2. Bundesliga

Jan Gyamerah: Ex-Bochum-Talent nimmt Anlauf für die Nationalmannschaft

Stefan Loyda
05. November 2020, 12:43 Uhr
Jan Gyamerah will sich auch in der Nationalmannschaft Ghanas durchsetzen. Foto: dpa

Jan Gyamerah will sich auch in der Nationalmannschaft Ghanas durchsetzen. Foto: dpa

Jan Gyamerah schaffte einst beim VfL Bochum den Sprung in den Profibereich. Mittlerweile ist der Abwehrspieler Stammkraft beim Hamburger SV, dem Tabellenführer der 2. Bundesliga, und nimmt Angriff auf die Nationalmannschaft von Ghana.

Dass die Karriere von Jan Gyamerah noch einmal so Fahrt auf nehmen würde, hätte vor einigen Jahren vermutlich kaum einer gedacht. Nachdem der gelernte Rechtsverteidiger den Sprung aus der Jugend des VfL Bochum zu den Profis schaffte, wurde er immer wieder vom Verletzungspech gestoppt. Zwischen dem 7. Februar 2014 und dem 13. August 2016 absolvierte er zweieinhalb Jahre verletzungsbedingt kein einziges Pflichtspiel. Dennoch kämpfte sich der ehemalige U-Nationalspieler Deutschlands wieder zurück. 

Im Sommer 2019 verließ er das Ruhrgebiet und schloss sich dem Hamburger SV an. Ein Karrieresprung, doch auch dort hatte er nicht immer Glück und zog sich einen Wadenbeinbruch zu. Seitdem, sagt er in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt am Donnerstag, genieße er den Fußball viel bewusster: "Das klingt vielleicht komisch, aber ich habe momentan einfach Spaß. Zwischendurch hatte ich die Sorge, dass ich das Ganze vielleicht zu locker nehmen könnte." Zudem lobt er die Arbeit mit HSV-Reflexionscoach Martin Daxls:  „Ich habe gemerkt, dass es mir einfach hilft, mich mit ihm zu unterhalten“, sagte der 25-Jährige. Er denke, „dass sich auch ganz viel im Kopf entscheidet. Da kann man noch einige Prozente rausholen.“

Unter dem neuen Trainer Daniel Thioune ist Gyamerah wieder Stammkraft und hat nun ein neues, großes Ziel vor Augen: die Nationalmannschaft Ghanas: „Für mich wäre es ein Traum, für Ghana zu spielen. Seit der WM 2006 bin ich ein großer Fan der Black Stars“, sagte der Sohn eines ghanaischen Vaters und einer deutschen Mutter. Schon bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 habe er seinem Vater gesagt, dass er „unbedingt mal für Ghana spielen“ wolle. sl mit dpa

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