Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat sich vor seinen Profi Toni Leistner gestellt, der nach der Erstrunden-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden (1:4) einen Zuschauer attackiert hatte.

2. Bundesliga

HSV-Sportvorstand Boldt: Leistner wird nicht "an Pranger gestellt"

15. September 2020, 17:06 Uhr
HSV-Profi Toni Leistner (r.). Foto: dpa

HSV-Profi Toni Leistner (r.). Foto: dpa

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat sich vor seinen Profi Toni Leistner gestellt, der nach der Erstrunden-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden (1:4) einen Zuschauer attackiert hatte.

„Wir haben die Aktion am Abend in Dresden aufgearbeitet, uns die vorhandenen Videosequenzen angeschaut und uns auch die Berichte der Augen- und Ohrenzeugen zukommen lassen“, teilte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt am Dienstag mit. „Wir haben ihm sehr deutlich mitgeteilt, dass wir den Vorfall nicht tolerieren, gutheißen, dass wir einen internen Umgang damit finden müssen und werden. Wir haben ihm aber auch versichert, dass er aufgrund seiner Handlung jetzt nicht von uns fallengelassen oder an den Pranger gestellt wird.“

Eine Strafe wurde vorerst nicht verhängt. Mit der „internen Vorgehensweise“ werde sich der Verein jetzt beschäftigen, heißt es. Boldt erklärte: „Das Niveau der Kommentare, die sich Toni aus dem Block anhören musste, ist unsäglich und leider keine Ausnahme mehr. Gegen solch drastische Beschimpfungen, ob beleidigend, homophob oder rassistisch, müssen wir im Fußball und auch in der Gesellschaft vorgehen.“ dpa

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16.09.2020 - 12:52 - Idefix a.D.

Moin, moin zusammen!

Also ich finde es auf der einen Seite gut, wenn der Verein den Spieler "schützen" möchte - andererseits halte ich es aber auch für fragwürdig, wenn es keine "interne Strafen" geben sollte. Der DFB wird eine Sperre von rd. 4 Spielen +/- 1 Spiel erheben. Aber - der "Schmährufer" sollte auch empfindlich bestraft werden, wenn da wirklich heftige Beleidigungen gegenüber Spieler und dessen Familie gefallen sein sollten. Das Verhalten einiger Deppen muss langsam mal eingestellt werden!

1848 blau-weiße Grüße

15.09.2020 - 21:53 - Kuk

Haß, Hetze, Beleidigungen und Gewalt sind unsportlich !
Wer braucht solche Fake-Fans ?
Warum haben die Ordnungskräfte die Personalien nicht aufgenommen ???

Gut, dass der HSV
> das Opfer nicht zum Täter erklärt (Die Entsacheidung des DFB steht natürlich noch aus)
> das Verhalten seines Spielers nicht nicht tolerieren oder gutheißt

15.09.2020 - 19:27 - Spieko

Typisch HSV; in ihrer Wahrnehmung spielen sie immer noch erstklassig.
So kann man den Niedergang des einstigen rumreichen Clubs weiter forcieren.

15.09.2020 - 17:40 - Wunderhase

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Dieser HSV hat es geschafft sich vom Topclub zu einem unsympathischen Schmuddelverein zu entwickeln.

15.09.2020 - 17:18 - vanbasten

Wenn das ohne Folgen bleibt dann habe ich bei diesem Sport nichts mehr verloren.
Herr Bold ticken Sie noch richtig oder brennt die Lampe gar nicht mehr.