3. Liga

MSV Duisburg: Bescheidener Weinkauf zeigt es den Kritikern

Fabian Kleintges-Topoll
22. Oktober 2020, 08:00 Uhr
Leo Weinkauf vom MSV Duisburg zeigte gegen Unterhaching eine starke Leistung. Foto: firo

Leo Weinkauf vom MSV Duisburg zeigte gegen Unterhaching eine starke Leistung. Foto: firo

Mit unzähligen vereitelten Torchancen hatte Leo Weinkauf gehörigen Anteil am Duisburger Auswärtssieg in Unterhaching (1:0). Darauf angesprochen gab sich die Leihgabe von Hannover 96 äußerst bescheiden.

Wie sehr Torhüter von Woche zu Woche im Fokus stehen, lässt sich am Beispiel Leo Weinkauf besonders gut bestätigen. Vom tragischen Helden zum "Man oft the Match" – das kann auch in der 3. Liga ganz schnell gehen. In der Vorsaison leistete sich der 24-Jährige in der entscheidenden Phase zwei folgenschwere Patzer, die den MSV wichtige Punkte kosteten. Weinkauf galt deshalb für viele Fans als der Sündenbock für den verpassten Wiederaufstieg.

"Er hat einen wahnsinnigen Rucksack mit sich herumgetragen", sagte Trainer Torsten Lieberknecht am Mikrofon von Magenta Sport. Der 47-Jährige vertrat schon damals den Standpunkt, dass Fehler zur Entwicklung eines jungen Spielers jederzeit dazugehören. Genauso argumentierte der Trainer auch nach der positiven Leistung seines Keepers in Unterhaching.

Lieberknecht stand immer hinter seiner Nummer eins

Weinkauf selbst wollte von einem für ihn perfekten Tag nach dem Spiel nichts hören. "Davon bin ich weit entfernt. Ich bin froh, dass ich die Null gehalten habe und wir im Kollektiv gut verteidigt haben", analysierte Duisburgs Sieggarant den "dreckigen Sieg" in Bayern. Eben diese Bescheidenheit mache ihn aus, meinte auch Lieberknecht. "Das tut Leo natürlich gut, dass er gesättigt bleibt. Er ist für uns eine totale Stütze."

Sollte Leo Weinkauf auch weiterhin mit glänzenden Paraden auf sich aufmerksam machen, dürften auch die kritischsten MSV-Anhänger dem 24-Jährigen seine Fehltritte im Saisonendspurt 2019/2020 bald verzeihen. Duisburgs Nummer eins konnte am Dienstagabend jedenfalls entspannt in den Bus steigen. „Es war ein guter Start für eine Serie. Jetzt wird die Regeneration etwas einfacher“, sagte der Schlussmann vor dem Spiel gegen den KFC Uerdingen am Samstag.

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