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Mega-Probleme, aber Marl-Hüls hat sich noch nicht aufgegeben

RevierSport
11. Februar 2019, 11:19 Uhr

Foto: firo

Der TSV Marl-Hüls hat sein Westfalenliga-Heimspiel zum Rückrundenauftakt mit 1:2 gegen den Lüner SV verloren. Sowohl die finanzielle als auch die sportlich angespannte Lage spitzt sich weiter zu – doch von Untergangsstimmung ist an der Loekampstraße keine Spur!

Die Worte von Lünens Cheftrainer Mario Plechaty trafen den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. „Man hat in den letzten Wochen viel gehört von Hüls und wir wussten gar nicht, was uns genau erwartet“, sagte der 46-jährige Coach nach der Partie, „aber ich habe eine gute Hülser Mannschaft gesehen, die auf dem Platz um jeden Zentimeter gekämpft und uns alles abverlangt hat.“

Hintergrund: Mit zwölf Punkten rangiert der TSV derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz, muss aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens aber noch mit einem Punktabzug von insgesamt neun Zählern rechnen – der Rückstand auf das rettende Ufer würde damit elf Punkte betragen!

Umso bitterer ist demnach auch die Art und Weise der Niederlage gegen Lünen: Das Siegtor der Gäste fiel praktisch mit dem Schlusspfiff in der 92. Minute. Zuvor bot der TSV eine ansprechende Leistung und konnte sich für einen couragierten Auftritt nicht mit etwas Zählbarem belohnen.

„Wir arbeiten gegen jeden Widerstand, der uns in die Quere kommt“

Kurz herum: Der Klassenerhalt grenzt zu diesem Zeitpunkt weiterhin an ein Wunder, doch in Hüls will keiner vorzeitig das Handtuch werden. Auch Coach Oliver Ridder nicht: „Wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Im Gegenteil: Wir fangen jetzt erst an. Wir arbeiten gegen jeden Widerstand, der uns in die Quere kommt.“

Ridder weiter: „Die Jungs haben bei mir alle an Loyalität gewonnen - das ist einfach das Wichtigste. Wenn man dann sieht, wie sie sich hier zerreißen gegen eine Mannschaft, die sicherlich unter den ersten Sechs einlaufen wird, ist es schon gut, was wir an Stil gezeigt haben. Deswegen bin ich einfach sehr, sehr stolz, wie die Jungs hier gearbeitet haben. Von daher muss ich einfach sagen: Einmal Hülser, immer Hülser!“ 


Die nächste Chance am Wunder Klassenerhalt zu arbeiten gibt es am Sonntag – dann steht für Marl-Hüls ab 15 Uhr das Auswärtsspiel bei Horst-Emscher an. 

Autor: Tim Rother

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