3. Liga

MSV Duisburg mit massiven Personalsorgen - auch Stoppelkamp wackelt

Chris McCarthy
08. Januar 2021, 16:37 Uhr
MSV-Trainer Gino Lettieri bangt um den Einsatz von Kapitän Moritz Stoppelkamp. Foto: firo

MSV-Trainer Gino Lettieri bangt um den Einsatz von Kapitän Moritz Stoppelkamp. Foto: firo

Fußball-Drittligist MSV Duisburg plagen vor dem Jahresauftakt gegen den FC Ingolstadt massive Personalsorgen.

Man darf gespannt sein, welche Elf Trainer Gino Lettieri auf den Rasen schickt, wenn der MSV Duisburg am Sonntag (13 Uhr) zum Jahresauftakt auf den FC Ingolstadt trifft. Mirnes Pepic, Niko Bretschneider, Lukas Scepanik und auch Maximilian Jansen fallen definitiv aus, werden die Reise nach Bayern gar nicht erst antreten. 


Doch damit nicht genug. Bei Wilson Kamavuaka wird es laut Lettieri eine Hängepartie. „Das wird sich bis Sonntag hinziehen, ob er kann oder nicht kann“, sagte er auf der Pressekonferenz und betonte: „Bei Wilson ist das Problem, dass er vielleicht könnte, aber ob wir Risiko eigenen, dass er mit einer längeren Verletzung rausgeht, müssen wir kurzfristig einschätzen.“

Als wären die Sorgenfalten nicht schon groß genug, ist nun auch Kapitän und Offensivmann Moritz Stoppelkamp angeschlagen. Er musste am Freitag das Training abbrechen, hat nach einem Ausfallschritt Probleme an der Gesäßmuskulatur. "Wir müssen schauen, wie wir ihn bis Sonntag auf die Beine kriegen", sagte Lettieri. 

MSV Duisburg: Lettieri muss erfinderisch werden

"Bei uns ist es im Moment so, dass jeder der ausfällt, eine Lücke hinterlässt. Jeder Ausfall wiegt schwer", sagte Lettieri. Das trifft insbesondere auf das Mittelfeld zu. Sollte Kamavuaka tatsächlich passen müssen, gehen dem 54-Jährigen allmählich die gelernten Alternativen aus. Umso ärgerlicher ist der Ausfall von Jansen, bei dem die Kniebeschwerden auch nach Versuchen mit Einlagen nicht verschwinden wollen. „Es ist keine Besserung in Sicht. Ich war überzeugt, dass er mitwirken kann. Da bin auch ich überrascht worden, dass er so Probleme hat.“

Und nun? Connor Krempicki (Entzündung der Patellasehne) stand nach langer Verletzungspause im Test gegen Rödinghausen zumindest 90 Minuten auf dem Platz. Ob es gegen Ingolstadt für die Startelf reicht, darf allerdings bezweifelt werden, er wird zumindest mitfahren. Lettieri muss also ausgerechnet beim Tabellenzweiten der 3. Liga erfinderisch werden - und das als Vorletzter. 

Doch der Deutsch-Italiener hat bereits Ideen im Kopf.  "Wir sind trotzdem positiv gestimmt, deswegen waren die zwei Freundschaftsspiele auch wichtig. Da habe ich Erkenntnisse gewonnen, dass der ein oder andere Spieler auf Positionen spielen kann, bei denen man es nicht gedacht hätte." In der Vorbereitung kamen mit Maximilian Sauer und Tobias Fleckstein beispielsweise zwei Verteidiger im Mittelfeld zum Einsatz. Gegen den FC Ingolstadt könnten sie dort erneut benötigt werden. 

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