In einem intensiven Drittliga-Spiel auf hohem Niveau setzte sich ein eiskalter MSV Duisburg auswärts beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:1 (2:1) durch. Die Brennpunkte.

3. Liga

MSV Duisburg: Eiskalte Zebras siegen 3:1 in Kaiserslautern

Chris McCarthy
10. Juni 2020, 22:24 Uhr
Der MSV Duisburg hat die Tabellenführung der 3. Liga gefestigt. Foto: firo

Der MSV Duisburg hat die Tabellenführung der 3. Liga gefestigt. Foto: firo

In einem intensiven Drittliga-Spiel auf hohem Niveau setzte sich ein eiskalter MSV Duisburg auswärts beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:1 (2:1) durch. Die Brennpunkte.

Ausgangslage: Durch den 2:1-Arbeitssieg über den Chemnitzer FC vergangenen Samstag, landete der MSV Duisburg nicht nur den ersten Dreier seit der Coronavirus-Pause, sondern behauptete zugleich die Tabellenführung. Ausruhen konnten sich die Zebras darauf allerdings nicht. Der Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze betrug vor dem Anpfiff auswärts gegen den 1. FC Kaiserslautern lediglich zwei Zähler. Die Pfälzer erwarteten die Meidericher mit dem Selbstbewusstsein aus sieben Punkten in den letzten drei Spielen.

Grünes Licht für Vermeij: Die angeschlagenen Vincent Vermeij und Marvin Compper erhielten beide grünes Licht für die Fahrt auf den Betzenberg. In die Startelf schaffte es allerdings nur Vermeij, der gegen Chemnitz passen musste. Compper nahm nur auf der Bank Platz. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht nahm im Vergleich zum Samstag eine weitere Änderung vor. Max Jansen durfte von Beginn an ran. Dafür erhielten Connor Krempicki und, trotz seines sehenswerten Solotreffers, auch Lukas Daschner eine Pause.

Formationswechsel:
Manch einer wird sich bei der Bekanntgabe der Startelf gewundert haben, wie die Formation denn auf dem Platz aussehen würde. Und in der Tat, Lieberknecht wich gegen den FCK von seinem üblichen 4-2-3-1 ab und ließ mit einer Dreierkette spielen. Jansen agierte dabei als zentraler Verteidiger zwischen Gembalies und Boeder und versuchte von dort, die Defensive zu stabilisieren und das Spiel aufzubauen. 

Blitzstart: Der MSV kam gut in die Partie, ließ den Ball gut laufen und setzte den FCK früh unter Druck. Bereits nach neun Minuten folgte die verdiente Führung. Nach einem Fehlpass der Lauterer schickte Vermeij Leroy-Jacques Mickels links auf die Reise. Der 24-Jährige sprintete in den Sechzehner und zog trocken und eiskalt zum 1:0 ab (9.).

Analyse: Nachdem sich die Pfälzer zunächst nur durch Kontersituationen zu wehren wussten, fanden sie trotz Rückstand immer besser ins Spiel. Der MSV ließ sich davon verunsichern, wurde passiver und die Fehler häuften sich. Nachdem Schmeling den Ball im Aufbauspiel vertändelte, tänzelte der stark aufgelegte Florian Pick durch den Strafraum und ließ sich von Gembalies fällen. Timmy Thiele verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (31.). Der FCK machte in der Folge das Spiel, die Duisburger die Tore.


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Eiskalte Zebras:
Nach einem perfekt ausgeführten Eckstoß von Stoppelkamp nickte Vermeij die Kugel zur mittlerweile glücklichen Führung in die Maschen (39.). In der zweiten Halbzeit herrschte ein unverändertes Bild: Der MSV ließ sich fallen, den FCK gewähren und schlug erneut eiskalt nach einer Ecke zu. Dieses Mal fand Stoppelkamps Hereingabe Jansens Kopf (49.).

Ungestrafte Passivität: In allen vier Spielen nach dem Re-Start begann der MSV stark und erzielte das erste Tor. In allen vier Spielen wurden sie schnell unerklärlich passiv und mussten den Ausgleich hinnehmen, so auch gegen den FCK. Zwei perfekt ausgeführte Standards machten den Unterschied. Die Gastgeschenke, die der MSV um den ungewohnt unsicheren Weinkauf in zwei, drei Situationen verteilte, blieben ungenutzt.

Ausblick: Durch den zweiten Sieg in Folge konnte der MSV Duisburg die Tabellenführung behaupten und den Abstand auf die Nicht-Aufstiegsplätze auf vier Punkte vergrößern. Am Samstag (14 Uhr) sind die fünftplatzierten Würzburger Kickers in Duisburg zu Gast. Gegen die drittbeste Offensive der Liga wären die Zebras gut beraten, länger am Drücker zu bleiben.

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11.06.2020 - 05:04 - Marie L.

