Nach Schalke-Pleite

Huub Stevens watscht ARD-Reporter ab

04. April 2019, 17:38 Uhr

Foto: Firo

Der FC Schalke 04 hat das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen mit 0:2 (0:0) verloren. Trainer Huub Stevens war nach dem Spiel sehr schlecht gelaunt.

Journalisten, die Huub Stevens (65) während seiner langen und erfolgreichen Trainerlaufbahn begleitet haben, wissen, dass Interviews mit dem Schalke-Trainer nicht immer harmonisch verlaufen. Erst recht nicht nach bitteren Niederlagen. Eine solche hat der Schalker Jahrhunderttrainer am Mittwochabend mit seiner Mannschaft einstecken müssen. Mit 0:2 (0:0) verloren die Königsblauen ihr Pokalspiel vor heimischem Publikum gegen Werder Bremen. Der Traum von Europa ist ausgeträumt. Nun zählt nur noch der Klassenerhalt in der Bundesliga. Schalke spielte gegen Werder schwach und ging verdient als Verlierer vom Platz. 


Die Wut, die sich bei Stevens ob der enttäuschenden Leistung seiner Spieler angestaut hatte, bekam ARD-Reporter Jürgen Bergener zu spüren. Der S04-Trainer hatte offenbar keine Lust auf das Interview und ließ den Reporter mehrfach auflaufen. Schon zu Beginn verweigerte er diesem den Handschlag. In der Folge würdigte er seinen Gesprächspartner keines Blickes. Stattdessen starrte der Niederländer auf die leeren Zuschauerränge der Veltins-Arena. Seine schlechte Laune stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Schalke-Trainer Stevens: "Ich weiß, woran es liegt"

Bei seinen Antworten war Stevens kurz angebunden. Es entwickelte sich ein zähes Gespräch. "Dass wir ausgeschieden sind", antwortete er auf die Frage, was ihm durch den Kopf gehe. Bergener bat den Schalke-Trainer um eine Begründung. "Weil Werder Bremen besser war", entgegnete Stevens. Den Reporter schaute er dabei nicht an.

In der Folge wurde es noch ungemütlicher. Stevens äußerte dann einen Satz, der Raum für Spekulationen lässt: "Ich kann nicht alles sagen. Ich weiß, woran es liegt." Als Bergener nachfragte, woran es denn liege, fing er sich den nächsten Konter des Schalkers ein: "Das brauche ich Ihnen doch nicht zu sagen. Das ist schade für Sie, aber Sie denken doch nicht, dass ich verrückt bin!“

Nach knapp 90 Sekunden waren Stevens und der ARD-Reporter erlöst. Doch auch auf der folgenden Pressekonferenz stellte der 65-Jährige unter Beweis, warum man ihm einst den Spitznamen "der Knurrer von Kerkrade" gab. "Du kannst fragen, aber du kriegst keine Antwort darauf", sagte er zu einem Journalisten, der ihm eine Frage gestellt hatte. 

Schalke und sein Trainer machten an diesem Abend wirklich nicht die beste Figur.

Autor: Martin Herms



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06.04.2019 - 12:00 - easybyter

Uth kann nichts, deshalb hat er auch bei Hoffenheim 14 Tore geschossen und einige Assists geliefert. Er ist jetzt das zweite Mal schwer verletzt. HIer wird einfach der Frust abgelassen ohne Sinn und Verstand. Hohles Bashing ohne Fakten und dann die gewählte Sprache, da passt das Nieveau zum leeren Inhalt. Auf einmal sind die Spieler Legionäre, als ob in den Bundesligamannschaften nur regionale Größen auflaufen würden. Das Ganze ist doch schon seit Jahren so, dass die Spieler aus allen Ländern kommen, aber wenn es nicht läuft, dann sind es eben Legionäre. Ich kann mich noch gut erinnern, dass zu Beginn der Saison die Transfers von Heidel von vielen sehr begrüßt worden sind, die ihn jetzt nieder machen. Alles Besserwisser, die im Nachhinein immer genau wissen ,was falsch und was richtig war. Vor einigen Wochen war Hecking z.B. in Gladbach noch der King, jetzt hat Eberl ihn zum Saisonende rausgeschmissen. Ich würde denen gönnen, dass sie mit dem neuen Startrainer auf die Nase fallen. In Wolfsburg trennt man sich von Labdia, der den Karren da aus dem Dreck gezogen hat. Welcher gute Mann tut sich Schalke in der nächsten Saison an? Die werden es sehr schwer haben, einen guten Trainer zu verpflichten.

