3. Liga

MSV Duisburg: Heim-Misere und Leistungsabfall – Das sagt Lieberknecht

Fabian Kleintges-Topoll
09. November 2020, 21:57 Uhr
Foto: firo

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Der MSV Duisburg hat in den bisherigen vier Saisonspielen in der Schauinsland-Reisen-Arena erst einen Punkt geholt. Von der einstigen Heimmacht ist nicht mehr viel übrig. Das stört auch Duisburgs Nummer eins.

An Leo Weinkauf lag es nicht, dass der MSV Duisburg im heimischen Wohnzimmer wieder als Verlierer vom Platz ging. Der 24-Jährige, der in der Vorsaison gegen Viktoria Köln noch entscheidend patzte, war bei der Entstehung der drei Gegentreffer beim 1:3 gegen die Domstädter am Montagabend machtlos. Dabei sah es am Anfang doch deutlich danach aus, als könnten die Duisburger die ersten drei Punkte zu Hause behalten.

Dass es am Ende wieder ein enttäuschender Abend wurde, hatte mehrere Gründe. Für Weinkauf war vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Lukas Scepanik beim Stand von 1:2 der ausschlaggebende Punkt. „Wir machen uns wieder selbst das Leben schwer. Mit einem Mann weniger war es schwierig, die letzten Körner zu mobilisieren“, sagte der Keeper am Mikrofon von Magenta Sport.

Viele Duisburger suchen ihre Form

Sein Trainer Torsten Lieberknecht ging in seiner Analyse noch einen Schritt zurück. Nach dem Führungstreffer von Moritz Stoppelkamp war plötzlich nicht mehr viel zu sehen vom starken Offensivfußball aus den ersten 30 Minuten. Der Kapitän hätte in dieser Phase durchaus noch einen Treffer nachlegen können. „Trotz des 1:1 bin ich mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen“, meinte Lieberknecht, der an seiner offensiven Formation nichts änderte.

In Durchgang zwei wurde dem Duisburger Angriffsspiel dann aber komplett der Stecker gezogen. Nach dem Rückstand hingen die Köpfe tief. „Man merkt auch, dass der eine oder andere auch seine Form sucht. Wir hatten nicht mehr diese Ruhe“, kritisierte der Trainer und spielte damit auch auf die Leistung von Vincent Vermeij an. Der 14-Tore-Stürmer aus der Vorsaison traf bisher erst zwei Mal ins gegnerische Netz.

Und dann wäre da eben noch die Heimschwäche. Ein Faktor, der auch innerhalb der Mannschaft immer wieder Thema zu sein scheint. „Wir müssen einfach wieder anfangen zu Hause zu punkten und hier eine Macht zu werden“, sagte Weinkauf. Zunächst aber geht es für die Zebras ins Olympiastadion zu Türkgücü München.

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10.11.2020 - 07:11 - Sport Frei

Wieder eine typische Leistung vom MSV. Was ich mich Frage , das die Presse nicht mal hinterfragt was da in letzten Monaten passiert ist??? Den Bruch zwischen Trainer und Team merkt jedes Kind???? Auch das Reviersport Team hier??? Was ist los ??? Geht Ihr mit dem Lieberkäse kegeln??? Darf von euch Journalisten keiner unangenehme Fragen stellen??? Der MSV wird gerade vor die Wand gefahren und alles guckt zu. Wach werden schnell.

10.11.2020 - 03:12 - Gmeurb

Mich beschleicht so das Gefühl, dass der MSV keine Gehälter mehr bezahlt, bezahlen kann, wie sonst sind diese Auftritte zu erklären?
Trainerwechsel? Wir generieren einen Großteil des Etats aus den Zuschauereinnahmen, die seit Monaten weggebrochen sind, selbst mit diesen Einnahmen tragen wir einen Schuldenberg vor uns her, den wir nur mit diesen Einnahmen abtragen können, so ganz nebenbei wächst der also sicher gerade wieder extrem an und das wird nicht endlos so weiter gehen können.
Nochmal Trainerwechsel? Von was und mit was?
Ich denke Wald und Co. sind mit viel schlimmeren Problemen beschäftigt!

09.11.2020 - 23:23 - refn

Schalke und Duisburg steigen ab, Essen auf. Das wäre eine nette Saison aus schwarz-gelber Sicht. Grüße aus Dortmund-Huckarde

09.11.2020 - 23:02 - Duisburger87

Hab den Schuldigen wieder gefunden: DER SCHIEDSRICHTER.

Das sich Grilic für das Interview vor Spielbeginn nicht schämt. Und in der Halbzeit das Interview mit Sicker und seinen Aussagen: Eine Schande für den MSV!

Lieberknecht hat seine Gurkentruppe nicht mehr im Griff.