Westfalenliga 2

Leistungsgerechtes Unentschieden zum Liga-Auftakt der Spvgg Erkenschwick

Stefan Stobbe
11. August 2019, 18:54 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Das Spiel zwischen dem Vorjahresfünften Spvgg Erkenschwick und dem Aufsteiger SV Sodingen endete vor 178 Zuschauern mit 1:1 (0:0).

„Endlich geht es wieder los“, sagte SV Sodingen-Trainer Timo Erkenberg vor dem Spiel. Für den Aufsteiger ging es am ersten Spieltag direkt gegen einen Gegner, den eine ganz besondere Atmosphäre auszeichnet. Im Stimbergstadion Oer-Erkenschwick konnte der Gast der Spvgg Erkenschwick dennoch ein 1:1-Unentschieden abtrotzen.


Von Nervosität im Vorfeld des ersten Verbandsligaspiels nach 12 Jahren konnte Erkenberg nichts berichten: „Wir sind Aufsteiger. Wir hatten hier nichts zu verlieren, die Vorfreude hat überwogen. In so einem Stadion mit diesen Zuschauern zu spielen, ist einfach toll“. Dass er und seine Mannschaft dem scheinbaren Favoriten noch einen Punkt abringen konnten, damit hätte er im Vorfeld nicht gerechnet. „Hätte man uns im Voraus gesagt, dass wir hier Unentschieden spielen, hätte ich das blind unterschrieben“, erklärte er nach dem Spiel.

Obwohl die Sodinger über 70 Minuten die überlegene Mannschaft waren, war die Punkteteilung am Ende gerechtfertigt. Da waren sich die beiden Trainer einig. Erkenschwick-Trainer Ahmet Inal bewertete das Spiel, trotz einiger Schwächephasen seiner Mannschaft, positiv: „Es sind keine verlorenen zwei Punkte, obwohl ich gerne mehr lachende Gesichter gesehen hätte. Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser gespielt und haben so erst spät den nötigen Druck aufgebaut. Dann hatten wir viel bessere Abläufe. Es ist ein gerechtes Unentschieden.“

Lobende Worte für Sodingen


Für den Aufsteiger hatte Inal indes einige lobende Worte übrig: „Sodingen hat in der 1. Halbzeit sehr viel Druck gemacht und deutlich mehr Torchancen gehabt“, erkannte er die Leistung des SV Sodingen an. Dennoch fielen die Tore erst in den zweiten 45 Minuten. Tugrul Aydin (50.) und Bernad Gllogjani (55.) besorgten den Endstand.

Erkenberg nimmt das Unentschieden zum Einstand als eine positive Wegmarke. „Die 70 Minuten waren gut von uns. Darauf wollen wir aufbauen. Wir sind nun in der Liga angekommen. Natürlich schauen wir nur von Spiel zu Spiel“, griff er tief in die Fußball-Floskeln-Kiste und hat damit natürlich Recht.

Das Unentschieden tut zu diesem Zeitpunkt der Saison noch keinem weh. Dennoch muss sich die Spvgg Erkenschwick, soll es wieder in die höheren Tabellenregionen gehen, merklich steigern. Im kommenden Spiel haben sie bereits die Gelegenheit dazu. Dann geht es gegen den FC Brünninghausen, die mit einer 1:2-Niederlage gegen SV Hohenlimburg 1910 starteten. Aufsteiger SV Sodingen bekommt es mit dem BSV Schüren zu tun, die gegen den DSC Wanne-Eickel mit 1:4 unterlagen. Machbare Aufgaben für beide Vereine. 

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