Die jahrelange Liaison zwischen Borussia Dortmund und Mario Götze wird in diesem Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit enden. Der Bundesliga erhalten bleiben könnte der 27-Jährige dennoch.

Als Havertz-Ersatz

Leverkusen denkt offenbar an Götze-Verpflichtung

Tim Rother
25. März 2020, 15:35 Uhr
Foto: dpa

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Die jahrelange Liaison zwischen Borussia Dortmund und Mario Götze wird in diesem Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit enden. Der Bundesliga erhalten bleiben könnte der 27-Jährige dennoch.

Wie Sport1 schreibt, denkt Bayer Leverkusen über eine Verpflichtung des WM-Finalhelden von 2014 nach. B04-Sportchef Simon Rolfes sowie Kaderplaner Tim Steidten befassen sich derzeit mit der Personalie Götze, heißt es in dem Bericht konkret. Auch, weil der Verlust von Top-Spieler Kai Havertz droht. „Er kann im nächsten Sommer nicht gehalten werden“, unterstrich jüngst Leverkusens Trainer Peter Bosz, der damit nun im Nachhinein weiteren Spielraum für Spekulationen geschaffen haben dürfte.

Aktuell sei eine Verpflichtung Götzes laut Sport1 jedoch nur ein Gedankenspiel der Bayer-Bosse. Denn bislang soll es noch keine konkrete Anfrage für den Offensivspieler, dessen Vertrag in Dortmund zum Ende der Saison seine Gültigkeit verliert, gegeben haben.

Für einen Götze-Wechsel zur Werkself sprechen aber gleich mehrere Aspekte. Zum einen ist Leverkusen regelmäßig im internationalen Wettbewerb vertreten. Für den ehemaligen Nationalspieler, der sein letztes Länderspiel vor mehr als zwei Jahren bestritten hat, sicherlich nicht unerheblich. Zum anderen könnte Bayer mit den möglichen Einnahmen, die ein Verkauf von Kai Havertz in die Kassen spülen würde, mühelos Götzes Jahresgehalt, das laut Sport1 bei rund zehn Millionen Euro liegt, stemmen. 

Peter Bosz ist Götze-Förderer

Und dann wäre da noch der wohl wichtigste Punkt: Peter Bosz. Der Niederländer ist absoluter Götze-Förderer, was aus seiner Zeit als Trainer beim BVB hervorgeht. 15 Bundesligaspiele lang coachte der 56-Jährige die Borussia. Insgesamt neunmal stand Mario Götze dabei in der Startelf, einmal wurde er eingewechselt und fünfmal war der Stümer innerhalb dieses Zeitraums verletzungsbedingt nicht im Kader. Bedeutet: Unter Bosz hatte Götze in der Bundesliga eine Auflaufquote von 100 Prozent, wenn er denn fit war.

Gegen einen Wechsel zu Leverkusen spricht wiederum, dass der Offensivmann wohl einen Wechsel ins Ausland präferiert. Aus Götzes Umfeld ist indes zu hören, dass weiterhin alles offen sei. Aufgrund der Corona-Krise liegen die Transfergespräche aber ohnehin dieser Tage auf Eis.

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25.03.2020 - 18:06 - hoelwil

Im Sommer gibts doch gar keinen Transfermarkt. Schon gar kein Interesse von Top Clubs an Götze. Dessen Sprintschwäche ist europaweit bekannt. Nur Arabien , Australien oder China könnten gehen. In Europa zahlt niemand mehr als 2 Mio pro Saison ,wenn in 2021 wieder gekickt wird.