3. Liga

Matuwila über Lautern, RWE und seinen Wechsel nach Afrika

10. November 2020, 11:40 Uhr
Jose-Junior Matuwila bestritt zwei Spiele für Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Jose-Junior Matuwila bestritt zwei Spiele für Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Es sollte nur ein kurzes Intermezzo sein: Jose-Junior Matuwila kam im vergangenen Winter aus Kaiserslautern zu Rot-Weiss Essen und absolvierte nur zwei Spiele für RWE. Dann kam Corona. Mittlerweile steht er in Afrika unter Vertrag.

Dass ein Spieler, der zuvor nie im Ausland gespielt hat, nach 46 Drittligaspielen und 77 Partien in der Regionalliga ins Ausland wechselt, kommt nicht oft vor. Schon gar nicht, dass es nach Afrika, genauer gesagt nach Angola zu einem Champions-League-Teilnehmer geht.

Diesen Weg ging Jose-Junior Matuwila im vergangenen Sommer. Über Kaiserslautern und Essen zog es ihn nach Angola zu Petro Luanda. "Der Verein ist sehr professionell aufgestellt. Die Infrastruktur ist gut, es wird sich um alles gekümmert, was man als Spieler benötigt. Das hat mich positiv überrascht. Er hat als Rekordmeister sehr hohes Ansehen und ist auch auf dem Kontinent bekannt, weil er Jahr für Jahr in der Champions League spielt", erklärt der 29-jährige Abwehrspieler im Gespräch mit "liga-drei.de" seinen Wechsel.

Verbleib in Essen war für ihn kein Thema

Dass es für ihn in Deutschland nicht mehr weiterging, liegt allen voran an der Personalplanung des 1. FC Kaiserslautern. Matuwila, der angolanische Wurzeln besitzt und in Bonn geboren wurde, besaß auf dem Betzenberg ursprünglich einen Vertrag bis zum Sommer 2021. Der damalige FCK-Trainer Boris Schommers plante schon im Winter 2020 nicht mehr mit dem angolanischen Nationalspieler. Er wurde zum Regionalligisten Rot-Weiss Essen verliehen. Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie kam der Innenverteidiger bei RWE nur auf zwei Spiele und 135 Einsatzminuten.


"Sportlich hat es sich durch den Liga-Abbruch nicht gelohnt, aber ich hatte sehr schöne Wochen in Essen mit einer super Truppe", sagt er und erklärt, warum es für ihn keine Frage war, seine Zeit in Essen eventuell zu verlängern: "Ich hatte das von Anfang so kommuniziert in Essen. Ich habe schließlich mein ganzes Leben dafür gearbeitet, für einen Verein wie Kaiserslautern spielen zu dürfen, das konnte ich nicht einfach aufgeben. In der Vorbereitung sollte ich auch eine neue Chance bekommen, mich zu beweisen. Wenn ich gewusst hätte, wie es laufen würde, weiß ich nicht, ob ich mich nicht schon im Vorfeld anders entschieden hätte."

Dass man in Lautern nicht mehr mit ihm plante und den Vertrag auflöste, darüber ist Matuwila hinweg und freut sich einfach nur auf seine neue Aufgabe in Angola. "Fakt war aber, dass es für mich unter dem alten Trainer keine zweite Chance mehr gab. Ich wusste zwar, dass ein Trainerwechsel schnell passieren kann und ich mich dann womöglich frage ‚was wäre gewesen, wenn?‘. Aber ich habe den Schritt aus Überzeugung gemacht. Denn hier warten viele sportliche Highlights auf mich."

Deutschland-Rückkehr durchaus möglich

Für ein Jahr unterschrieb der ehemalige Cottbuser zunächst in Angola. Dass er in der Zukunft wieder in Deutschland spielen will, hält Matuwila im Gespräch mit "liga-drei.de" für gut möglich. Er sagt: "Ich habe jetzt erst einmal ein Jahr Vertrag in Angola. In dem will ich so viel wie möglich erreichen. Ich schließe jedoch nicht aus, wieder in Deutschland zu spielen. Mein ganzes Leben ist schließlich dort."