05.04.2019 - 16:00 - luko1944

asaph--Ich habe schon einige Ihrer geistreichen Kommentare gelesen.Punkkt1 Schalke Hasser Punkt 2 Von nichts
eine Ahnung aber davon viel.Sie sollten sich lieber Gedanken über denn restlichen Ruhrschrott machen. Ausser BVB.

05.04.2019 - 13:02 - Mike S04

Übigens - wer hat die erfolgreichen Trainer für den BVB abgestellt - Heidel. Heidel = Feind S04. Also alles vollkommen logisch, alle Kohle rausschmeissen, den dümmsten Trainer verpflichten ( im Sinne von Unerfahrenheit ) und den Kader mit Legionären vollscheißen, die mit S04 so gar nichts am Hut haben, aber Gehälter wie bei den Bauern bekommen

05.04.2019 - 12:54 - Mike S04

wenns gut laüft noch 15. Gegen Frankfurt wird Huub, wenn nicht ein Wunder passiert, mit 3 bis 4 zu 0 klarkommen müsssen. Ich habs schon oft gesagt, der Heidel war ein Agent vom BVB. Das H.S. sich dass antut, verdient Respekt, riskiert er doch seine Jahrhundettrainerwürde. Den Hype um Uth kann ich nicht verstehen, der kann nichts und ist auf Schalke auf Zweitliganiveau. Das der ausfällt, finde ich positiv, da dann die jungen Unverbrauchten eine Chance bekommen. Uth kommt mir vor wie der Rumänne neulich.. Name vergessen... nicht erinnerungswürdig

05.04.2019 - 12:24 - asaph

Stevens ist ein vollkommen überholtes Auslaufmodell. Bin mal gespannt wie S04 nach der Niederlage gegen den VfB reagieren wird...

05.04.2019 - 09:50 - easybyter

Ich kann Stevens gut verstehen, denn einige der Jounalisten weiden sich darin, Schalke nieder zu machen. Jubeln den Gegner hoch, der ebenfalls nicht so gut aber etwas glücklicher gespielt hat. Wenn ich manche Kommentare höre oder lese, wünsche ich mir seriösen Jounalismus und nicht dieses ergebnisorientierte einseitige Geschwafel. Stevens lässt sich das eben nicht gefallen und das ist auch gut so. Die Fragen sind doch oft provozierend und manchmal auch dümmlich.

05.04.2019 - 09:16 - Gemare

Bei allem Respekt vor Huub Stevens,aber diese blöde Reaktion gegenüber den Reportern kann er sich abgewöhnen.Er ist VOR dem Spiel auch nicht besser drauf,und auf eine vernünftige Frage kann er auch vernünftig antworten! Wenn er absolut keine Lust auf Fragen hat soll er das doch vorher sagen und einen anderen schicken.
Auch Ausschnitte aus Pressekonferenzen werfen kein gutes Licht auf seinen Stil ! Oder bekommt er IMMER dumme Fragen gestellt ?

05.04.2019 - 08:24 - luko1944

Hub weiter so lass Dich vom Reporterdreck nicht einwickeln ebenso von den Revierfreunden aus Bochum und
soweiter.

05.04.2019 - 05:31 - Besserwisser64

TV Sender zahlen ne Menge Kohle für Fussball Übertragungen und daher haben diese auch das Recht davor und danach Interviews zu führen; das ist ihr Job. Leider zeigen einige Trainer, auch Stevens, gerade nach Niederlagen wenig Contenance. Im vorliegenden Fall hat das nix mit "abwatschen" zu tun, sondern ist vielmehr schlechter Stil und zeigt mangelnden Respekt gegenüber seinem Gegenüber.

05.04.2019 - 05:27 - User1

Ich finde übrigens auch, das Interwiews direkt nach Spielende nicht sein müssen.
Wenn ich mir n Spiel im Stadion anschaue, hab ich nach dem Spiel auch nicht gleich ein Statement eines Spielers oder Trainers.

