Dem MSV Duisburg wurden am Montagabend beim 0:5-Heimdebakel gegen Borussia Dortmund die fußballerischen Grenzen aufgezeigt. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht sah allerdings nicht alles negativ.

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MSV-BVB: Lieberknecht kritisiert Standardverhalten, Favre lobt Bellingham

Fabian Kleintges-Topoll
15. September 2020, 00:15 Uhr
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Dem MSV Duisburg wurden am Montagabend beim 0:5-Heimdebakel gegen Borussia Dortmund die fußballerischen Grenzen aufgezeigt. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht sah allerdings nicht alles negativ.

Torsten Lieberknecht blieb nichts anderes übrig als seinem Trainerkollegen Lucien Favre nach dem Spiel zu einem hochverdienten Weiterkommen zu gratulieren. Der 47-Jährige musste von Beginn an mit ansehen, dass der BVB seiner Mannschaft in allen Belangen haushoch überlegen war. Einzig der Anfangsviertelstunde vor dem 0:1 durch Jadon Sancho konnte Lieberknecht etwas Positives abgewinnen. „Wir haben am Anfang versucht höher zu pressen, um Stress auszuüben. Aber Dortmund hat uns mit seiner individuellen Qualität und seinen technischen Fertigkeiten schnell überspielt. Der Spielverlauf sagt alles“, resümierte Lieberknecht.

Ärgern musste sich der ehemalige Bundesligatrainer in erster Linie über die Anfälligkeit bei Standardsituationen des BVB. Vier der fünf Dortmunder Treffer entstanden nach einem ruhenden Ball. Darüber wie sein Team nach der Notbremse von Dominic Volkmer in Unterzahl vorgegangen ist, sagte Lieberknecht: „Wir wollten Moral zeigen. Aber ich hätte mir gewünscht, dass wir einige Situationen mit Ball besser und mutiger lösen.“ Diese Ansätze gilt es zum Drittligastart zu verbessern. Viel tiefer wollte Lieberknecht nach dem Pokalspiel allerdings nicht mehr in die Analyse gehen. Ab Dienstag ist der Fokus für den MSV nur noch auf den FC Hansa Rostock gerichtet.

17-jähriger Bellingham trumpft auf

Vizemeister Dortmund empfängt am ersten Bundesligaspieltag Borussia Mönchengladbach im Signal-Iduna-Park. Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub durfte sich BVB-Trainer Lucien Favre über einen bärenstarken Auftritt seines 17-jährigen Neuzugangs Jude Bellingham freuen. „Er hat sehr gut gespielt. Er beschleunigt gut und arbeitet auch defensiv mit. Aber er ist auch erst 17“, sagte der Schweizer, der Thorgan Hazard am Montagabend in offensiver Ausführung der Linksverteidigerrolle aufstellte.

Über den Verletzungsstand von Stammkeeper Roman Bürki und Raphael Guerreiro, die in Duisburg beide nicht mit von der Partie waren, konnte Favre keine Auskunft geben. Der Trainer ließ ebenfalls offen, in welcher Ausrichtung er seine Mannschaft gegen Gladbach auf den Rasen schicken wird. „Wir trainieren mehrere Systeme und haben viele Möglichkeiten“, so Favre. Sowohl für den MSV als auch für den BVB werden die Auftaktpartien am Wochenende bereits enorm richtungsweisend werden.

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15.09.2020 - 09:51 - moers47441

Die Moral stimmt beim MSV. Man hat zumindest gesehen, dass sie wollten, auch wenn es natürlich eine Lehrstunde war. Ein paar Dinge müssen da noch grundlegend geändert werden, die halt gestern von einem europäischen Topteam eiskalt aufgezeigt wurden, aber da ist jetzt auch nicht alles so schlecht, dass man nun vom Abstieg reden muss. Bedenklicher ist viel mehr, dass die beim MSV mal wieder kurz vor der Pleite stehen, während andere sich finanziell absichern konnten.

15.09.2020 - 06:12 - Gmeurb

Tja ein klarer Klassenunterschied, da braucht es keine Fussballsachverständige von Vereinen, die von irgendwelchen gelangweilten Geldgebern aus dem Grab geholt wurden und jetzt permanent uns hier auf den Zeiger gehen mit ihrem unqualifizierten Gefasel.
Glückwunsch nach Essen, da fragt man sich nun sicher in Bielefeld was das für eine Saison werden soll!

15.09.2020 - 05:08 - bossprada

Wer spricht in Duisburg vom Aufstieg , niemand , wir wollen nur versuchen oben mitzuspielen und sollten die Essener tatsächlich aufsteigen , spielt der Hühnerhaufen immer noch 3.Liga oder eventuell eine Etage tiefer.
Glückwunsch nach Essen .

15.09.2020 - 01:02 - Überdingen

Das war gar nix. Der BVB hätte locker zweistellig gewinnen können. Von mir aus träumt weiter vom Aufstieg. Heute ist sogar der rwe am msv vorbeigezogen.
Der KFC sollte auch nicht unterschätzt werden.;)

15.09.2020 - 00:30 - rwekopo

An den MSV,ist wohl echt schexxe gelaufen für euch.Wären da dieser Elfmeter und der Platzverweis nicht gewesen,wer weiss.Aber BVB hat schon seine Klasse bewiesen.Aber ,Hut ab vorm MSV,Kampf war da,aber,es reichte eben nicht1

15.09.2020 - 00:26 - PushingItTooHard

Auch wenn es noch keiner wahr haben möchte aber es geht gegen den Abstieg und sonst nichts.