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Kommentieren

11.11.2020 - 06:51 - Außenverteidiger

Ansonsten wäre er nicht gelöscht worden.
Ich bleibe dabei. Angola ist ein geiles Land und Matuwila hat uns bereichert. Seine Art auf dem Platz ist einfach erfrischend.
Diese Art motivierten Spieler brauchen wir. Ihre Motivation entsteht nicht durch Spaß, sondern Gier auf Erfolg und Prämien.
Sagen wir mal so, mit denen kann man auch bei Fritz Walther Wetter siegen.

11.11.2020 - 06:35 - Llord33

Grüß mich!

Interessant dass mein Kommentar gelöscht wurde, wobei er lediglich die erschreckend negativen Aussagen des Außenverteidigers aufgeführt hat.

@Außenverteidiger
Mein Kommentar war also unter aller würde? Schön wie Sie das behaupten.
Zu Ihren Kommentaren fällt mir kein Superlativ mehr ein. Ich werde Sie im Auge behalten...

10.11.2020 - 23:24 - derdereuchversteht07

Ach so ich hatte um 14:59 geschrieben:

Was hat die Machete mit Erfolg zu tun, bzw. auf Erfolg ausgerichtet?
Deine Interpretationen sind an den Sackhaa.... herbeigezogen.
Na ja, wie so vieles andere auch!
Das mit dem anschreien, zusammenscheißen, rausschmeißen, entsorgen usw. scheint dir zu liegen.
In deiner Welt scheint das normal zu sein.
Ich hoffe das man mit deinen Leistungen im Lebensalltag auch so umgeht und zwar konsequent.
Von da her können wir froh sein das viele von uns mit solchen Dingen keine Bekanntschaft machen.
Ich kann mich dem hier geäußerten Wunsch nur anschließen, weil deine Wortwahl zum kot..... ist.
Du kannst dir deine Antwort sparen, weil eh nichts Anständiges dabei herauskommt.

10.11.2020 - 22:54 - derdereuchversteht07

Nur zur Info ich habe keinen gemeldet.
Ich finde das es wichtig ist zu sehen wer was geschrieben hat.

10.11.2020 - 18:50 - Außenverteidiger

Unser Wappen und die angolanische Flagge, sind einfach wunderschön.

10.11.2020 - 18:49 - Außenverteidiger

Wie man sehen kann, war Llords Kommentar unter aller Würde.
Matuwila ist für mich ein Musterprofi. Seine Art und Weise waren erfrischend. Einfach stark, wie er das Trikot präsentiert hat. Zudem kommt er aus einem wundervollen Land. Welches ich im ersten Kommentar schon positiv dargestellt habe.

10.11.2020 - 15:42 - Außenverteidiger

Fakt ist, es gibt in einer Demokratie mehrere Meinungen. Durch wegklicken sind sie immer noch da und nicht verschwunden. Sollte man einer anderen Meinung sein, muss man sich Mühe geben, bessere Argumente zu liefern. Wo man sagen kann, der Weg xy ist geiler, als Weg xyz. Wozu das Theater und Gejammer? Einfach erfolgreicher sein und gut ist.

Ihr schreibt jetzt einfach, die Meinung mag ich nicht, bitte entfernen. Seid ihr im Privatleben auch so drauf? Alle mit anderen Meinungen entfernen?

Ich gehe nie auf die Privatpersonen ein und fordere zur Entfernung auf. Der Mitbürger ist in seinem Beruf zu bewerten. Nicht als eine Privatperson. Ich verschmelze diese Eigenschaften niemals. Privat lerne ich nicht die Person in ihrer beruflichen Funktion kennen, sondern den Mitbürger. Mich interessiert seine berufliche Leistung und Funktion herzlich wenig. Umgekehrt sieht es genauso aus.

Die Frage "Was bist du?" stellt sich mir nicht. Höchstens "Was machst du beruflich oder wo verdienst du dein Geld?"

10.11.2020 - 15:09 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 14:59 - derdereuchversteht07

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 13:52 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 13:43 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 12:53 - Llord33

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 12:23 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.11.2020 - 11:52 - Red-lumpi

Bravo Wozi, bitte mehr davon, sehr interessant.......