Zwölf Punkte aus den fünf Spielen seit der Winterpause, Tabellenplatz fünf in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Der Erfolg der Spvgg Erkenschwick ist eng mit Ahmet Inal verbunden, doch der Übungsleiter will die Lorbeeren dafür eigentlich gar nicht ernten. 

WL

Inal will kein Erfolgstrainer sein

24. März 2019, 20:51 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Zwölf Punkte aus den fünf Spielen seit der Winterpause, Tabellenplatz fünf in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Der Erfolg der Spvgg Erkenschwick ist eng mit Ahmet Inal verbunden, doch der Übungsleiter will die Lorbeeren dafür eigentlich gar nicht ernten. 

Als Mario Plechaty, Trainer des Lüner SV, seinem Gegenüber Inal nach dem 3:0-Sieg der Erkenschwicker gratulierte war es dem Coach des Tabellenfünften schon fast etwas unangenehm. Er bedankte sich zwar sofort bei seinem Trainerkollegen, lenkte die Aufmerksamkeit aber auch postwendend auf die Mannschaft und sagte: „Die Jungs haben es einfach überragend gemacht.“

Inal ist kein Fan davon, sich den Erfolg auf die eigene Kappe zu schreiben, wenngleich es auch zu einem großen Teil sein Verdienst ist. „Ich glaube nicht, dass es jetzt am Trainer liegt, weil ich immer wieder höre Erfolgstrainer hier, Erfolgstrainer da. Die Jungs machen es einfach hervorragend, ich muss nicht viel machen.“

Dennoch ist der Zusammenhang vom sportlichen Erfolg und der Beschäftigung von Ahmet Inal als Trainer nicht von der Hand zu weisen. Unter seiner Regie gewann die Spielvereinigung sechs ihrer acht Spiele und mauserte sich immer mehr zur Spitzenmannschaft. Als Inal die Mannschaft Ende November 2018 von Rene Lewejohann übernahm, lag das Team auf dem neunten Tabellenplatz, weit abgeschlagen hinter den Topteams.

Der Rückstand auf den Spitzenreiter TuS 05 Sinsen beträgt zwar 15 Punkte, doch den zeitweise großen Abstand zur restlichen Spitzengruppe konnte die Spielvereinigung nahezu aufholen. Der Tabellenzweite RSV Meinerzhagen ist noch neun Punkte entfernt, hat jedoch auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Was möglich gewesen wäre, hätte der Coach schon früher das Ruder übernommen und eine ähnliche Serie hingelegt, lässt sich nur erahnen, für die kommende Saison dürften die Erkenschwicker in dieser Verfassung aber sicherlich zu den Top-Kandidaten auf den Aufstieg in die Oberliga Westfalen zählen.

Für welchen Platz es am Ende reicht, wird sich zeigen, doch bei den kommenden Partien gegen die Abstiegskandidaten BSV Schüren und Westfalia Wickede können die Erkenschwicker weiterhin den Grundstein legen, um nicht nur eine gute Endplatzierung in dieser Saison zu erreichen, sondern sich schon für die kommende Spielzeit in Form zu schießen. Und wenn es dann noch höher hinaus geht, kann sich Ahmet Inal nicht mehr vor dem Begriff „Erfolgstrainer“ drücken.

Autor: Leon Koch 

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