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MSV: Elfer-Schock, Rot und Wolze-Traumtor

Fabian Kleintges-Topoll
29. April 2019, 22:18 Uhr

Foto: firo

Gegen Arminia Bielefeld war der MSV Duisburg am Montagabend zum Siegen verdammt. Nach dem erneuten 2:2-Remis (1:1) im Alles-oder-Nichts-Spiel müssen sich die Zebras langsam mit dem Abstieg anfreunden. Die Analyse.


Überraschung des Spiels: MSV-Trainer Torsten Lieberknecht schickte eine deutlich offensivere Startformation ins Rennen als zuletzt. Für Defensivabräumer Tim Albutat begann Borys Tashchy. Der Sturmpartner von Stanislav Iljutcenko feierte nach seinem Combeback gegen Sandhausen sein Startelfdebüt im Jahr 2019. Zudem ersetzte Enis Hajri Andreas Wiegel überraschend auf der rechten Außenverteidigerposition. Dauerbrenner Wiegel verpasste in der laufenden Saison erst drei Partien.

Fansicht des Spiels: Während die Duisburger Anhänger im Vorfeld die lautstark "Wir wollen euch kämpfen sehen“ forderten, fielen die Gästefans vor Anpfiff mit dem Zünden zahlreicher bengalischer Feuer auf. 13.340 Zuschauer strömten in die Schauinsland-Reisen-Arena.

Schockmoment des Spiels: Schon nach sieben Minuten lief der MSV einem frühen Rückstand hinterher. Andreas Voglsammers Treffer zum 1:0 für die Gäste wirkte sich auf eine insgesamt schwache Anfangsphase der Zebras aus.

Hoffnungsschimmer des Spiels: Der schmeichelhafte Ausgleichstreffer durch Stanislav Iljutcenko (20.) fiel nicht nur aus heiterem Himmel, sondern entstand gleichzeitig aus einer Zufallskombination nach Vorlage von Moritz Stoppelkamp. Durch das 1:1 waren die Zebras plötzlich im Spiel, das die Arminia bis dato dominiert hat.

Aufreger des Spiels: Wie schon gegen Sandhausen war es erneut Dustin Bohmheuer, der nach 61 Minuten einen Foulelfmeter verursachte. Die Proteste waren groß, Ersatzmann Wiegel sah beim Warmmachen hinterm Tor die Gelbe Karte. Andreas Voglsammer vollstreckte vom Punkt zum verdienten 2:1 für die Ostwestfalen, die nach der Notbremse von Brain Behrendt (67.) plötzlich nur noch zu zehnt waren.

Wendepunkt des Spiels: Den fälligen Freistoß nach dem Platzverweis zirkelte Kevin Wolze unhaltbar ins rechte Eck. Duisburgs Ex-Kapitän ist für seine Standardstärke bekannt. Schon gegen den 1. FC Köln brachte Wolze nach einem ruhenden Ball das Stadion zum Beben. In Überzahl drängte der MSV auf das 3:2, das nicht mehr gelingen sollte.

Wechselpanne des Spiels: Nach 80 Minuten betrat Offensivmann Ahmet Engin den Rasen. Dustin Bomheuer sollte runter, so zeigte es zumindest der vierte Offizielle an. Lieberknecht korrigierte und nahm Kapitän Gerrit Nauber runter.

Die Konsequenzen des Spiels: Trotz der wiederholten Punkteteilung spricht nicht mehr allzu viel für den Klassenerhalt der Zebras. Bei nun fünf Punkten und zwölf Toren Rückstand auf Platz 16 sowie einem packenden Restprogramm schwinden so langsam auch die allerletzten Hoffnungen beim MSV Duisburg.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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Kommentieren

01.05.2019 - 04:39 - Überdingen

Ja..es wird schwer für euch gegen den KFC;)

29.04.2019 - 23:52 - Alt Zebra

Lieberknecht und Gruev sind Schuld an der Misere,warum Spielt Bomheuer nach der Katastrophen Leistung der letzten Woche?Ich habe noch kaum so einen Übervorderten Abwehr Spieler gesehen der ist total Unfähig und Lieberknecht merkt es nicht das gleiche gilt für Wolze .Auch Wiegel der Heute endlich auf der Bank war hat null Leistung gebracht diese Saison .Wolze Spielt nur weil er gute Freistöße Schießt nicht weil er ein guter Verteidiger ist.Weder bei Lieberknecht noch bei Gruev hat die Leistung gezählt sonst hätte Wolze,Wiegel ,Bomheuer und auch Schnellhardt kein Spiel mehr machen dürfen.Seo,Gyau,Gembalis sind nach guten Spielen auf die Bank gesetzt worden,fersteht wohl nur der Unfähige Herr Lieberknecht.Immer wird nur über Fehlendscheidungen geredet und Sturm Problemenwenn ich gegen Köln 4 Tore gegen Sandhause,Ingoldstadt,Bielefeld 2Tore Schieße muß das reichen .Aber bei so einer Abwehr die Woche für Woche nichts bringt,und Herr Lieberknecht Ändert nicht dann müssen wir uns nicht Beschweren das wir Absteigen.Gembalis und Seo waren gute Alternativen haben keine richtige Chance bekommen,das gilt auch für Gyau und Schmeling.Wenn wir Absteigen muß Lieberknecht weg sonst wird es auch schwer in der 3 Liga.