Lehmann hätte Zeit für Schalke-Job, aber auch Lust?

16.12.2018

Berater-Debatte

Lehmann hätte Zeit für Schalke-Job, aber auch Lust?

Foto: firo

Der Ex-Schalker Jens Lehmann äußert sich ausweichend auf die Frage nach einer Beschäftigung als Berater auf Schalke. Offenbar hat bislang auch niemand Lehmann gefragt.

Der Ex-Schalker Jens Lehmann hat sich bei Sport1 ausweichend dazu geäußert, ob er sich vorstellen könne, einen Funktionärsposten bei Schalke zu übernehmen. „Zeit hätte ich, ob ich Lust hätte, weiß ich nicht?“ antwortete er auf die Frage von Doppelpass-Moderator Thomas Helmer.



Lehmann: Schalke hat nicht angerufen

Wenn man Ungesagtes interpretieren wollte, könnte man auf die Idee kommen, dass Lehmann schon wollen würde, wenn ihn jemand fragen würde. Allerdings hat ihn offenbar keiner gefragt, und er rechnet wohl auch nicht damit: "Schalke hat mich seit 20 Jahren nicht mehr angerufen. Vielleicht waren es auch 15“, sagte Lehmann.


Schalke-Manager Christian Heidel hatte in den vergangenen Tagen jegliche Überlegungen in dieser Hinsicht, ihm einen Berater an die Seite zu stellen, die Klub-Boss Clemens Tönnies öffentlich angestellt hatte, vehement zurückgewiesen. "Ich habe viele, viele Bewerbungen bekommen. Und die bekommen dann auch, wenn sie schriftlich vorliegen, eine Antwort: Dass da kein Bedarf besteht. Punkt."

Ex-Schalker wirbt für Berater-Lösung

In der Sache widersprach Lehmann dem Schalke-Manager. Heute könne ein „Einzelner allein nicht mehr entscheiden, welchen Spieler man holt. Je mehr Spieler involviert sind, desto besser“, sagte Lehmann.

Als Beispiel für diesen neuen Weg führte Lehmann Bayern München an: „Bayern hat Runmenigge, jemanden mit hohem Fußball-Sachverstand. Er hat Hoeneß, und er hat Salihmidzic. Das sind schon mal drei Leute, die miteinander reden können.“

Heidel findet das Thema belastend

Heidel würde das von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies losgetretene ungemütliche Thema über einen Beistand an seiner Seite so schnell wie möglich beenden. Die Angelegenheit mit reichlich Konfliktpotenzial in sportlich ohnehin stürmischen Zeiten sei "auch belastend", räumte Heidel nach dem mageren Remis beim FC Augsburg ein. "Das hat jetzt mit mir weniger zu tun", ergänzte Schalkes Sportvorstand.


Immerhin legt Heidel Wert darauf, dass die Debatte das Verhältnis von ihm und Klub-Boss Tönnies nicht belaste: Das sagte Heidel im Fernsehsender Sky: "Um eins klar zu sagen: Zwischen Clemens Tönnies und mir gibt es 0,0 Probleme. Es ist sogar ein sehr, sehr freundschaftliches Verhältnis, und es wird niemals irgend etwas dazwischen kommen." (jk)

Kommentieren

17.12.2018 - 19:39 - easybyter

Hoffentlich nicht Lehmann, der hat schon immer polarisiert und es käme mit Sicherheit Unruhe in den Verein. Schalke hat genug Sachverstand mit Vorstand, Aufsichtsrat und Trainer zur Verfügung, um das Transfergeschäft zu bewältigen. Tonnies hat da ohne Not eine Debatte zur Unzeit angezettelt, die nichts bringt außer mal wieder Unruhe in einer Zeit, in der alle Konzentration benötigt wird, um aus der unteren Tabellenregion herauszukommen. Lehmann ist kein Teamplayer, das war und ist ein Selbstdarsteller, als Torwart ok aber nicht als Berater zu gebrauchen.

16.12.2018 - 23:08 - mensural

Was denn für "Minderwertigkeitskomplexe"? Hast du wohl welche von, => hol dir Hilfe.
Lehmann ist ein völlig überschätzter eitler Popanz. Er ist vieles, aber bestimmt nicht "schlau", und "zu" schonmal gleich gar nicht.
Aber die Blauen sollen den man verpflichten, viel Spass...
:P

16.12.2018 - 18:35 - Staublunge

Sehe ich komplett anders - Lehmann ist ein intelligenter Bursche mit gutem Blick für den Fußball und einem ordentlichen Netzwerk.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er den Dumpfbacken-Fans zu schlau und zu selbstgewiss daherkommt. Er würde Schalke mit Sicherheit weitaus besser nach vorne bringen, als das volkstümliche Lachhäschen Asamoah. Klar, er beschwört Minderwertigkeitskomplexe bei einigen herauf.
Aber das darf kein Grund sein.

16.12.2018 - 18:01 - soso

Was soll der Schlaukopf bewirken ?

Ein Dummschwätzer vor dem Herrn !

16.12.2018 - 17:30 - paulchen

Lehmann wäre für S04 ein ähnlich großer Glücksgriff wie Brazzo für FCB oder Bierhoff für "die Mannschaft".

Deutlicher: den braucht auf Schalke kein Mensch.

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