Bei allem Respekt vor den Kickern der 3.LIga, aber von allen Teams wird keines der Teams, in dieser Aufstellung, eine überlebenschance in der 2. Liga haben.
Die Kluft zwischen 1. - 2.- und 3. Liga, wird immer größer. Und mit Corona werden meines Erachtens, noch einige Vereine, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind, vom Bildschirm verschwinden. Der MSV steht zur Zeit, sportlich verdient an der Spitze (Punkte zählen und nix anderes ). Der Sieg heute war "schweinisch ausgedrückt" Sau verdient !! Ohne wenn und aber, nicht nur wir machen Fehler !und haben Pech !!!
Und ja "Pushing.." da bin ich deiner Meinung, 4-5-Siege müssen noch her, sonst ist es aus :( Der Grundstein wurde heute in Lautern gelegt, Samstag nen 3 er gegen Würzburg, dann sieht es schon sehr gut aus :)

Und nun noch ein Wort zu unserem Spezi "Überdingen":
Ich hab dir doch schon letzte Woche geschrieben, das eure Söldnertruppe dem Reginonalexpress, in die Regionalliga beigetreten ist. Nur das aus Halbdampf, Volle Fahrt "Volldampf " geworden ist ;)

11.06.2020 - 03:02 - PushingItTooHard

Trend geht in die richtige Richtung in den letzten zwei Spielen. Es ist für alle Teams eine schwierige Situation kein Team spielt fehlerfrei im Moment. Es gibt aber mit Braunschweig, Mannheim, 1860 und Ingolstadt genügend Teams die regelmässig genug punkten, um am Ende aufsteigen zu können. Es sind noch sieben Spiele und fünf davon wird der MSV sicherlich gewinnen müssen um am Ende oben zu stehen. Man kann nur hoffen, dass dies gelingt, sonst droht ein Neustart wie in Wattenscheid.

11.06.2020 - 01:54 - Exilzebra

Also ich muss Lapofgods mal recht geben. Das Spiel ist vom MSV trotz Verletzungen und Rückschlägen aus den letzten Spielen gut geführt worden. Man darf nicht vergessen, dass Lautern 6 Spiele in Folge nicht verloren hat und der neue Trainer von denen die wieder auf Kurs gebracht hat. Ausserdem ist Lautern ein Angstgegner des MSV. daher sind die Kommentare vom alten Zebra und dem Zoo, naja....nomen est omen.....Ihr tragt Eure Namen wohl zu recht....

P.S.: Das Alte Zebra ist hier nur am meckern, kann aber selber gar nichts (weder Rechtschreibung noch Grammatik). Man kann kritisieren, soll man auch, keine Frage. Aber sowas unqualifiziertes geht gar nicht. Feg mal vor Deiner eigenen Türe und lerne schreiben oder spiel oder trainiere selber! Alle MSv Trainer sind bei Dir nach 1-2 Niederlagen immer scheisse!! Von Dir hört man nie was positives, trotz Tabellenführung mit 3 Punkten plus Tordifferenz!!

11.06.2020 - 00:34 - lapofgods

Ja, ganz wunderbar nach dem Spiel. Nur der Anblick des verbal Erbrochenen der 2 Wonneproppen da unten ist unschön. Können Sie die nicht gebrauchen? Der MSV braucht sowas eher nicht.

10.06.2020 - 23:56 - am Zoo

Ähhh, lapofgods, gehts noch????

10.06.2020 - 23:50 - lapofgods

Womit haben wir diese "Fans" hier verdient? Unterste Schublade wie immer (Den Keeper mein' ich natürlich nicht).

10.06.2020 - 23:31 - Duisburger87

Nach der gestrigen Ergebnissituation, hätte ich einen Sieg nicht erwartet.
Haarsträubende Pässe zum Gegner, keine Kraft in den Beinen, kein Tempo im Spiel und keine Übersicht in der Vorwärtsbewegung! Mit Glück drei Punkte eingefahren, denn was sich Weinkauf mittlerweile erlaubt, ist mehr als Dusel.
Ein Spiel zu lesen, gehört beim MSV nicht zu den Stärken. Mit Florian Pick waren einige Spieler überfordert. Der Mann ist Dreh- und Angelpunkt bei Kaiserslautern und bekommt vom MSV alle Freiheiten.

Stoppelkamp sollte mal beim nächsten Spiel seinen Ego-Trip beenden. Sicherlich möchte er Tore machen, aber in seiner jetzigen Verfassung, funktioniert es eben nicht.

Und der Schiedsrichter sollte auch mal eine Denkpause bekommen. Ein Maulwurf hätte besser gepfiffen.

10.06.2020 - 23:07 - am Zoo

Drücke euch feste die Daumen

10.06.2020 - 23:05 - Alt Zebra

Ein Glücklicher Sieg ,und ein Weinkauf der immer noch imTor steht trotz einem Fehler nach dem anderen.Gegen Würzburg muß da mehr kommen sonst ist der Vorsprung wieder dahin.Oder wir haben weiter soviel Glück wie im Moment den zu hoffen das Würzburg einen Schwachen Tag könnte Fatal sein.Ich hoffe das unsere Stürmer weiter so gut Treffen und unsere Gegner unser vielen Fehler durch die Abwehr und Torwart nicht ausnutzen..Viel Glück gegen Würzburg.

10.06.2020 - 23:00 - Keeper63

Vor dem Spiel war es ein echter Härtetest und ein schweres Auswärtsspiel, jetzt ist es ein Plichtsieg.

Im Ausblick auf das nächste Spiel gegen Würzburg wird natürlich in bester RS-Reportertradition nur das an Fakten erwähnt was den Artikel in den Augen des Schreibers so richtig rund macht.

Ja, Würzburg hat die drittbeste Offensive, aber auch eine der schlechtesten Abwehrreihen der Liga und der MSV den zweitbesten Sturm!

Soweit zu den Fakten!

10.06.2020 - 22:42 - am Zoo

Glückwunsch, hoffe ihr packt den Aufstieg!!!