Das rheinische Duell mit Fortuna Düsseldorf wird für den 1. FC Köln zum Krisenderby. Nach dem angekündigten Rücktritt von Armin Veh und dem blamablen Pokal-Aus könnte die Partie für Trainer Achim Beierlorzer bereits zum Endspiel werden.

1. Liga

Köln taumelt ins Rheinderby: "Wird nicht mehr so sein wie vorher"

01. November 2019, 14:14 Uhr

Foto: firo

Das rheinische Duell mit Fortuna Düsseldorf wird für den 1. FC Köln zum Krisenderby. Nach dem angekündigten Rücktritt von Armin Veh und dem blamablen Pokal-Aus könnte die Partie für Trainer Achim Beierlorzer bereits zum Endspiel werden.

Blamables Pokal-Aus bei einem Regionalligisten, ein Geschäftsführer als „lahme Ente“ und ein wackelnder Trainer: Für den 1. FC Köln wird das erste Bundesliga-Duell mit dem rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf seit 22 Jahren zum Krisenderby. „Es ist kein Endspiel“, betonte aber der angezählte Coach Achim Beierlorzer vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/Sky).

Bei einer Niederlage könnte dem 51-Jährigen dennoch Ungemach drohen. Wer allerdings beim Tabellen-16. über die Zukunft des Trainers entscheidet, ist völlig offen. Geschäftsführer Armin Veh, der Beierlorzer geholt hatte, ist nach seinem angekündigten Rücktritt zum Saisonende nur noch eine „lahme Ente“.

„Wir wissen alle, dass es jetzt nicht mehr so sein wird wie vorher“, sagte Veh: „Ich weiß selbst nicht, wie es weitergeht. Ich kann nur versprechen, dass ich alles geben werde, damit wir unsere Ziele erreichen.“ Als auf der Pressekonferenz am Freitag die Trainerfrage gestellt wurde, beendete der scheidende Manager kurzerhand die Gesprächsrunde: „Ich glaube, dass jetzt genug gesagt ist.“

Veh betonte nochmals, dass sein am Donnerstag angekündigter Rücktritt nichts mit den schwachen sportlichen Ergebnissen zu tun habe, sondern eine rein persönliche Entscheidung sei: „Ich bin jetzt seit fast 30 Jahren in diesem Geschäft und werde nächstes Jahr 60. Dann habe ich mir die Frage gestellt, ob ich das noch machen möchte und bin eben zu diesem Entschluss gekommen.“

Bei der Nachfolgersuche werde er nur auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstandes mithelfen. Als Kandidaten werden unter anderem der Ex-Kölner Horst Heldt und der frühere Haie-Manager Thomas Eichin sowie Samir Arabi vom Zweitligisten Arminia Bielefeld gehandelt.

Aber erst einmal wartet auf die Geißböcke das eminent wichtige Kellerduell bei der punktgleichen Fortuna. Dabei hat der Aufsteiger nach dem peinlichen 2:3 am Dienstag im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken einiges gutzumachen. „Einige Spieler haben im Training eine trotzige Reaktion gezeigt“, sagte Beierlorzer: „Diese Jetzt-erst-Recht-Mentalität gefällt mir. Wir dürfen uns nicht mit negativen Dingen wie Frustration beschäftigen.“ Schließlich sei vor der Pleite im Saarland auch „vieles gut“ gewesen und man habe zum jetzigen Saisonzeitpunkt gegenüber dem eigenen Plan auch „nur“ drei Punkte zu wenig.

Auch vom Wirbel um den Veh-Abschied will sich Beierlorzer auf dem Weg zum Klassenerhalt nicht ablenken lassen: „Leute kommen, und Leute gehen. Das ist das Fußball-Geschäft. Ich lasse mich davon nicht beeinflussen. Das muss man ausblenden. Armin unterstützt uns wie vorher auch volle Kanne, sowohl das Trainerteam als auch die Spieler. Die Entscheidung ändert nichts an unserer Zusammenarbeit.“ sid

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