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In Kray: Gefühlte Niederlage für Schonnebeck

Charmaine Fischer
08. September 2019, 18:47 Uhr

Foto: Michael Gohl

Im Derby gegen die SpVg Schonnebeck drehte Oberliga-Aufsteiger FC Kray einen 0:2-Rückstand und schaffte am Ende dank eines Last-Minute Treffers durch Nico Köhler (94.) ein 2:2 gegen den favorisierten Stadtrivalen.

„Der Ausgleich war definitiv verdient, da dürfen wir uns nicht beschweren. Wir haben viel zu wenig für das Spiel getan“, monierte SpVg-Trainer Dirk Tönnies nach der Partie. Auch FCK-Coach Philip Kruppe fand die Punkteteilung mehr als gerechtfertigt: „Das Ergebnis ist hochverdient, meine Mannschaft war über die 90 Minuten nicht das schwächere Team“, befand er.

In der ersten Halbzeit hatten die Krayer mehr Spielanteil und erkämpften sich mehr Ballbesitz, doch die Schonnebecker erwiesen sich als das effektivere Team und gingen durch Marc Enger (36.) und Emre Kilav (46.) mit 2:0 in Führung. „Wir lagen da leider aufgrund von zwei individuellen Fehlern zur Halbzeit zurück. Aber in der Kabine habe ich den Jungs gesagt, dass alles noch offen ist und sie einfach spielen sollen, als würde es 0:0 stehen. Wir haben dann wieder eine starke Mentalität bewiesen und nochmal alles in die Waagschale geworfen“, lobte Kruppe den Kampfgeist seiner Mannschaft. 


Die Halbzeit-Ansprache des Coaches schien bei den Krayern angekommen zu sein: Direkt nach Wiederanpfiff gab es eine Ecke für die Mannschaft, infolgedessen drückte Girolamo Tomasello (47.) den Ball über die Linie und verkürzte auf 1:2.

Kurz vor Schluss bewies Kruppe ein goldrichtiges Händchen und wechselte Köhler für Duc Anh Nguyen Nhu ein. Mit dem Abpfiff traf Köhler zum umjubelten 2:2-Ausgleich. „Den Treffer hat sich Nico verdient, er hat die ganze Woche über sehr hart gearbeitet. Ich freue mich für ihn“, erzählte Kruppe.

„Das war eine gefühlte Niederlage, aber für Kray war der Ausgleich verdient. Wir hatten zwar auch unsere zwei bis drei Chancen, die wir hätten reinmachen können, aber wir haben dann noch mit dem letzten Angriff das 2:2 bekommen“, ärgerte sich Tönnies und lobte gleichzeitig die Leistung seines Gegners. 

Mit dem Unentschieden bleibt die SpVg mit 14 Punkten weiter auf dem zweiten Tabellenplatz der Oberliga Niederrhein. Auch der FCK kann seine Platzierung halten und befindet sich weiterhin mit 13 Zählern auf dem dritten Rang.

Für beide Essener Vereine stehen am kommenden Sonntag harte Duelle auf dem Programm. Während die Schonnebecker zum viertplatzierten 1. FC Monheim müssen, trifft das Team von der Buderusstraße auf Spitzenreiter SV Straelen, die in der bisherigen Spielzeit noch ohne einen einzigen Punktverlust sind. Anstoß beider Partien ist um 15 Uhr. 

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09.09.2019 - 18:28 - Dietmar Weber

JHase
Wenn Sie der Meinung sind, die Schonnebecker hätten eine eigene Zapfanlage mit zum Spiel nach Kray gebracht, dann hoffe ich doch sehr, dass sie nicht die Zapfanlage auf der Tribüne meinen. Dort wurde nämlich bezahlt. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Schonnebeck in Kray Bier verkauft.
Des Weiteren finde ich "Auswärtssieg"-Rufe verglichen mit "Schonnebecker Pimmellecker"-Rufen, eher einen schlechten Vergleich.
Natürlich muss ich Teile des Krayer Publikums von diesen einfachen Menschen herausnehmen. Aber bezeichnend ist, dass ein Herr Oberholz ja genau mitten unter diesem Pöbel steht und auch wild nach Karten für den Gegner schreit. Sagt auch viel über diesen Verein aus.

09.09.2019 - 09:31 - Lackschuh

JHase

Zum Spaziergang: Straelen ist einfach von den Möglichkeiten in einer ganz, ganz anderen Liga als andere Teams unterwegs. Sollten Schonnebeck und Kray auf Tuchfühlung bleiben können, dann wäre das für mich verdammt viel!

09.09.2019 - 08:57 - dirk schomburg

Dem sachlichen und aus meiner Sicht absolut korrektem Kommentar von JHase ist absolut nichts hinzuzufügen. Herrn Weber würde ich bitten seine Sichtweise ( teilweise absolut berechtigt) nicht zu verallgemeinern, da sich ein Großteil des Krayer Publikums ( und dazu zähle ich mich auch) absolut korrekt verhält!!!!!!!!!!

08.09.2019 - 23:12 - JHase

Wer grölte denn ständig von der linken Tribünenseite ins Spiel, provozierte mit "Auswärtssieg"-Gesängen, hatte eine Bierzapfanlage dabei und wurde von Minute zu Minute betrunkener und damit peinlicher? Eben. Als neutraler Zuschauer fand ich das Auftreten von Teilen der Auswärtsfans unter aller Kanone.

Als Schonnebecker Fan sollte man doch froh sein über den unverdienten Punkt. In Hz1 mit 9 Mann Verteidigung, in Hz 2 sogar mit 10. Ist doch peinlich, wenn man sich für ein Spitzenteam hält und mindestens 15x im Spiel den Ball bei Gefahr ins Aus schlägt. Spielerisch war Kray eine Klasse besser und hatte den Sieg verdient. Dank der Schiedsrichter wurde weder das Nachtreten des Schonbeckers gegen den TW mit dem notwendigen Rot bestraft, hatte Ketsatis Glück, dass er nicht Gelb-Rot sah und Schneider, dass sein ständiges Festhalten und Niederreißen nicht einen Elfer gab. Was Schonnebeck gut kann und das ist nicht als Lob gemeint, ist das ständige Lamentieren und Zeitschinden bei jedem Foul, Einwurf, Abstoß. Jede Auswechslung dauert dort mindestens 3 Minuten und nach 60 Minuten sind 2/3 der Elf konditionell am Ende. Gratulation nach Straelen, das wird ein Spaziergang durch die Oberliga.

08.09.2019 - 20:16 - Dietmar Weber

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