3. Liga

MSV Duisburg: Organisatorische Tücken vor dem Spiel in Unterhaching

Dominik Hamers
19. Oktober 2020, 16:08 Uhr
MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Frank Oppitz

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Frank Oppitz

In Unterhaching wird der MSV Duisburg eine Pause von 17 Tagen ohne Pflichtspiel beenden. Der Kader wird wieder größer, dennoch herrscht organisatorisches Chaos.

Es ist eine knifflige Situation, in der Trainer Torsten Lieberknecht und seine Mannschaft stecken. Nachdem die Partie des MSV Duisburg gegen den Halleschen FC wegen zu weniger zur Verfügung stehender Spieler abgesagt wurde, muss der Coach schleunigst eine vollständige Mannschaft auf den Rasen bringen. Denn die Partien bei der Spvgg Unterhaching (Mittwoch, 19 Uhr) und gegen den KFC Uerdingen (Samstag, 14 Uhr) stehen an. Und für den 47-Jährigen wird die Lage immer schwieriger zu überblicken.

Sichtlich angestrengt versuchte der MSV-Trainer in der Pressekonferenz am Montag eine Übersicht zu liefern. Vier Spieler, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, sollen am Mittwoch wieder zur Verfügung stehen. Andere wiederum waren in Quarantäne und kehren zu unterschiedlichen Zeiten wieder zurück zum Kader. Wann und wie - es ist ein organisatorisches Chaos für die Zebras.

„Wir müssen eventuell auch bei der Anreise improvisieren“, informierte Lieberknecht über die Tücken der Lage bei den Meiderichern. Denn teilweise kehren Spieler erst am Mittwoch wieder aus der Quarantäne zurück, dürfen also nicht im Mannschaftsbus sitzen. Wichtig - und das betonte der Coach ausdrücklich - sei vor allem, dass seine Spieler bislang frei von Symptomen seien. „Es gab mal einen Tag, an dem einige Jungs Probleme mit dem Geschmackssinn hatten. Aber keiner hatte Fieber“, beschwichtigte er.

Wie das Virus in den Mannschaftskreis gelangen konnte, kann er sich nicht erklären. „Das ist ein Buch mit sieben Siegeln“, so Lieberknecht. Ebenso schwierig sei jedoch eine Vorhersage darüber, wie diese Woche weitergehen wird: „Es kann sich täglich, stündlich etwas ändern.“

Klar ist nur jetzt schon, dass es eine harte Woche wird. „Wir müssen uns wieder rein kämpfen“, fordert Lieberknecht, dessen Team dann eine unfreiwillige Pause von 17 Tagen ohne Pflichtspiel beenden wird. Und dann gleich einen vollen Terminplan bestehend aus Reisen und Ansetzungen hat. „Am Samstag spielen wir dann, warum auch immer, schon gegen Uerdingen.“ Viel Zeit zur Regeneration wird da nicht bleiben: „Wir kommen am Donnerstag um vier, fünf Uhr aus München wieder“, erklärt der Coach.

Die Antwort auf die Frage, welcher Spieler wann zurückkehren wird, ist aus Datenschutzgründen nicht zu beantworten. Definitiv aber ist die Lage etwas entspannter als vor dem angesetzten Spiel gegen Halle. Zu Beginn der Woche waren 14 MSV-Akteure im Training: „Gegen Halle hätten wir den Kader mit vier Torhütern spicken müssen. Einen davon hätte ich wohl auch spielen lassen.“

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20.10.2020 - 08:56 - Gmeurb

Diese Saison hat gerade erst angefangen und wieder zeigt sich mehr als deutlich das es mit solchen Schrumpfkadern, noch dazu durch die Massnahmen der Regierung, eine einzige Katastrophe werden wird und Profifußball so nicht möglich ist. Wir hinken schon jetzt hinterher, und zwei Spiele kurz hintereinander sind geradezu utopisch und da sind noch zwei Nachholspiele. Mal von der Quarantäne einiger Spieler abgesehen, was ist mit Stoppelkamp, der und das hat sich ja deutlich gezeigt unverzichtbar ist?
Wenn das so weiter geht, werden wir entweder sportlich ins Gras beissen oder das Team wegen Insolvenz abmelden müssen! Davon gehe ich ohnehin bei einigen Vereinen aus, dass wird nicht nur uns treffen.
Ob diese Maßnahmen dann so gerechtfertigt waren, werden die Generationen, die den Scherbenhaufen aufräumen müssen, später besser beurteilen können!

19.10.2020 - 18:23 - Alt Zebra

Das immer noch nicht bekannt ist wo sich die Spieler Angesteckt haben ist ein Witz.Eine Freundin meiner Tochter War Positiv innerhalb von 3 Tagen waren alle dir mit ihr zu tun hatten getestet auch War die Person gefunden wo sie sich Angesteckt hat.Gegen Haching wird wohl nichts zu holen sein wenn dir nicht Grade einen Schlechten Tag haben.Es wird eine Schwere Saison da wir einen Trainer haben der nichts kann,eine Mannschaft dir schon wieder eine schlechte Vorbereitung hatte.Jetzt noch Corona Pause bei einem zu kleinen Kader das könnte heftig werden.Ich habe bei dem Trainer und den Bis jetzt gezeigten Leistungen keine große Erwartung auf Punkte.Mal sehen ob Lieberknecht weiter an seinem Scheiß System festhält oder ob er gezwungen ist es zu ändern weil dir Spieler dafür Fehlen.Toll auch die Spiele ansetzen vom DFB wo anscheinend nur Idioten Sitzen.