Kult-Klub 84/10 lebt weiter: Neustart in der KL B

15.03.2019

Essen

Kult-Klub 84/10 lebt weiter: Neustart in der KL B

Foto: TuS 84/10 Essen/Facebook

Große Freude im Raum Borbeck: Der Kult-Klub TuS 84/10 Essen lebt weiter. Der Verein von der Germaniastraße wird zur neuen Saison eine Mannschaft in der Kreisliga B melden.

Ein kurzer Rückblick: Im September 2018 folgte ein großer Schock für den Essener Amateurfußball. Der Traditionsverein TuS 84/10, aus dem auch Fußball-Weltmeisterin Linda Bresonik hervorging, meldete seine erste Mannschaft vom Spielbetrieb in der Kreisliga A ab. Zu dieser Zeit hieß es, dass die Seniorenabteilung der Blau-Weißen Geschichte sei.

Nur ein halbes Jahr später folgt die Wiederaufstehung der" blau-weißen Teufel". Ein Neuanfang an einem neuen Heimatort. Denn die "blau-weißen Teufel" spielen seit wenigen Wochen an der Borbecker Prinzenstraße und teilen sich die nagelneue Kunstrasenplatz-Anlage mit Lokalrivale SV Borbeck.

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Dank der Initiative von ehemaligen 84/10-Jugendspielern wie Sascha Schulte, Sascha Link und Frank Zabinski an vorderster Front, ist es gelungen, den Senioren-Spielbetrieb bei TuS 84/10 fortzuführen. Zu Beginn des Jahres meldete der Verein eine Alt-Herren-Mannschaft an, die aktuell im Essener Stadtpokal ins Viertelfinale eingezogen ist und für Furore sorgt. Zur neuen Spielzeit wird dann eine erste Mannschaft in der Kreisliga B an den Start gehen. Neuer Trainer wird Marco Brinkmann und wird unterstützt von Michael Michels.

"Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten wieder eine Mannschaft aufbauen, die dem Emblem von TuS 84/10 gerecht wird. An erster Stelle steht dabei nicht zwingend der sportliche Erfolg, sondern das menschliche Miteinander und die damit verbundene Freude Teil eines Fußballteams alter Schule zu sein. Die protzigen Jahre des Vereins sind Geschichte", betont Schulte, der der neuen Fußballabteilung des Vereins angehört, gegenüber der "Fussballszene Essen". Der populäre "Salle" fügt hinzu: "Wir haben hier innerhalb kürzester Zeit einen Kader von 30 Mann auf die Beine gestellt, welcher fast ausschließlich aus alten 84ern besteht. Das macht die ganze Geschichte so besonders. De neue Kader der ersten Mannschaft soll auch aus Jungs bestehen, die richtig Bock auf die ganze Geschichte haben. Bei uns kann man kein Geld verdienen, aber dafür viel wertvollere Dinge wie Zusammenhalt, Spaß und ein familiäres Umfeld haben."


Für dieses Unternehmen suchen die blau-weißen Teufel noch Spieler. "Wir suchen auf allen Positionen. Die Jungs können sich gerne bei mir Sascha Link, Marco Brinkmann oder Frank Zabinski über alle möglichen Kanäle wie Handy, WhatsApp, Facebook oder so melden", sagt Schulte.

Singendonks Abgang der Anfang vom Ende

Zum Ende der letzten Saison verabschiedete sich der langjährige Vorsitzende und Geldgeber Ludwig Singendonk. Einen Nachfolger für diesen Posten gab es nicht. Ohne Singendonks Unterstützung wäre der Verein wohl schon vor einigen Jahren am Abgrund gewesen. Nachhaltige Strukturen konnten im letzten Jahrzehnt nicht geschaffen werden. Der Aschenplatz an der Germaniastraße und fehlendes Personal verhinderten den stabilen Aufbau einer Jugendabteilung. Erfolge wurden überwiegend nur in der ersten Mannschaft gefeiert. Zuletzt im Januar 2016 durch den Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft. Doch ohne das Geld Singendonks waren die namhaften Spieler nicht zu halten. In der letzten Saison folgte der Abstieg aus der Bezirksliga. Der Anfang vom Ende.

Nun hauchten Schulte, Link und Frank Zabinski TuS 84/10, dem vierfachen (2002/2003/2006/2008) Borbecker-Banner-Pokalsieger neues Leben ein.

Autor: Krystian Wozniak

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