03.12.2018

Liverpool

Klopp droht Sperre nach Jubellauf

Foto: dpa

Schon beim BVB fiel Jürgen Klopp durch ausgelassenen Jubel auf. In England könnte dieser den Trainer nun teuer zu stehen kommen.

Der Jubellauf von Jürgen Klopp beim Last-Minute-Erfolg im Merseyside-Derby hat in England für Diskussionen gesorgt. Dass der Teammanager des FC Liverpool nach dem 1:0-Siegtreffer gegen den FC Everton in der sechsten Minute der Nachspielzeit über das halbe Feld gestürmt war, wurde ihm von einigen als Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner ausgelegt.

Mills kritisiert Klopp: "Absolut schockierend"


Der frühere englische Nationalspieler Danny Mills etwa kritisierte den deutschen Trainer für sein Verhalten: "Es ist absolut schockierend, was Klopp da tut. Wenn andere Manager so etwas machen, würden sie ernsthafte Probleme bekommen", sagte der 41-Jährige der BBC: "Aber Klopp ist Medienfreund, jeder mag ihn und es scheint, als könne er nichts falsch machen."

Eine Strafe droht dem ehemaligen BVB-Trainer allerdings schon, schließlich ist es Trainern verboten, während des Spiels die Coachingzone zu verlassen. Auch Klopps Freund David Wagner, Trainer von Huddersfield, wurde 2017 gesperrt, weil er beim Torjubel die Seitenlinie entlang gesprintet war.

Marco Silva, der Teammanager des Stadtrivalen Everton, empfand Klopps ausgelassene Jubelgeste laut eigener Aussage "nicht als respektlos": "Wäre das Tor für uns gefallen, hätte ich womöglich dasselbe getan." Gleichzeitig widersprach der Portugiese jedoch Klopps Behauptung, er habe sich unmittelbar nach Spielschluss bei Silva für sein Verhalten entschuldigt.

Klopp hatte allerdings mindestens auf der anschließenden Pressekonferenz betont: "Ich möchte mich bei Marco Silva entschuldigen. Ich wollte nicht auf den Platz rennen, das war wirklich nicht der Plan, aber so was passiert. Dieses Derby war anders als in den letzten Jahren." Bereits in der Bundesliga hatte Klopp als Trainer von Borussia Dortmund und des FSV Mainz 05 mehrfach ausgelassene Jubelläufe gestartet. tm, sid

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