3. Liga

MSV Duisburg: 17-jähriger Hettwer überzeugt trotz 1:2-Pleite

Leon Peters
14. November 2020, 20:00 Uhr
Julian Hettwer feierte in München sein Debüt für die MSV-Profis. Foto: Thorsten Tillmann

Julian Hettwer feierte in München sein Debüt für die MSV-Profis. Foto: Thorsten Tillmann

Am 10. Spieltag in der Dritten Liga verlor der MSV Duisburg mit 1:2 bei Türkgücü München. Damit spitzt sich die Zebra-Krise weiter zu, einen Lichtblick gab es zum Ende der Partie aber dennoch. Verantwortlich dafür war ein 17-jähriger Profidebütant.

In der 89. Minute dribbelte Julian Hettwer auf der linken Außenbahn in den Strafraum von Türkgücü München, bevor er von zwei Verteidigern gedoppelt und schließlich zu Fall gebracht wurde – Schiedsrichter Benjamin Brand entschied beim Spielstand von 2:0 für die Gastgeber auf Elfmeter für die Gäste vom MSV Duisburg.

Den fälligen Strafstoß verwandelte der ansonsten unauffällige Vincent Vermeij schließlich zum 2:1-Endstand. Am Fakt, dass die Meidericher die dritte Niederlage in Folge hinnehmen mussten und nun mitten im Abstiegskampf stecken, änderte dies aber nichts mehr. Nichtsdestotrotz machen die letzten 15 Minuten, in denen sich die Zebras merklich gegen die drohende Niederlage stemmten und einige Aktionen nach vorne kreierten, Mut für die kommenden Aufgaben. Die nächste steht bereits am kommenden Dienstag (19 Uhr/Magenta Sport) gegen den Tabellenkonkurrenten Hallescher FC an.

Compper: „Er muss weiter hart arbeiten“

Für Mut sorgen in Duisburg auch Talente wie Hettwer – der U19-Akteur des MSV, der vor seinem Wechsel an die Wedau 2018 bereits in der Jugend des VfL Bochum und des FC Schalke 04 kickte und in dieser Spielzeit bisher alle vier Partien für die jungen Zebras in der A-Junioren-Bundesliga West über die vollen 90 Minuten bestritt, machte bei seinem ersten Spiel im Profibereich gleich einmal auf sich aufmerksam.

Interimstrainer Marvin Compper, der den erst am Sonntag zur Mannschaft stoßenden Neu-Trainer Gino Lettieri in München an der Seitenlinie vertrat, wechselte Hettwer nach 77 Minuten für den glücklosen Moritz Stoppelkamp ein und fand nach der Niederlage am Mikrofon von Magenta Sport lobende Worte für den 17-Jährigen. „Wie er den Elfmeter rausgeholt hat, war natürlich clever gemacht. Wir möchten ihm aber insgesamt keinen Druck machen. Er muss jetzt einfach weiter hart arbeiten, dann hat er sicher die Chance, weitere Erfahrungen zu sammeln“, sagte Compper.

Die Waffe Hettwers hat der Interimscoach jedoch nicht erst seit den 13 Einsatzminuten plus Nachspielzeit im Münchener Olympiastadion ausgemacht. „Er kommt ganz klar über seine Geschwindigkeit“, urteilte Compper über den nominellen Mittelstürmer.

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