3. Liga

MSV-Gegner Saarbrücken fehlen zwei Nationalspieler

Stefan Loyda
08. Oktober 2020, 12:26 Uhr
Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok muss in Duisburg auf zwei Nationalspieler verzichten. Foto: dpa

Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok muss in Duisburg auf zwei Nationalspieler verzichten. Foto: dpa

Der 1. FC Saarbrücken ist in der 3. Liga derzeit das Team der Stunde. Das Sensations-Team der vergangenen DFB-Pokalsaison hat sich nach drei Spielen auch eine Klasse höher an die Tabellenspitze gesetzt, muss aber auf zwei Nationalspieler verzichten.

Was alles im 1. FC Saabrücken steckt, konnte man bereits in der vergangenen Spielzeit sehen. Noch als Regionalligist kämpfte sich der Klub im DFB-Pokal bis ins Halbfinale vor. Auf dem Weg dorthin wurden mit den beiden Zweitligisten Jahn Regensburg und dem Karlsruher SC sowie den Bundesligisten 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf gleich vier namhaft weitaus stärkere Teams ausgeschaltet. Erst im Halbfinale, das die Mannschaft von Trainer Lukas Kwaniok als erster Viertligist in der Geschichte erreichen konnte, war gegen Bayer Leverkusen Schluss (0:3).

An diese Erfolgsserie knüpft der Verein jedoch auch in der 3. Liga an. Dort feierte der Aufsteiger einen Start nach Maß und steht nach drei Spielen mit sieben Punkten und 7:1-Toren an der Tabellenspitze. Am vergangenen Wochenende feierten die Saarländer gar einen 4:0-Erfolg gegen den Halleschen FC. Die Schwarz-Blauen kommen also mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen zum Spiel nach Duisburg, das aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in der Gastgeber-Stadt ohne Zuschauer ausgetragen werden muss.

Christopher Schorch kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Dabei müssen die Saarbrücker jeder ohne zwei Spieler auskommen. Marin Sverko weilt bei der kroatischen U21-Nationalmannschaft. Noch schlimmer wiegt jedoch der Ausfall von Maurice Deville, der am vergangenen Wochenende gegen Halle gleich zweifach treffen konnte. Er ist bei der bei der luxemburgischen Nationalelf. Schließlich gibt es in diesem Jahr wegen des engen Zeitplans und der 20 Teams keine Länderspielpause bei den Drittligisten. "Aus Vereinssicht würden wir uns aber natürlich bei den Spielansetzungen mehr Flexibilität wünschen, da uns diese Qualität in den entsprechenden Partien fehlt“, erklärt Sportdirektor Jürgen Luginger gegenüber dem Kicker.

Dafür hat der Sportdirektor kurz vor dem Ablauf der Transferperiode noch einmal nachgelegt: So wurde der 20-jährige Offensivspieler Lukas Schleimer für ein Jahr vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen und könnte gegen den MSV Duisburg bereits zum Einsatz kommen. Durch das Fehlen der beiden Nationalspieler kehrt wohl auch ein früheres Zebra an seine alte Wirkungsstätte zurück und dürfte spielen: Christopher Schorch könnte für Sverko in die Startelf rutschen. In der Saison 2014/15 absolvierte der 31-Jährige 27 Pflichtspiele für den MSV.

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