28.11.2018

Regionalliga-Reform

Machtwort vom DFB muss her

Foto: firo

Eine Regionalliga-Reform soll her, damit die Meister der Ligen auch direkt aufsteigen. Wie das gehen soll,  das scheint niemand zu wissen. Jeder Vorschlag wird von einer anderen Partei gleich wieder abgebügelt. Daher ist nun der DFB gefragt. Ein Kommentar. 

Meister müssen aufsteigen. Auch im Fußball muss diese Regel überall gelten. Daher muss es eine Regionalligareform geben. Wer nach einer Saison die Tabelle anführt, der darf nicht noch eine Relegation spielen müssen.

Seit Jahren gehen Verantwortliche und Fans auf die Barrikaden, weil es in der vierten Liga nicht reicht, Meister zu werden. Eines ist klar: Wenn alle Vereine ins Boot geholt werden müssen, wird es keine Lösung geben. Weder nach der aktuell laufenden zweijährigen Übergangszeit, noch in den nächsten 20 Jahren. 


DFB muss handeln, weil zu viele Interessen kollidieren

Zu viele Interessen kollidieren. Die der 3. Liga, die der fünf Regionalligen. Daher kann es nur eine Lösung geben. Es muss auf vier Regionalligen unter einer 3. Liga hinauslaufen. Es bringt nichts, wenn jeden Tag ein neuer Reform-Vorschlag kommt, nur damit dieser sofort von anderer Stelle zerrissen wird.

Speziell die Idee von DFB-Vizepräsident Rainer Koch, die 3. Liga wieder zweigleisig zu machen, entbehrt jeder Logik. Sie wurde gegründet, um die Zweitligaabsteiger etwas besser aufzufangen – was auch bei einer 3. Liga nur im Ansatz klappt. Sollte es zwei dritte Ligen geben, würde der Absturz aus Liga zwei aufgrund geringerer TV-Einnahmen noch dramatischer ausfallen. Der DFB muss jetzt ein Machtwort sprechen. Um das Rumgeeiere zu beenden – und damit Meister aufsteigen. Autor: Christian Brausch


Der Vollständigkeit halber - diese drei Vorschläge wurden 2017 diskutiert:


Erster Vorschlag
Die Meister der Regionalliga West und Südwest bekommen einen festen Aufstiegsplatz, die Titelträger aus Süd, Nord und Nordost spielen in einer Dreierrunde zwei weitere Aufsteiger aus.

Zweiter Vorschlag
Es werden nur noch vier statt fünf Regionalliga-Staffeln gebildet, so dass stets der Meister aufsteigt. Das könnte dem Vernehmen nach auf Kosten der Regionalliga Nordost gehen. Dieser Regel würden wohl auch die Drittligisten zustimmen. 

Dritter Vorschlag

Es gibt ein rotierendes System an festen Aufstiegsplätzen. Drei Meister steigen direkt auf, die beiden übrigen bestreiten Play-offs um einen vierten Aufstiegsplatz. Es wird nach einem turnusmäßigen Modus im Vorfeld einer Saison festgelegt , welche Regionalligen die Direktaufsteiger stellen, welche Meister in die Play-offs müssen. 

Kommentieren

29.11.2018 - 17:10 - Hotteköln

Kommentar nicht schlecht. Kurz die Alternativen zusammengefasst. Mehr nicht. Sollte ja auch nur eine Zusammenfassung sein. OK so

29.11.2018 - 07:33 - rwebvb

Mein Gott, was eine Hampelei. Vier Regionalligen, vier Aufsteiger, wäre doch wohl das sinnvollste. Man muß nur wollen.

28.11.2018 - 19:04 - franzwirtz

„Ein Kompromiß ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind.“

Aristide Briand (1862 - 1932), französischer Rechtsanwalt, Journalist, Politiker, Außenminister 1925-1932, Friedensnobelpreis 1926
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