14.09.2018

BVB

Matthäus: Götze sollte sich neuen Verein suchen

Foto: Firo

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat in einem Pressegespräch des Pay-TV-Senders Sky über den Fehlstart von Schalke 04 und BVB-Sorgenkind Mario Götze gesprochen. 

Beim 3:1-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt saß BVB-Star Mario Götze (26) wieder nur über die volle Distanz auf der Ersatzbank. Der WM-Held von 2014 spielte bislang unter der Regie des neuen Trainers Lucien Favre noch keine Liga-Sekunde. Im 4-3-3-System des ehemaligen Gladbach-Trainers ist kein Platz für einen klassischen Spielmacher wie Götze.


Doch liegt es tatsächlich nur am neuen Chef an der Dortmunder Seitenlinie, dass der Nationalspieler beim BVB nicht zum Zug kommt? Sky-Experte Lothar Matthäus hat dazu eine klare Meinung, die er im Pressegespräch seines Arbeitgebers unterstrichen hat: "Götze läuft seiner Form, die er vor der WM 2014 und bei seinem Siegtor im Finale hatte, hinterher. Er war seither bei zwei Vereinen und spielte unter mehreren Trainern - es liegt also nicht am Coach", sagt er.

Matthäus: Götze fehlt zum jetzigen Zeitpunkt die Qualität 

Laut Matthäus sei Götze sei derzeit einfach nicht gut genug, um bei der Borussia einen Stammplatz zu erkämpfen. Zudem bleibe das Favre-System ein Faktor: "Mario fehlt zum jetzigen Zeitpunkt die Qualität und die richtige Position. Als Achter hat er nicht die Defensivqualitäten und eine Neuneinhalb gibt es bei Lucien Favre nicht, wie er mal erklärt hatte."

Seinen Platz im Favre-System muss ein anderer BVB-Star auch noch finden. Julian Weigl hat es gegen die Eintracht nicht in den Dortmunder Kader geschafft, obwohl er sich nach seiner Verletzung auf dem Weg zurück wähnte. Im Sommer hätte der 23-jährige Mittelfeldspieler zu seinem ehemaligen Trainer und Förderer Thomas Zuchel wechseln können. Weigl sagte dessen Verein Paris St. Germain aber ab. Für Lothar Matthäus war das die richtige Entscheidung. "Davonlaufen bringt Weigl erstmal nichts", betont der Weltmeister von 1990.

Götze hingegen rät Matthäus zu einem Vereinswechsel: "Bei Mario sieht das anders aus. Für ihn müsste man bei Borussia Dortmund ein System erfinden, das es momentan nicht gibt."

Matthäus zweifelt an Schalke

Auch zum Fehlstart des FC Schalke 04 hat der 57-Jährige Stellung bezogen. Matthäus glaubt nicht daran, dass die Königsblauen die starke letzte Saison wiederholen können: "Schalke wird die letzte Saison nicht wiederholen, auch weil die Mannschaften um sie herum nicht mehr so schwächeln. Zudem braucht es Zeit, bis sich die Neuzugänge Mark Uth, Salif Sané und Omar Mascarell an Schalke gewöhnt haben."

Autor: Martin Herms


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16.09.2018 - 21:48 - Kuk

Ein Verein, der wie PSG die CL gewinnen möchte, zeigt Interesse an Weigl und würde gfs. noch eine hohe Ablöse zahlen. Das nenne ich Abwerben oder Aufstieg - Davonlaufen hat damit nichts zu tun...

15.09.2018 - 14:52 - herbs04

Die Kommentare von Herrn Matthäus sind einfach genial, da ich auch Zeitung lese und Fu0ball schaue hätte ich den gleichen Kommentar zum besten geben können, bekomme aber keine Entlohnung, ddeshalb weiter so Loddar.

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