3. Liga

KFC Uerdingen: Maroh gewinnt vor Gericht - weitere Spieler klagen

13. November 2020, 12:21 Uhr
Dominic Maroh bestritt insgesamt 45 Spiele für den KFC Uerdingen. Foto: firo

Dominic Maroh bestritt insgesamt 45 Spiele für den KFC Uerdingen. Foto: firo

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen sorgt zum wiederholten Male für Negativ-Schlagzeilen außerhalb des grünen Rasens. Der KFC hat mit einer Klagewelle ehemaliger bzw. aussortierter Spieler zu kämpfen. Und: Das Arbeitsgericht hat den ersten Spielern Recht gegeben.

Der KFC Uerdingen und der Rechtsstreit mit Angestellten vor dem Krefelder Arbeitsgericht: es ist so etwas wie eine unendliche Geschichte.

Bereits im März 2019 hatte RevierSport über zahlreiche Rechtsstreitigkeiten in drei Jahren berichtet. Gut 18 Monate später darf man gut ein Dutzend Fälle ergänzen. Trainer, Spieler oder Teammanager: der Drittligist schafft es immer wieder, in die Negativ-Schlagzeilen zu geraten. Es geht dabei immer um Geld. 

Jüngstes Beispiel: Dominic Maroh. Der 33-Jährige, der insgesamt 45 Pflichtspiele für die Krefelder absolvierte, hatte wegen ausstehender Gehälter geklagt. Und: Der ehemalige Bundesligaspieler des 1.FC Köln hat die gerichtliche Auseinandersetzung mit dem KFC Uerdingen gewonnen. Wie die "Westdeutsche Zeitung" berichtet, muss der Klub dem gebürtigen Slowenen eine Summe von 150.000 Euro zahlen. Maroh bekam Recht und muss nun weiterhin bezahlt werden. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2021.

Auch Gündüz gewinnt gegen den KFC vor Gericht

Wie RevierSport erfuhr, erlitt der KFC Uerdingen in der vergangenen Woche auch eine Niederlage vor dem Arbeitsgericht gegen Selim Gündüz, der mittlerweile beim Halleschen FC spielt. Hier ging es ebenfalls um nicht bezahlte Gehälter über mehrere Monate. Nach unseren Informationen muss der KFC dem ehemaligen Spieler des VfL Bochum eine mittlere fünfstellige Summe überweisen.

Weitere Gerichtsverhandlungen folgen im November und Dezember

Vor wenigen Monaten legte der KFC Uerdingen dem Trio Maroh, Manuel Konrad und Kevin Großkreutz einen Wechsel nahe. Dem Weltmeister von 2014 wurde letztendlich sogar gekündigt. Großkreutz konnte sich mit dem Verein nicht über eine Reduzierung seiner Bezüge einigen.. 


Während Maroh nun vor Gericht gewann und Konrad seinen Vertrag auflöste, sehen sich die Uerdinger mit Großkreutz am 26. November 2020 vor Gericht wieder. Der ehemalige Dortmunder Borusse klagt mit seinen Anwälten gegen die fristlose Kündigung. Wie RevierSport aus Großkreutz' Umfeld erfuhr, hat sich der 30-Jährige nichts zu Schulden kommen lassen und ist guter Dinge sein Gehalt vor Gericht zu erstreiten. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Es soll sich um eine sechsstellige Summe handeln.

Und es geht weiter: Auch mit Patrick Pflücke, der mittlerweile in Holland für Roda Kerkrade spielt, wird es am 3. Dezember zu einer Verhandlung vor dem Krefelder Arbeitsgericht kommen. Inhalt des Rechtsstreits: ausstehende Gehaltszahlungen.

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13.11.2020 - 21:57 - Außenverteidiger

@Lappi: Wieso zocken Amazon und Tönnies ihre Mitarbeiter ab? Die Arbeiter können sich nicht vernünftig organisieren, um ein Monopol zu schaffen. Wann steigt der Preis? Wenn Arbeiter knapp werden bzw sich organisieren. Der Gesetzgeber muss lediglich dafür sorgen, dass jeder sich an die Gesetze hält.
Damit beim KFC niemand abgezockt wird, klagen die Spieler. Dafür sind Gerichte da.

Ihr Kommunisten müsst mal die Marktwirtschaft verstehen. Wer unterschreibt seinen Arbeitsvertrag? Denke immer der Arbeiter persönlich oder?

Schau mal auf die HP von Brot für die Welt. Die haben ein schönes Beispiel aus Serbien veröffentlicht. (Textilindustrie)

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13.11.2020 - 19:51 - Überdingen

Schön das ihr eure wertvolle Freizeit mit dem KFC UERDINGEN 05 verbringt;)
lab freut sich das der PFC gewonnen hat und hat eine neue Heimat gefunden nachdem er verstoßen wurde.
So werden es immer mehr die uns auf dem Weg nach oben begleiten.
Wir schaffen das; )

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13.11.2020 - 15:12 - lapofgods

Ich hab mich neulich gestritten, welcher Arbeitgeber seine Arbeitnehmer mehr abzuzocken versucht: Amazon, Tönnies oder der PFC Uerdingen? Der PFC hat gewonnen!

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13.11.2020 - 14:57 - @Jane

Ich hab mich neulich gestritten, auf welcher Plattform man die dämlicheren Kommentare lesen kann, Facebook, Instagram oder Reviersport. Reviersport hat gewonnen !

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13.11.2020 - 14:45 - lapofgods

Der PFC steht weiterhin für herausragende Seriosität.

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13.11.2020 - 14:36 - Platzwart_sein_sohn

Glückwunsch an alle Gewinner dieser sinnlosen Prozesse.
@krayerbengel
Haste gut geschätzt. Es sind 15?749,53 Euro für beide Anwälte, Gerichtskosten und Güteverhandlung zuvor.

13.11.2020 - 14:01 - krötenmann

Wie man in Krefeld mit Arbeitnehmern, die sich nichts zu schulden kommen lassen, umgeht, ist schon skandalös.

Und dann wundert man sich allen ernstes warum die Spieler, die jedes Wochenenende auf dem Platz stehen, nicht die volle Leistung abrufen und am ende liegt es natürlich wieder am Trainer.

Traurig.

13.11.2020 - 13:59 - TS2207

Das gibt ein Absturz in die Oberliga, dann ist die große Klappe der Krefelder gestopft!!!
Es gibt 3 Sorten Menschen, gute, Böse und Krefelder ;-)
Alles für den Russen, der ist bald weg!!!

13.11.2020 - 13:34 - Franky4Fingerz

Endlich wieder gute Nachrichten aus Krefeld!

13.11.2020 - 13:24 - RWE51

Wovon sparen, Uerdingen hat überhaupt kein Geld. die sind von ihrem Guru abhängig und irgendwann zieht der die Notbremse und ist weg. Dann viel Spaß. Der wird kein Geld für Verflossene ausgeben.

13.11.2020 - 13:23 - nico_r

Was erwartest Du wenn zwei Amateure wie Weinhart und Ponomarev einen Verein "leiten" ?
Die werden *jeden* Prozess verlieren. Wie sagt der Richter vor dem Arbeitsgericht:
"Der KFC ist wieder da" :-D

13.11.2020 - 13:11 - krayerbengel

Ich kann da ehrlich gesagt, die Krefelder nicht verstehen.
Zu denn 150000€ für Maroh, kommen nochmals locker 10Prozent für Anwalts und Gerichtskosten drauf.
Zumindest das Geld, könnte man sich bei dieser klaren Rechtslage sparen.