05.04.2019 - 04:53 - User1

Ich weiss nicht, was an der Frage hohl ist, wenn ein Reporter fragt, wie ein Trainer das Spiel aus seiner Sicht gesehen hat. Mal anders gesagt: welche Frage sollte man denn stellen, die Stevens gerecht wird.
Der Typ hatte einfach nach der Pleite keinen Bock auf egal welche Fragen! Keiner hat ihn gezwungen, Büskens wäre wohl besser gewesen. Ichals Bochumer kenne solche Interwiews noch von Verbeek.
Ich glaub, die Holländer sind schlechte Verlierer!!

04.04.2019 - 22:03 - datgeht

So und nicht anders sollte man mit Reportern umgehen. Die penetrante und oft hohle Fragerei von ARD, ZDF und insbesondere von Sky Reporter ist oft so nervtötend., Da ist es für mich verwunderlich das nicht schon ein Spieler, Trainer oder Manager sein Gegenüber das Mikro zum Abendbrot in den Hals gesteckt hat. Also erst einmal allen Zeit geben um runterzukommen, und dann vernünftige (nicht wie oft geschehen, provozierende) Fragen stellen. Wie sagte Nemec einmal: Bin hier zum Fußball spielen, nicht zum reden.

04.04.2019 - 21:49 - KB1904

"Martin Herms macht mit diesem Kommentar wirklich nicht die beste Figur"

04.04.2019 - 21:48 - User1

Wer wollte dem den auf der Nase rumtanzen, Linksaussen?
Absolut arroganter Mensch, dieser Holländer!

04.04.2019 - 21:44 - Linksaussen

Huub lässt sich eben nicht auf der Nase herumtanzen und nicht instrumentalisieren. Sehr gut so!
Und dieser Schlussatz von Martin Herms sagt viel über Martin Herms und seine Beziehung zu Schalke, aber leider nichts Handfestes zur Sache. Nicht professionell. Als ob es darum geht, bei der nervigen Reporterfragerei eine gute Figur zu machen. Was für ein Flachsinn.

04.04.2019 - 21:43 - Linksaussen

Huub lässt sich eben nicht auf der Nase herumtanzen und nicht instrumentalisieren. Sehr gut so!
Und dieser Schlussatz von Martin Herms sagt viel über Martin Herms und seine Beziehung zu Schalke, aber leider nichts Handfestes zur Sache. Nicht professionell.

04.04.2019 - 20:39 - yayabinx

Ich liebe es so wie es ist. Reporter sind oftmals penetrant. Das kann bei Huub auch mal nach hinten losgehen. Die Reporter versuchen ja immer mit geschickter Fragerei Interna aus den Interviewpartnern rauszukriegen. Das klappt bei Huub nicht. Außerdem: Was waren die berühmtesten Interviews oder Pressekonferenzen? Genau Giovanni Trappatoni und Rudi Völler. Oder der Mourino wenn er gut drauf ist. Da werden wir wenigstens bei den Interviews von Huub noch was zu lachen bekommen dieses Jahr. Beim Fußball wird das schwieriger.

04.04.2019 - 20:17 - Gregor

Auch für Huub Stevens ist die Zeit nicht stehen geblieben. Das hat dieses Interview deutlich gezeigt.

04.04.2019 - 19:45 - gerdstolli

Mit dieser Art der Interview-Führung stellt Stevens neben der miserablen sportlichen Leistung dem Verein ein weiteres Armutszeugnis aus. Ich glaube, es wird ihm langsam bewusst, auf was er sich da eingelassen hat. Er kann auch keine Tore schießen, aber man sollte dem Reporter gegenüber fair bleiben und versuchen, anständige Antworten zu geben. Die tun auch nur ihren Job. Und das gehört auch zur Sportlichkeit, die Stevens immer predigt!

04.04.2019 - 19:13 - Moses

Ich weiß was, aber sag es nicht, he, he, he...
„Sie denken doch nicht, dass ich verrückt bin!“ Nein, das denken wir nicht, aber es wirkte irgendwie senil. Alles hat seine Zeit.