Ex-RWE-Trainer

Siewert in England offenbar vor dem Aus

01. April 2019, 21:16 Uhr

Foto: Getty

Ende Januar machte Jan Siewert einen großen Karrieresprung. Ein Angebot von Huddersfield Town führte ihn aus der Regionalliga in die Premier League. Doch sein Abenteuer in England könnte bald beendet sein.

Die größte Herausforderung in der Trainerlaufbahn von Jan Siewert (36) droht ein Fiasko zu werden. Alleine die Fakten würden dazu schon ausreichen. Unter Trainer Siewert wurden acht von neun Spielen in der Premier League verloren. Am vergangenen Wochenende stand der Abstieg aus Englands Eliteliga bereits fest. Sechs Spieltage vor dem Saisonende. Es war der schnellste Abstieg der Liga-Geschichte. Die Verpflichtung Siewerts, der den deutschen Trainer David Wagner ablöste, brachte nicht den erhofften Effekt.


Siewert wirke "befremdlich" auf die Mannschaft

Stattdessen muss der ehemalige Trainer des Regionalligisten Rot-Weiss Essen offenbar schon nach neun Wochen um seinen Job bangen. Denn wie die englische Zeitung "The Times" berichtet, ist eine Weiterbeschäftigung des 36-Jährigen bei Huddersfield Town äußerst fraglich. Der Grund dafür sollen nicht allein die enttäuschenden Ergebnisse sein. Das Medium will erfahren haben, dass es zwischen Siewert und mehreren Spielern gekracht habe. Ihm werde eine "harte Herangehensweise" nachgesagt, die auf die Mannschaft "befremdlich" wirke. Vor allem die erfahrenen Akteure des Kaders hätten ein Problem mit ihrem Trainer, der vor seinem Engagement in England für die Nachwuchsabteilungen des VfL Bochum und Borussia Dortmund arbeitete.

Von Vereinsseite erhielt Siewert jedoch Rückendeckung. Der Klub stehe hinter ihm. Jan Siewert sei der Trainer, "der uns nach vorne bringt." Bei Huddersfield Town steht er noch bis Juni 2021 unter Vertrag.

Siewert hatte das Abenteuer auf der Insel mit Andreas Winkler in Angriff genommen, mit dem er schon an der Essener Hafenstraße zusammenarbeitete und krachend scheiterte. Am 3. April 2016 wurde der Fußballlehrer nach nur neun Monaten bei RWE entlassen. Auch Winklers Amtszeit in Essen war aufgrund sportlicher Erfolgslosigkeit und eines Rechtsstreits mit dem Verein wenig später beendet. Nun stehen dem Duo harte Zeiten im Ausland bevor.

Autor: Martin Herms


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Kommentieren

02.04.2019 - 10:04 - Gregor

Der hätte vielleicht mal bei der Jugendmannschaft von Huddersfield anfangen sollen.
Ich lach mich schlapp. Oder ist das vielleicht ein Aprilscherz?

02.04.2019 - 07:39 - Julius.Oppermann

Bei RWE rief er immer von der Seitenlinie auf das Spielfeld zu seinen Spielern: "Aufräumen!". Ich hatte mir schon überlegt, wie das auf Englisch heißen könnte, vermutlich "Clear up!". Ich hoffe doch, dass er wenigstens das in seiner kurzen England-Zeit gelernt hat. Mehr dürfte es aber auch nicht sein.
Der große Gewinner ist RWE, weil man dort recht behielt über diesen Übungsleiter. Man muss sich allenfalls wundern, dass die Briten so einen Trainer aus der deutschen Provinz holten. Es muss in England schlecht bestellt sein um das einheimische Trainer-Angebot.

02.04.2019 - 07:16 - Bierchen

Ich denke Siewert & Winkler werden nach den paar lockren Trainingseinheiten mit Hütchen in Huddersfield nicht darben müssen.

02.04.2019 - 01:38 - Frankiboy51

Im Westen nichts neues ?

01.04.2019 - 22:28 - Wunderhase

Hat die Ausstrahlung leeren Papiertüte. Egal wo, nie wirklich Erfolg gehabt. Der Cotrainer genauso farblos.

01.04.2019 - 21:56 - westkurver

Ich finde, Siewert ist schon fast richtig. Was suchte er immer? Teamgeister!
Wo tummeln sich die Geisater nur so? In engliscchen Schlössern.
Er sollte beginnen zu Ghostbusten. Irgendwann fällt ihm auch ein Teamgeist in die Hand, den er dann abrichten kann.
Schon gehts steil mit der Trainerkarriere, Winkler huckepack.
Ach ja, 1. April ist auch.

01.04.2019 - 21:49 - Brückenschänke

Siewert und Winkler, ein Duo Infernale. Für die Jugendabteilungen z.T. brauchbar, für den "Erwachsenen-Fußball" nachgewiesenermaßen ungeeignet.

01.04.2019 - 21:37 - Malocher74

Nächster KFC Trainer nach der Niederlage morgen. Die Medien verbreiten es schon!