3. Liga

KFC Uerdingen: Wachablösung zwischen den Pfosten?

Fabian Kleintges-Topoll
24. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Beim KFC Uerdingen hütete erstmals Hidde Jurjus das Tor. Foto: firo

Beim KFC Uerdingen hütete erstmals Hidde Jurjus das Tor. Foto: firo

Beim 2:0-Auswärtssieg in Duisburg stand Hidde Jurjus erstmals für den KFC Uerdingen im Kasten. Der Niederländer erntete viel Lob und könnte Lukas Königshofer dauerhaft auf die Bank verdrängen.

Stefan Krämer zeigte beim Jubeln in der Schauinsland-Reisen-Arena wieder seine gewohnten Emotionen. Am Samstag kehrte er in das Stadion zurück, wo er vor zwei Jahren erstmals für den KFC in der 3. Liga an der Seitenlinie stand. Sieben Änderungen hatte der 53-Jährige im Vergleich zum 0:4-Heimdebakel gegen Wiesbaden vorgenommen, die sich am Ende auszahlten. Nach seinen selbstkritischen Äußerungen am Dienstagabend hat der Trainer wieder die richtigen Entscheidungen getroffen. „Das schnelle Führungstor in der zweiten Halbzeit hat uns in die Karten gespielt“, sagte Krämer nach dem souveränen Auftritt seines Teams.

Auch der Wechsel auf der Torhüterposition hin zu Hidde Jurjus zeigte einen Effekt. Die bisherige Nummer eins Lukas Königshofer wirkte zuletzt nicht immer sicher. Auch bei den fußballerischen Qualitäten ist beim Österreicher noch Luft nach oben. „Jurjus hat es vernünftig gemacht. Wir wollten etwas mehr Ruhe in unser Aufbauspiel bringen“, begründete Stefan Krämer den Tausch. Der 26-Jährige Niederländer kam im August von der PSV Eindhoven nach Krefeld und war zuvor nach De Graafschap verliehen.

Keine Konstanz in der Abwehrbesetzung

„Er war in keiner guten körperlichen Verfassung. Die hat er fleißig aufgeholt“, sagte Krämer, der offen ließ, ob es eine Wachablösung zwischen den Pfosten geben könnte. Doch nicht nur im Tor herrscht beim KFC aktuell keine Konstanz. Abgesehen vom Spiel gegen Wiesbaden am Dienstag nahm Krämer immer mindestens eine Änderung in seiner Viererkette vor. Diesmal rückte Edvinas Girdvainis für Stefan Velkov auf die Innenverteidigerposition neben dem gesetzten Assani Lukimya.

„Stefan Velkov ist talentiert, hat aber gegen Wehen nicht seinen besten Tag erwischt. Edi hat super trainiert. Ich bin froh, dass ich da auswählen kann“, antwortete Krämer auf Nachfrage. Der 53-Jährige wusste aber auch, dass es für die defensiven Abläufe sicherlich nicht von Nachteil wäre, „wenn eine gewisse Eingespieltheit da ist. Ich werde weiter auf die Leistung gucken. Wichtig ist, dass wir solide, kompakt und seriös verteidigen.“ Wenn sein Team das auch gegen den 1. FC Saarbrücken schafft, könnten die Blau-Roten in der Tabelle weiter nach oben klettern.

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