05.12.2018

RL

Im Stadion Niederrhein ist RWO eine Macht

Foto: Micha Korb

Gegen Borussia Mönchengladbachs U23 gelang Rot-Weiß Oberhausen am letzten Freitag erneut ein Heimsieg. Das Stadion Niederrhein ist bei Ligaspielen in dieser Saison eine Festung.

Nicht wenige träumen bei Rot-Weiß Oberhausen davon, dass es dieses Jahr was wird mit dem ganz großen Wurf. Weil der Meister der Regionalliga West in dieser Saison direkt in die 3. Liga aufsteigen darf, ist die Spitze natürlich begehrt wie selten zuvor. Nach dem enttäuschenden 0:1 gegen den SV Straelen schien ebendiese Spitze für RWO aber wieder in weite Ferne gerückt zu sein. Gegen die deutlich höher gehandelte U23 von Borussia Mönchengladbach gelang den Rot-Weißen aber die Wiedergutmachung vor heimischer Kulisse. Kein Wunder, denn die Kleeblätter sind zuhause so stark wie lange nicht mehr.

„Mit den Fans im Rücken ist es natürlich schöner“, gab Yassin Ben Balla, Torschütze zum entscheidenden 2:0 gegen Gladbach, zu. Dass die Elf von Mike Terranova am liebsten im heimischen Stadion Niederrhein spielt und vor allem punktet zeigt auch die Statistik: In neun Liga-Heimspielen blieb RWO sieben Mal unbesiegt. Fünf dieser sieben Spiele wurden gewonnen. Den Kürzeren zog man nur gegen den Spitzenreiter Viktoria Köln (0:2) und den Aufsteiger Kaan-Marienborn. „Gegen die Viktoria kann man immer mal verlieren. Sie sind bekanntlich sehr stark. Gegen Kaan-Marienborn haben wir es selbst vermasselt, das wissen wir alle“, erklärte Sportchef Jörn Nowak die beiden Heimniederlagen.

Zuschauerresonanz im Niederrheinpokal enttäuschend  enttäuschend, Heim-Showdown gegen BVB

Abseits der Meisterschaft gab es allerdings auch zwei Pleiten vor dem eigenen Publikum zu verdauen. Im DFB-Pokal gegen Sandhausen - eine richtige 0:6-Klatsche. Dazu das Aus im RevierSport-Niederrheinpokal im Elfmeterschießen gegen den Oberligisten aus Velbert. Wo auch die Unterstützung fragwürdig war, denn es kamen nur 710 Zuschauer. Nowak: "In dem Spiel gab es insgesamt wenig Unterstützung."


Wie es anders geht, zeigt die Meisterschaft. „Mit der Stimmung der neuen Tribüne ist es natürlich nochmal etwas anderes,“ sagt Abwehrchef Jannik Löhden. Seiner Meinung nach ist die enorme Heimstärke seiner Mannschaft der Schlüssel zum diesjährigen Erfolg: „Natürlich wollen wir das Stadion Niederrhein wieder zur Festung machen“, sagt er. Kollege Ben Balla sieht das ähnlich, zeigt sich aber auch enorm ehrgeizig, was die Auswärtsauftritte angeht: „Natürlich ist es schöner zuhause zu gewinnen vor unseren eigenen Fans, aber wir wollen auch auswärts punkten. Wir wollen alles gewinnen.“

Die Möglichkeit auf den nächsten wichtigen Sieg, um weiter vom Aufstieg träumen zu können, haben die Oberhausener am kommenden Samstag im Auswärtsspiel gegen die Alemannia aus Aachen (Tivoli, 14 Uhr). Das Hinspiel gewann RWO spektakulär mit 3:2. Im nächsten Heimspiel ist dann die U23 des BVB zu Gast und fordert die Kleeblätter im Duell der Verfolger zur ersten kleineren Vorentscheidung im Aufstiegskampf (15.12., 15:30). Autor: Philip Ronden

Kommentieren

05.12.2018 - 16:59 - Hotteköln

Und nach der Winterpause zur Viktoria. Die nächsten drei Spiele werden zeigen wie weit sie wirklich sind. Danach darf geträumt werden oder sich auf die nächste Saison vorbereiten.

05.12.2018 - 16:36 - Frankiboy51

Um das Match gegen BVB II stattfinden zu lassen, sollten die Verantwortlichen der GmbH & Co KG aA aber zeitgerecht die notwendige Gebühr von € 30.000,- für das Sparring ihres Millionärsnachwuchs überweisen.
Keiner kann von mir und meinem RWO verlangen, als Sponsor diese Millionenunternehmens zu gelten.
Das gilt natürlich nur für die U-23. Falls Oberhausen auch noch als Reha für wenig spielende Profis des Konzerns dienen soll, schlage ich vor, RWO wird mit 1% des Handelswertes bedacht. Diese Summe ist ja leicht im TM zu ermitteln.

Btw. Hat BVB eigentlich ihren Anteil der € 100.000,- Kosten des Ausfalls wegen des Türkenpaschas gezahlt ?

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken