Am Sonntag besiegte der VfB Homberg die SpVg Schonnebeck mit 4:2 (2:0) vor 610 Zuschauern am 11. Spieltag der Oberliga-Niederrhein. Zu Gast war ein Nationalspieler.

Vor Goretzkas Augen

Homberg überragt in der OL NR

Philip Ronden
14. Oktober 2018, 18:45 Uhr

Foto: Philip Ronden

Am Sonntag besiegte der VfB Homberg die SpVg Schonnebeck mit 4:2 (2:0) vor 610 Zuschauern am 11. Spieltag der Oberliga-Niederrhein. Zu Gast war ein Nationalspieler.

Auf dem Papier konnten die 610 Zuschauer am Schetters Busch eine hochklassige Partie erwarten, denn der ungeschlagene Tabellenführer war zu Gast beim Vorjahres-Zweiten und aktuellen Tabellen-Vierten. Unter die Schaulustigen hatte sich auch ein echter Star gemischt: Bayern-Profi Leon Goretzka besuchte seinen Kumpel Marius Müller, Stürmer bei der Spielvereinigung und durfte am Ende sogar zweimal jubeln.

Wibbe sorgt früh für klare Verhältnisse

Aber der Reihe nach. Der Spitzenreiter, der unter der Woche bereits 120 kräfteraubende Minuten im RevierSport-Niederheinpokal gegen Speldorf bestreiten musste, begann trotz der Extra-Belastung außergewöhnlich frisch und bestimmend. Bereits in Spielminute 16 durften die Gäste nach einer chancenreichen Anfangsviertelstunde das 1:0 durch Denis Wibbe per direktem Freistoß bejubeln. „Ich bin begeistert. Wie meine Mannschaft trotz einer so harten Woche begonnen hat. Respekt“, zeigte sich VfB-Trainer Stefan Janßen hoch erfreut von der Leistung seiner Mannschaft.

Die Dominanz seiner Elf sollte in der ersten Halbzeit auch nicht mehr abreißen. „Was Homberg geboten hat, hatte mit Oberliga nichts mehr zu tun“, lobte SpVg-Trainer Dirk Tönnies die gegnerische Glanzleistung. Folgerichtig legten die Duisburger dann auch noch nach: Wieder war es Wibbe, der diesmal im Strafraum goldrichtig stand (32.). „Ich freue mich, öfter getroffen zu haben. Vor allem, dass ich den Ball beim ersten Tor so treffen konnte, ist super“, sagte Wibbe selbst zu seinen Treffern.

Homberg dominiert weiter, Müller-Show in der Schlussphase

Und auch die 15-minütige Pause tat der Torlust der Homberger keinen Abbruch. Kaum standen alle 22 Akteure wieder auf dem Feld, reichte ein Freistoß von rechts auf den langen Pfosten, um Metin Kücükarslan das 3:0 zu ermöglichen (52.). Schonnebecks Schlussmann Grote sah dabei alles andere als gut aus. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel darauf angesprochen entgegnete Tönnies nur: „Im Fußball verlieren elf Spieler gemeinsam.“

Dass diese elf Spieler am Sonntag das Trikot der Spielvereinigung tragen würden, stand spätestens nach dem 4:0 fest, das abermals durch den hervorragend aufgelegten Wibbe erzielt wurde. „Ich bin verliebt in meine Mannschaft“, bekundete Janßen nach dem Spiel seine Gefühle gegenüber seinen Spielern und strahlte übers ganze Gesicht.

Das Topspiel hatte jedoch noch ein Kapitel zu bieten, in dem auch der anwesende Goretzka wieder eine Rolle spielte. In der Schlussphase drehte sein Kumpel Müller nämlich nochmal ordentlich auf und schaffte mit den Toren zum 1:4 (74.) und 2:4 (87.) das Ergebnis aus Sicht der Schwalben nochmal etwas netter zu gestalten. „Ich hätte auf die zwei Tore gerne verzichtet, wenn wir dafür drei Punkte eingefahren hätten“, zeigte sich Müller wenig euphorisch über die beiden Treffer in Anwesenheit seines Profi-Freundes. Und Goretzka? Für ihn war sein Buddy trotz der Niederlage der Beste: „Ich sage nur eins zum Spiel: Marius Müller war der beste Spieler auf dem Platz.“

Autor: Philip Ronden

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