04.12.2018

Eishockey

Horrorfoul! Moskitos-Zugang fällt lange aus

Foto: Michael Gohl

Erst drei Wochen bei den Moskitos Essen, nun fällt Nicolas Strodel wohl lange Zeit aus. Schwere Verletzungen nach einem Horror-Foul. Trainer Frank Gentges muss erneut umstellen.

Lange hatte Trainer Frank Gentges getüftelt, bis die Wohnbau Moskitos mit ihren Imports Aaron McLeod sowie Nicholas Miglio und dem jungen Nicolas Strodel eine starke erste Sturmreihe beisammen hatten - die ist nach nur sechs Begegnungen vorerst wieder Geschichte.

Grund dafür: Der erst vor drei Wochen vom DEL2-Ligisten Bad Nauheim verpflichtete Strodel erlitt am Sonntag ein schweres Hirntrauma sowie Verletzungen im Schulter- und Nackenbereich. Er wird Vereinsangaben zufolge mehrere Monate ausfallen. Beim 8:1-Sieg der Essener im Oberliga-Spiel bei den Harzer Falken wurde der 20-jährige Opfer eines üblen Checks. Mit dem Kopf voran krachte Strodel in die Bande, blieb regungslos liegen und wurde ins Krankenhaus gebracht. „Er wird über mehrere Monate ausfallen, genaueres kann man aktuell noch nicht sagen“, erklärte der Essener Teamchef Frank Gentges am Dienstag. Er sieht seine Mannschaft durch den Ausfall in der kommenden Zeit „erheblich“ geschwächt: „Strodel hat mit Mcleod und Miglio eine hervorragende Sturmreihe gebildet.“ 


Moskitos zuletzt in Torlaune 

Der 1,79 Meter große Techniker wechselte in der Länderspielpause Mitte November zeitgleich mit Nicholas Miglio an den Westbahnhof. Sie sollten die Abgänge der Vertragsauflöser Robin Slanina und Viktor Lennartsson kompensieren. Das gelang ihnen mit einer beachtlichen Quote: Strodel steuerte in seinen ersten sechs Einsätzen vier Vorlagen und ein Tor bei, der US-Amerikaner Miglio bringt es bislang auf fünf Treffer und sieben Assist.

Gemeinsam mit Aaron McLeod, der im gleichen Zeitraum starke 17 Punkte (acht Tore, neun Vorlagen) auf das Eis legte, führte das Trio einer der derzeit gefährlichsten Offensiven der Liga an. Allein in den letzten fünf Partien traf der ESC 28 mal ins Schwarze.

Für Coach Gentges zählt nun erstmal Strodels Genesung: „Wichtig ist, dass er wieder vollkommen gesund wird, ohne bleibende Schäden. Dazu soll er sich unbedingt die benötigte Zeit nehmen. Er bekommt unsere vollste Unterstützung", betonte der 53-jährige. Er muss vor den Spielen gegen Leipzig (Freitag, 20 Uhr, Eissporthalle West) und zwei Tage später bei Erfurt wieder tüfteln. ea

Kommentieren