Sportdirektor Markus Krösche von Bundesligist RB Leipzig findet die hohen Gehälter von Fußball-Profis angemessen.

Bundesliga

Krösche widerspricht Hecking: Fußballer-Gehälter nicht zu hoch

11. Oktober 2019, 10:32 Uhr

Foto: firo

Sportdirektor Markus Krösche von Bundesligist RB Leipzig findet die hohen Gehälter von Fußball-Profis angemessen.

„Die Diskussion macht in meinen Augen keinen Sinn“, sagte Krösche der „Bild“-Zeitung (Freitag): „Der Markt entscheidet und reguliert das am Ende. In der Fußball-Branche ist viel Geld im Umlauf. Und die Spieler sind die Haupt-Protagonisten, sie füllen mit ihrer Leistung die Stadien. Sie sind der Grund, warum Unternehmen die Vereine unterstützen. Und das Produkt Bundesliga ist extrem interessant.“

Damit widerspricht Krösche auch Dieter Hecking. Der HSV-Trainer hatte zu Beginn der Woche die Höhe von Ablösesummen, aber auch von Gehältern im Fußball kritisiert. „Mit ein bisschen weniger könnten wir Fußballer immer noch gut leben“, sagte der 55-Jährige. Während die Gehälter für Top-Spieler berechtigt seien, würden laut Hecking mittelmäßige Spieler zu hoch bezahlt werden. dpa

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11.10.2019 - 18:25 - Olli1904

Schon witzig der Herr Krösche! Kaum ist er drei Monate bei der Marketingabteilung eines Brauseherstellers, schon vergisst er seine Wurzeln. Ist doch schöner in Leipzig mit Geld des Eigentümers um sich zu schmeißen, als in Paderborn jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Dies soll nicht zu einer Neiddebatte ausarten, trotzdem hat Dieter Hecking recht...Englands Geld verdirbt die Marktwerte der Spieler, sportliches Mittelmaß schafft es auch in englischen Teams der unteren Tabellenregionen, ein fürstliches Salär zu kassieren...schöne Grüße an den Weltklassespieler Max Meyer.....

11.10.2019 - 11:57 - Schalker1965

Der werte Herr Krösche muss die Gehälter ja auch nicht bezahlen, da hat er gut reden, zumal er doch diesem ganzen Zirkus angehört und selbst daran sehr gut verdient.

Natürlich hat Hecking recht. Das Rad ist längst überdreht. Die Auswirkungen sind spürbar bis in den Amateur- und Jugendbereich, wo die kleinen Provinzvereine mangels finanzstarker Sponsoren schon lange nicht mehr mithalten können. Siehe aktuelle Beispiele wie Wattenscheid und Lotte. Weitere werden folgen, sobald sich engagierte Sponsoren bzw. Investoren dort zurückziehen.

11.10.2019 - 11:24 - Stan56

Der Hecking hat schon irgendwo recht - die irren Summen, die für Mittelmaß und/oder für Spieler, die ihren Zenit längst überschritten haben, bezahlt werden, werden auf Dauer den Fußball kaputt machen!

11.10.2019 - 10:53 - Kuk

1 Liter Brause kostet zwischen 4 und 5 Euro im Supermarkt.
Niemand glaubt dem Krösche, dass die Stadionbesucher die Spieler bezahlen.
Schöner Markt, wenn der Brause-Konsument ungefragt und zwangsweise Fußball-Multi-Millionäre finanzieren.