Kehl verteidigt die Jugendarbeit des BVB

15.01.2019

Dortmund

Kehl verteidigt die Jugendarbeit des BVB

Foto: firo

  Hat der deutsche Fußball derzeit ein Nachwuchsproblem? Sebastian Kehl hat in Frankfurt die Jugendarbeit von Borussia Dortmund verteidigt.

Auch Sebastian Kehl war anwesend, als sich am Dienstag die Elite des deutschen Fußball beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) versammelte. Und der Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund verteidigte in Frankfurt die Jugendarbeit des BVB. „Ich glaube, dass wir in Dortmund ein gutes Beispiel dafür sind, dass man auf Spitzenniveau junge Spieler immer wieder auf den Markt bringen kann“, erklärte Kehl. 


Zuvor hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel vor ausbleibenden Erfolgen in der Nachwuchsarbeit des deutschen Fußballs gewarnt. „Wir spüren, dass wir in den Bereichen der U-Mannschaften und der Nachwuchsleistungszentren der Bundesliga Verbesserungen hinbekommen müssen", meinte Grindel am Rande des Neujahrsempfangs der DFL. „Im Augenblick haben wir da eine Entwicklung in Richtung Engländer, Spanier und Franzosen", ergänzte er.

BVB-Funktionär Kehl: "Herausforderung ist richtig beschrieben"

„Die Herausforderung ist richtig beschrieben“, sagte Kehl. Aber man müsse auch sagen, dass Dortmund einige Profis ausgebildet hätte. „Pulisic ist schon in der Jugend nach Dortmund gekommen. Genauso wie Bruun Larsen. Mario Götze haben wir ausgebildet. Einige von unseren Spielern, die jetzt im Profikader sind, stammen aus der U23“, erklärte der 38-Jährige. Doch auch er sehe die Herausforderung. „Viele junge Spieler aus Frankreich, aus England sind extrem gut ausgebildet, in jungen Jahren bereits. Das macht es uns in der Jugendarbeit sicher nicht einfach“, so Kehl.

Für Grindel müssen in Zukunft "wieder mehr junge Spieler an die Bundesliga herangeführt werden“. Helfen solle dabei auch die neue DFB-Akademie, mit deren Bau in diesem Jahr begonnen werden soll.
Wird der BVB Deutscher Meister?

Sebastian Kehl wurde in Frankfurt natürlich auch zu den Meister-Chancen des BVB befragt. Schließlich führt die Borussia die Tabelle an - mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern. "Die Bayern werden noch mal angreifen. Vielleicht nicht nur die Bayern. Deswegen werden wir weiterhin unsere Hausaufgaben machen müssen“, sagte Kehl. Und er ergänzte: „Sechs Punkte sind nunmal gar nichts. Die Bayern sind heiß. Sie sind hochmotiviert. Wir sind gewappnet. Wir müssen weiterhin auf unserem Weg bleiben.“

Am Samstag tritt Borussia Dortmund zum Rückrundenauftakt bei RB Leipzig an (18.30 Uhr/Sky).


Autor: Marian Laske

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