben dabei zum ersten Mal wieder den Ball am Fuß“, so der Coach.

Einen Torhüter werde er vermutlich nicht im Feld aufstellen müssen, beschwichtigte er und fügte gleich an, dass er es jedem der vier zur Verfügung stehenden Schlussmänner durchaus zutrauen würde. Dass der Trainer der Zebras derzeit noch zu derlei Scherzen aufgelegt ist, ist bemerkenswert. Denn in der 3. Liga spitzt sich die Lage zu beim Revierklub, der wegen positiver Corona-Tests im Team bereits ein Spiel verlegen musste.

Ihn animiert die drückende Situation zum Weitermachen. „Ich muss vorangehen, so schwierig es auch ist“, sagt der Ex-Profi. „Wir müssen in der Improvisation die Kraft suchen.“

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20.10.2020 - 23:49 - Alt Zebra

RWE-Serm das wir am Mitwoch Spielen müssen finde ich auch einen Witz und das wir dann Samstag antreten müssen ist noch schlimmer.Das Passiert aber nur weil der DFB und die DFL Geldgierig ist und ihnen Egal ist was mit den Vereine und Spielern Passiert.Das Home Office Training nicht Optimal ist weiß wohl jeder aber besser wie garnichts .Hätte Lieberknecht die Mannschaft in einen Fitnis zustand gebracht denn man für 1 Saison braucht hätten wir nicht schon wieder soviele Verletzte .Außerdem würden wir nicht wie in der letzen Saison oder im Spiel gegen Rostock jedesmal nach der Halbzeit einbrechen weil die Fitnis fehlt .Das schlimmste ist aber das sich die Spieler überhaupt Infiziert haben und nach 2 Wochen weiß immer noch keiner wo.Ich wünsche dem MSV alles gute das sie diese Corona Zeit und den Trainer gut überstehen ohne daran Zugrunde zu gehen.

20.10.2020 - 18:19 - RWE-Serm

Alt Zebra,
mal bei aller Antipathie, die Du gegen euren Trainer empfindest,
du findest ein Training im Home-Office ok?
Natürlich fehlt der Mannschaft das gemeinsame Training und
ich sehe es als schlechten Scherz an, dass der MSV am Mittwoch spielen
muss.
Frag mal die Dresdner, Fitness ist wichtig aber auch nicht alles.

20.10.2020 - 16:58 - Alt Zebra

Jetzt hat Lieberknecht genügend ausreden wenn die nächsten Spiele nicht gewonnen werden.Ich finde in 2 Wochen kann man das Fussballspielen nicht verlernen,wenn die Vorbereitung vernünftig gewesen wäre dürfte es keine Probleme geben den für die Fitniss haben ja alle weiter Zuhause Trainiert.Die Spieler brauchen nur ein System was zu ihnen Passt leider merkt dieser Unfähige Trainer nicht das seines Mist ist.Ich hoffe das die Mannschaft kämpft bis zu umfallen mehr kann man unter Lieberknecht nicht verlangen.