Tusem, SGS und RWE

Kabinen-Verbot in Essen: Profi-Trio ausgenommen

27. Oktober 2020, 15:05 Uhr
Rot-Weiss Essen darf weiterhin alle Räumlichkeiten des Stadion Essens nutzen. Foto: RS

Rot-Weiss Essen darf weiterhin alle Räumlichkeiten des Stadion Essens nutzen. Foto: RS

Seit Montag, 26. Oktober, hat die Stadt Essen neue Corona-Maßnahmen ins Leben gerufen, die vor allem die städtischen Sportanlagen betreffen. Es herrscht in dieser Woche ein Nutzungsverbot der Kabinen und Vereinsheime. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Die Stadt Essen hat im Zuge der wachsenden Corona-Infektionen neue Maßnahmen beschlossen, die auch den Essener Sportbetrieb betreffen. Diese gelten seit Montag, 26. Oktober. Unter anderem haben die Behörden der Ruhrmetropole entschieden, dass die Umkleidekabinen sowie Vereinsheime auf den städtischen Einrichtungen gesperrt werden und kontaktintensive Trainingsübungen zu vermeiden sind. 

Die vielen Amateurvereine ab Liga fünf trifft das sehr hart. Ausgenommen von dieser Regelung sind derweil drei Essener Profiklubs: Die Bundesliga-Handballer des Tusem, die Bundesliga-Fußballerinnen der SGS sowie die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiss Essen. Auch wenn die Regionalliga keine Profi-Spielklasse ist, darf RWE weiterhin ganz "normal" trainieren und die Räumlichkeiten an der Hafenstraße sowie an der Seumannstraße nutzen.


"Die Profimannschaft von Rot-Weiss Essen kann den Trainings- und Spielbetrieb weiter nutzen. Das gilt auch für das rot-weisse Nachwuchsleistungszentrum an der Seumannstraße. RWE hatte bei uns nach einer Sondergenehmigung angefragt und dieser haben wir zugestimmt. Auch die Olympiastützpunkte der Stadt Essen sind von den Maßnahmen, die bis zum 31. Oktober 2020 gelten, ausgenommen", erklärt Christof Kreuder, stellvertretender Geschäftsführer Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Essen, auf RevierSport-Nachfrage.

Kreuder ergänzt: "Es würde jetzt aber nicht zielführend sein, wenn weitere Vereine nach Sondergenehmigungen fragen beziehungsweise diese beantragen würden. Beim Tusem, der SGS und RWE sowie unseren Olympioniken handelt es sich um Profisportler."

Hoffnung für Dellwig, Schönebeck und Rellinghausen

Jedoch macht Kreuder den drei Essener Niederrheinpokal-Teilnehmern, die am Samstag, 31. Oktober, jeweils ein Heimspiel vor der Brust haben, Hoffnung. "Wir diskutieren aktuell über die Niederrheinpokalspiele am Samstag und versuchen eine vernünftige Regelung zu finden", verrät Kreuder gegenüber RevierSport.

Am kommenden Samstag sollen mit den Bezirksligisten RuWa Dellwig (gegen ETB), SG Schönebeck (gegen Cronenberger SC) sowie Landesligist ESC Rellinghausen (gegen Spvg Schonnebeck) drei Essener Amateurklubs ihre Heimspiele im Niederrheinpokal austragen. Das Problem: Die neuen Corona-Maßnahmen. Nun versucht die Stadt Essen den Klubs zu helfen.

Bereits am Montag hatte RevierSport bei den Vertretern des Essener Niederrheinpokal-Trios nachgefragt, wie man denn die Spiele über die Bühne bringen will.

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28.10.2020 - 19:40 - Bierchen

# Außenverteidiger- 27.10.2020- 17:02

Naja, mit den Gastronomen und Veranstaltern ist man auch nicht zimperlich. Nix mit Vorrang!
Warum eine solche Nebensächlichkeit wie Fußball so protegiert wird und Millionen Menschen
im Gastro- und Hotelgewerbe nicht-- nun wir können es uns denken.

War schon bei den ollen Römern so!

27.10.2020 - 18:37 - fdm1980

@AV
Du hast die Sache vollkommen richtig erkannt.
Ein Verbot käme einem Berufsverbot gleich und dafür gibt es in diesem Land Hohe Hürden. Da reichen keine Verordnungen eines "Möchtegern" Kanzlerkandidaten.
Die Stadt Essen hat Richtig erkannt, das es von jedem Richter gekippt wird. Deswegen auch die Ausnahmen für die drei Profivereine.

27.10.2020 - 17:45 - Du schöner RWE

Habe ich etwas verpass? Seit wann trainiert der ETB unter Profibedingungen?

27.10.2020 - 17:02 - Außenverteidiger

@kullch:Darum geht's nicht. Berufe und Freizeit müssen immer unterschiedlich behandelt werden. Wo Geld verdient wird, herrscht Vorrang. Natürlich ist es sinnlos Freiflächen zu sperren. Allerdings kenne ich viele Mannschaften denen die Vorschriften egal sind. Jeder weiß doch, wie das Verhalten die letzten Wochen war. ;) In der Kreislia kommt's weiterhin zu Ausschreitungen. Denke da eher an andere Sportarten die mir Leid tun. Der Amateurfußball hatte seine Chance.

27.10.2020 - 17:02 - Labernich

Das hat nichts mit schwarz oder rot zu tun, aber wenn man es reduziert ist die Ansteckunggefahr einfach geringer und kontrollierbarer, zumal einige sich an nichts halten. Das sind meist die die jetzt am lautesten schreien.

27.10.2020 - 16:44 - RWEimRheingau

Mal nen bisschen Respekt ja, der Zwerg wird unsere neue Mutti! Wir schaffen das, ne Armin!

27.10.2020 - 16:08 - Sch'tis

@ kullch

Auch wenn ich RWE Fan bin, unterschreibe ich Deine Zeilen zu 1907%.
Aber was verlangt man von dem Land, in dem man wohnt, wenn jedes Bundesland auch ihre eigenen Süppchen kochen ?!

Die Deutschen Gesetze, die Deutschen Entscheidungen, wer soll uns noch für Voll nehmen ?!

Wenn ich schon den Zwerg Laschet sehe und höre ....

27.10.2020 - 15:31 - kullch

Paradebeispiel für den Schwachsinn, der sich momentan auf Entscheiderebene hinsichtlich Pandemie - Maßnahmen abspielt. Der Bazillus kann natürlich zwischen Rot-Weiß und Schwarz-Weiß (Essen) unterscheiden.