Pokal

KFC-Kapitän über RL-Lizenz und RWE-Fans

02. April 2019, 22:36 Uhr

Foto: mabo Sport

Nach dem 2:0 des KFC Uerdingen bei Rot-Weiss Essen war Mario Erb einer der ersten Spieler, der sich den Fragen der Journalisten stellte. Der KFC-Kapitän war sichtlich erleichtert nach dem Finaleinzug in den RevierSport-Niederrheinpokal.

Die Krefelder sind in der Rückrunde der 3. Liga noch sieglos und warten seit zwölf Begegnungen auf einen Dreier. Das hat man der Mannschaft auch in der ersten Halbzeit angesehen. Die Verunsicherung war in manchen Szenen zu erkennen. Das sah auch Uerdingens Abwehrchef. 

"Die letzten Wochen waren extrem schwer. Es ist einfach geil, wieder mit einem positiven Gefühl aus einem Spiel zu gehen. Denn die letzte Zeit ist für uns alle echt scheiße gelaufen. Wir hatten bei ein, zwei Dingern Glück. Aber das gehört dann auch dazu, wenn man viel Leidenschaft zeigt, dann wird man belohnt. Wir sind über den Sieg in Essen glücklich", sagt der 28-Jährige, der einst bei Alemannia Aachen mit Essens Timo Brauer zusammenspielte.

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Dass es in Essen nicht einfach ist zu gewinnen, weiß auch Erb. Die Stimmung, die die rund 9000 Essener unter den 10.127 Zuschauern am Dienstagabend erzeugten, machte auch auf den Uerdinger Kapitän, der in seiner Karriere 215 Drittligaspiele absolvierte, mächtig Eindruck. Erb: "Dafür spielen wir Fußball. Für so ein Stadion, die Fans, das alles gehört nicht in die Regionalliga. Das gehört Minimum in die 3. Liga. Wenn du dann da oben mitspielst, dann steigert sich das Potential dieses Vereins noch mehr. Da kommen dann noch viel mehr Leute. Essen gehört nicht in die 4. Liga. Das ist ganz klar!"

Der KFC Uerdingen spielt in der 3. Liga und ist bei nur sieben Zählern Vorsprung auf einen Abstiegsplatz noch gefährdet. Der Verein verzichtete jedoch auf die Bewerbungsunterlagen für die kommende Regionalliga-Saison. Das hat man auch in der KFC-Mannschaft wahrgenommen. "Das steht ja in den Medien. Das bekommt man immer mit. Wir haben uns damit aber nicht zu beschäftigen, sondern haben nur unser Soll zu erfüllen. So dass das gar kein Thema wird. Dafür brauchen wir Punkte am Wochenende", betont Erb. 


Der ehemalige Erfurter ergänzt: "Wir müssen jetzt in der Liga am Samstag in Lotte nachlegen. Wir brauchen Punkte und die können wir nur holen, wenn wir so spielen wie in Essen. Das macht uns zuversichtlich. Wenn wir so wie die letzten Wochen auftreten, dann holen wir gar keinen Punkt mehr."

Autor: Krystian Wozniak

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04.04.2019 - 14:52 - Rattenfänger

Ungeachtet der sportlichen Misere sind die Zuschauer in Essen bundesligareif -
im Gegensatz zu F.51 und den übrigen Kanalratten!

03.04.2019 - 21:57 - Gregor

Ja als langjähriger RWE-Fan geht mir dieses Gesülze natürlich immer mehr auf den Wecker. Wir sind seit Jahren nur noch ein durchschnittlicher Regionalligist. Wir haben ein modernes Stadion, aber wie ich gestern wieder feststellen mußte, die Stimmung ist auch nur noch Durchschnitt. Nun ja, kein Wunder bei der gestern gezeigten Leistung. Es muss schon einiges bei uns passieren, daß wir wieder an alte Zeiten anknüpfen können, sowohl sportlich als auch stimmungstechnisch.

03.04.2019 - 12:22 - goleo

@Franki
Die übliche Selbstbeweihräucherung. Wie toll man ist, alle Gegner sind vom Stadion und RWE, dem deutschen Meister von... beeindruckt und eigentlich gehört man mindestens in Bundesliga blah blah blah. 6 Füll-Berichte nur über RWE auf der Regionalliga Seite. Gähn...Man redet sich schon selber stark für nächste Saison, es fließen ja Millionen und man möchte sich für Spieler attraktiv machen. Das man eben nicht alles erkaufen kann, sieht man beim Gegner im Pokal.

03.04.2019 - 11:58 - Vok

Kein Verein hat sich so wie RWE in der 4. Liga eingerichtet und findet sich da ja auch gut zurecht. Potential hin oder her - alles gut.

Beitrag wurde gemeldet

03.04.2019 - 11:16 - Frankiboy51

Ich nehme an, in der RS Redaktion liegt in Plastik eingeschweißter Zettel mit Höflichkeitsfloskeln als Textbausteine.
Da braucht der interviewte Gast dann nur noch drauf zu tippen und der Luftblasensammler braucht dann nur den Buchstaben zu stenographieren.
Die Lobhudeleien zum Nutzer des NRW mitfinanzierten Stadion Eßen sind immer die Gleichen.

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