In Essen

KFC-Keeper zeigt es seinen Kritikern

Fabian Kleintges-Topoll
03. April 2019, 09:32 Uhr

Foto: Mark Bohla

Erst 16 Mal kam Uerdingens Ersatzkeeper Robin Benz in zwei Jahren beim KFC Uerdingen zum Einsatz. Beim 2:0-Sieg im Halbfinale des RS-Niederrheinpokals bei Rot-Weiss Essen zeigte Benz seine wohl beste Leistung im KFC-Dress.


Nach seinem zweijährigen Engagement bei der TSG Sprockhövel wechselte der in der Jugend des VfL Bochum ausgebildete 23-jährige Schlussmann zu Beginn der vergangenen Saison nach Krefeld. In erster Linie, um als Backup hinter Stammtorwart René Vollath bereitzustehen. Die Geduld von Robin Benz, der bisher allerdings meistens nur im Pokal spielen durfte, hat sich spätestens am Dienstagabend bezahlt gemacht. Nach dem Innenbandriss von Vollath rückte der junge Schlussmann beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC Anfang März plötzlich zwischen die Pfosten der Uerdinger.

Dabei bekam Benz, der bereits am 6. Oktober beim 2:1-Sieg gegen Carl-Zeiss Jena sein Drittligadebüt gab, erst im Winter mit Ex-RWO-Torwart Robin Udegbe einen starken Konkurrenten vor die Nase gesetzt. Da auch Udegbe aufgrund einer Schulterverletzung länger fehlt, schlägt zur Zeit die Stunde von Robin Benz. Zwar zeigte der Keeper in seinen bisherigen Einsätzen die eine oder andere Unsicherheit, mit zunehmender Einsatzzeit scheint der 23-Jährige aber nun endgültig beim KFC Uerdingen angekommen zu sein.

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Stefan Aigner beendet seine Torflaute

„Ich genieße die Spiele, die ich im Moment bekomme und versuche einfach weiter meine Leistung abzurufen“, äußerte sich der Torwart mit Blick auf den Konkurrenzkampf eher zurückhaltend. Insgesamt war es aufgrund zahlreicher Paraden wohl nicht nur sein stärkster Auftritt, sondern zugleich auch sein erstes Zu-Null-Spiel für die Krefelder. „Insgesamt war es mehr erleichternd für uns alle. Wir können vieles mitnehmen, vor allem mit Blick auf die Einstellung“, sagte Benz mit Blick auf den bevorstehenden Abstiegskampf in Liga drei.

Eine Glanzleistung beim klassentieferen Gegner aus Essen war es aus Uerdinger Sicht definitiv nicht. Aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Mit den Toren in der sechsten und 41. Minute traf der KFC zum richtigen Moment. Dass ausgerechnet der kriselnde KFC-Dauerbrenner und Vizekapitän Stefan Aigner, der zuletzt erstmals nur auf der Bank saß und seit Anfang Oktober auf seinen siebten Treffer für den KFC warten musste, zur Krefelder Führung traf, war am Ende eher eine Randnotiz: „Es tat auf jeden Fall gut, vor allem aber mal wieder ein Spiel gewonnen zu haben“, fasste Aigner den Pokalfight bei RWE zusammen.

Am Ende war es ein rundum gelungener Abend für alle Spieler, Fans und Verantwortlichen des KFC Uerdingen - in jeglicher Hinsicht.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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Kommentieren

03.04.2019 - 19:33 - firlefanz1905

Vollath sollte am besten gar nicht mehr spielen. Halte ihn nicht für einen guten TW

03.04.2019 - 18:37 - Soao

Er hatte schon gegen Jena zu Null gespielt.

03.04.2019 - 11:42 - UNVEU

Der bessere Torwart hat gestern das Spiel zwischen Not und Elend für den KFC entschieden

03.04.2019 - 11:25 - Emscherkapitän

Obacht, RWE. Nicht dass die Krefelder Wanderklasse nächstes Jahr im Stadion Essen einziehen will! Ist ja ein paar Meter näher als Wattenscheid...