Die Moskitos Essen können sich dank der finanziellen Unterstützung einiger Partner vorerst retten. Zu den erforderlichen Sparmaßnahmen gehört allerdings auch der Gang in die Regionalliga West. 

Eishockey

Moskitos Essen ziehen sich aus der Oberliga zurück

Chris McCarthy
30. Mai 2020, 11:52 Uhr
In der Essener Eishalle wird es weiterhin Eishockey geben, allerdings in der Regionalliga West. Foto: Michael Gohl

In der Essener Eishalle wird es weiterhin Eishockey geben, allerdings in der Regionalliga West. Foto: Michael Gohl

Die Moskitos Essen können sich dank der finanziellen Unterstützung einiger Partner vorerst retten. Zu den erforderlichen Sparmaßnahmen gehört allerdings auch der Gang in die Regionalliga West. 

Leichte Entwarnung für die Moskitos Essen. Nach dem der Eishockey-Klub überraschend in finanzielle Schieflage geraten war, ist nun die Rettung in Sicht. Wie die WAZ berichtet, wurden dem ESC nach richtungsweisenden Gesprächen mit den Partnern des Vereins kurzfristige Zahlungen zugesichert. „Das wichtigste ist, dass es mit dem Verein weitergeht, aber nur auf einer wirtschaftlich gesunden Basis“, wird Thomas Böttcher, Erster Vorsitzender der Essener, zitiert.

Auch die Ligazugehörigkeit der Moskitos ist in diesem Fall zweitrangig, das hatte Böttcher bereits angedeutet. So kommt es nun wenig überraschend, dass der ESC nach fünf Jahren Oberliga in der kommenden Saison in der viertklassigen Regionalliga West an den Start gehen wird. Die Bewerbungsunterlagen hierfür müssen dank einer Fristverlängerung bis zum 30. Juni eingereicht werden.

Moskitos wollen Finanznot in den Griff bekommen

Durch den Gang in die Regionalliga werden die Moskitios ihren Etat um bis zu 300.000 Euro senken können. Nur eine von vielen Maßnahmen, um finanzielle Stabilität zu erreichen. In naher Zukunft soll es weitere Gespräche mit Sponsoren, der Stadt und weiteren Institutionen geben, um den Verein endgültig in ruhigere Gewässer zu führen. 


Das Defizit des ESC befindet sich im niedrigen sechsstelligen Bereich. „Natürlich war mir zum Amtsantritt bekannt, dass der Verein Verbindlichkeiten hat. Diese sind in letzter Zeit aber um ein Vielfaches gestiegen. Erst nach der Vorstandswahl sind reihenweise Gläubiger mit alten Forderungen an uns herangetreten“, erklärt Böttcher und gesteht: „Dennoch muss ich mir vorwerfen lassen, dahingehend etwas blauäugig gehandelt zu haben.“

Moskitos Essen müssen sportliche Abstriche machen

Rein sportlich werden die Mücken durch den Abstieg ebenfalls Abstriche machen müssen. Der Sportlicher Leiter und Chefcoach Frank Petrozza, der erst im April verpflichtet wurde, wird zwar bleiben. Dass die neun Spieler, die bereits unter Vertrag stehen, dazu ebenfalls bereit sind, darf angesichts der sportlichen Perspektive und den damit verbundenen geringeren Bezügen, stark bezweifelt werden.


Es bahnt sich ein größerer Umbruch an, mit dem Verein wird es dafür allerdings weitergehen. 

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31.05.2020 - 01:22 - derdereuchversteht07

An dieses Spiel kann ich mich auch noch erinnern.
Dazu muss man sagen das das Fanverhalten im Eishockey untereinander ein ganz anders ist wie im Fußball.
Dort geht es zwar auf dem Eis mitunter extrem zur Sache und die Fans provozieren sich auch mit Gesängen.
Aber körperliche Auseinandersetzungen unter den Fans sind im Eishockey sehr selten und eigentlich ein No go.
Bei dem besagten Spiel sollen damals (ich habe es selbst nicht gesehen) RWE Fans (ich meine es war gegen den ECD Iserlohn) die Gästefans angegangen sein.
Deshalb gab es damals diese Gesänge.
Obendrein muss man auch bedenken das Iserlohn der Erz Rivale des EHC ist.
Die Eishockey Fans wollten damit demonstrieren das sie halt keine Gewalt unter den Fans dulden.
Letztendlich werden es wohl nur wenige gewesen sein die sich danebenbenommen haben.
Die Emos schossen damals auch wegen des Spiels extrem in die Höhe.

30.05.2020 - 23:57 - Red-Whitesnake

Und der Härteste unter der Sonne (für mich) für mich damals... Topo.
Bekam einen Schlagschuß aus 5 m.. volle Kanne ins Gesicht. Zähne und Blut ohne Ende lagen auf dem Eis. 20 Minuten später stand der wieder auf dem Eis.
Würde im Fußall nicht so schnell passieren.

30.05.2020 - 23:50 - Red-Whitesnake

Jau, das waren die Namen.... ohne zu googeln hätte ich die nicht mehr auf die Pfanne gekriegt.
Bundesliga habe ich da auch 2-3 Spiele gesehen. Gegen Iserlohn und Düsseldorfer EG.
Und dann gab es später mal ein Rot-Weiss Spiel, dass wegen Nebel kurz vorm Anpfiff abgesagt wurde.
An diesem Freitag spielte dann auch der EHC am Westbahnhof.
Viele Leute sind dann schnell in Bus und Bahn... ind zur Halle gefahren.
Als wir dann in die Halle kamen, dann stimmte die gesamte Halle+Gegner....Eiahockeyfans, wir sind alle Eishockeyfans an.
Da wusste ich... so schnell sehen die mich nicht mehr wieder.

30.05.2020 - 18:48 - derdereuchversteht07

Ich bin 83 das erste mal da gewesen und war sofort infiziert.
1984 haben sie dann erste Liga gespielt und haben sehr sehr oft verloren.
Aber die Halle war fast immer rappel voll und eine Stimmung wie ich sie vorher noch nicht erlebt habe.
Das war unglaublich.
Der Verein war den anderen finanziell extrem unterlegen aber die Mannschaft hat sich auf dem Eis zerrissen.
Die Zuschauer standen wie eine Wand hinter der Mannschaft.
Die Spieler die du erwähnst sind mir natürlich alle bekannt.
Außerdem: Dave Inkpen, Gorden Blumenschein, Ricki Alexander, Earl Spry, Dave Hatheway
Es war eine schöne Zeit.

30.05.2020 - 15:37 - Red-Whitesnake

Stimmt... ddev07
Warum dein Beitrag gemeldet wurde, ist natürlich ein Treppenhauswitz.
Wahrscheinlich ein persönlicher Fan ;-)

Ich bin auch 3-4 Jahre bei Spielen am Westbahnhof gewesen.
Da hiessen sie noch EHC Essen und EHC Essen West... meine ich.
War ne schöne Zeit und Abwechslung wenn Rot-Weiss selber kein Spiel hatte.
Hinterher wurde mir als Schüler das aber zu teuer... jede Woche war ja ein Heimspiel.
Habe noch richtige Raketen gesehen.
Jiri Holicek im Tor.. der Hexer.
Craig Topolinski, Bruce Hardey usw.

Beitrag wurde gemeldet

30.05.2020 - 13:26 - derdereuchversteht07

Das wichtigste ist jetzt erst mal das der Verein lebt.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.