3. Liga

KFC Uerdingen: Krämer relativiert Feigenspans Wutrede

Philipp Kappenstein
11. April 2021, 17:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Nach der Last-Minute-Pleite des KFC Uerdingen beim Halleschen FC (2:1) am vergangenen Freitag gab Mike Feigenspan ein emotionales Interview. Hier äußerte der Offensivspieler Kritik, die sein Trainer Stefan Krämer so im Nachhinein nicht stehen lassen wollte. 

Dass die Emotionen bei dem einen oder anderen Spieler des KFC Uerdingen nach der Niederlage beim Halleschen FC am vergangenen Freitag etwas überkochten, konnte man nach der bitteren Last-Minute-Pleite gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf niemandem verübeln. Bis tief in die Schlussphase hinein hatten die Krefelder ihre knappe Führung behalten, bevor der ebenfalls akut abstiegsgefährdete HFC die Partie per Doppelschlag komplett auf den Kopf stellte. 



"Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir müssen so eine Scheiße durchmachen. Das hat mit Normalität nichts mehr zu tun", schimpfte der 25-Jährige bei "Magenta Sport", unter anderem mit Blick auf die Trainingsbedingungen beim KFC. "Wir geben Tag für Tag alles. Aber die Gegebenheiten sind nicht da, um die Leistung zu bringen, die wir brauchen", polterte der Stürmer weiter. 

Krämer sucht keine Ausreden

Die Argumente seines Spielers wollte Trainer Stefan Krämer nach der Niederlage so nicht stehen lassen und korrigierte die geäußerte Kritik. Vielmehr sprach der Coach das aus seiner Sicht wesentliche Problem an, das den KFC nun schon einige Punkte im Kampf gegen den Abstieg gekostet hat.


"Zu schläfrig, zu fahrig, zu passiv" habe seine Mannschaft agiert, was nicht nur in Halle in dieser Saison zu Misserfolgen führte. Auch gegen den TSV 1860 München oder den FSV Zwickau fiel bereits durch frühe Gegentore auf, dass sich Uerdingen in diesem Jahr regelmäßig Auszeiten während der 90 Minuten nimmt. Die Konsequenz hatte der 54-Jährige auch gleich parat.

"Jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Das ist in unserer Situation doppelt bitter", resümierte der Coach. Ein Unterfangen, das sich für den KFC in den nächsten Duellen noch drastischer auswirken könnte. Mit dem SC Verl und Dynamo Dresden warten auf die Uerdinger zwei absolute Top-Teams der Liga, die Tiefschlafphasen noch stringenter ausnutzen dürften als Halle oder Zwickau. 

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Personen

Rubriken

Kommentieren

12.04.2021 - 11:29 - magic75

Fakt ist mal, dass es eine verdiente Niederlage war. Ein Punktgewinn bzw. gar ein Sieg wäre schon ziemlich glücklich gewesen, so sehr ich natürlich darauf gehofft hatte.

Und mal ab von den Erklärungsversuchen bezüglich Schlafmützigkeit usw. muss man einmal mehr allerdings auch nicht verstehen, was der Trainer sich taktisch und insbesondere wechseltaktisch so denkt. Kurz vor Schluss, unmittelbar vor den Gegentoren sogar, Schneider für Albutat, der bis dahin eigentlich einer der Besseren war ... Hm. Vielleicht sollte es bloß Zeit von der Uhr nehmen, letztlich war's aber halt nicht die beste Entscheidung m. M., wie auch andere der teils notgedrungenen Umstellungen.