08.11.2018

BL

Hoeneß' Realitätsverlust ist alarmierend

Foto: dpa

Nach dem 2:0 des FC Bayern München gegen AEK Athen irritiert Präsident Uli Hoeneß mit neuen seltsamen Äußerungen. Ein Kommentar.

Die Erdung währte nicht lange. Kurz gab sich Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, tatsächlich kleinlaut, als er sich nach dem schmeichelhaften 2:0 gegen Athen für seine Kritik an Juan Bernat entschuldigte und den BVB zum Favoriten für das Ligaspiel erklärte. Dann aber redete er so seltsam weiter wie schon in den vergangenen Wochen.


Er sprach von einem Umbruch, der in München im Gange sei, obwohl Niko Kovac jede Woche die Elf mit dem höchsten Durchschnittsalter der Bundesliga aufstellt. Schließlich stritt er sich mit einem Journalisten, der ihn danach fragte, ob er Platz drei in der Liga nicht als kritisch für die Bayern sähe. Hoeneß behauptete frech, Bayern sei doch Zweiter. Den dezenten Hinweis, in der Tabelle stünde Gladbach auf Platz zwei, fegte Hoeneß mit der Bemerkung weg: „Das Torverhältnis interessiert mich nicht.“

Auch die eigenen Fans wenden sich ab

Auch dieser Satz weist auf einen Realitätsverlust hin. Hat Hoeneß, haben die Bayern komplett die Bodenhaftung verloren? Auch die Superliga-Pläne sprechen dafür.

Es ist alarmierend, dass sich immer mehr Bayern-Fans immer weniger mit dem Treiben ihrer Klub-Oberen identifizieren können. Hoeneß täte nicht nur sich einen Gefallen, wenn er künftig mehr darüber nachdenken würde, was er sagt.

Autor: Francois Duchateau

Kommentieren

09.11.2018 - 16:38 - thokau

@RIRaRoRWO
Du bist wohl Jemand, der glaubt, er versteht etwas von Politik, weil Er regelmäßig Anne Will und Vergleichbares schaut!?
Lustiger Kauz!!!

09.11.2018 - 11:44 - Staublunge

War nicht der BVB ebenso in die größenwahnsinnigen Superleague-Pläne verwickelt?
Hat Watzke nicht gerade erst einen vergleichbaren "Realitätsverlust " offenbart, als er meinte, man strebe zwar nicht unbedingt in die Superleague, aber es könne nicht sein, dass die kleinen Vereine ankämen und mehr vom Kuchen wollten und dass es ja auch darum gehen müsse, den BVB finanziell ausreichend zu respektieren, was nichts anderes meinte, als: "Nein, nein, nicht ihr, sondern wir wollen mehr Kohle als ohnehin schon. Ja, wir sind so dreist, weil wir glauben, dass wir es können."

Und das, obwohl sich Bayern und der BVB schon jetzt fast die gesamten Erlöse der Bundesliga alleine einstecken.

Danach gab es keine solchen Attacken. Damit wurde gänzlich anders verfahren. Es galt ja den BVB vollkommen zu Unrecht von jedem Verdacht reinzuwaschen. Also konstruierte man ein Bekenntnis zur Bundesliga daraus.
Jetzt scheint man hingegen gedacht zu haben:
"Hoeness-Schmähungen gehen immer! Egal wie blöde sie sind, an den Stammtischen stimmen sofort alle jauchzend ein und übertrumpfen sich gegenseitig damit, was der Uli doch für eine abartige Figur sei."

Für jemanden, der ein Journalist sein möchte, ist das aber abgrundtief peinliche Scheiße. Und wenn man auch noch so agendagetrieben ist, muss man das merken. Aber seine Position bei Bedarf leichtfertig zu missbrauchen, um Stimmung zu machen, ist ja für manch einen eine lässliche Sünde, solange die Münze klingt und der Junge was auf den Tisch bekommt.

09.11.2018 - 09:18 - RiRaRoRWO

@thokau@Kuk@Brotspinne
Und die Herren erinnern mich an sogenannte "Putin"-trolle, die für ihren Herrn Stimmung und Meinung machen.
Der Autor des Kommentares hat doch einfach nur recht mit seinen Aussagen. Zunächst diese unsägliche und widerliche PK, die man schon als einen Angriff auf die Pressefreiheit bezeichnen könnte und nun dieses Gerede von wegen "Torverhältnis interessiert mich nicht." Herr Hoeneß sieht sich wohl über den Dingen stehend. (Was man ja auch in seinem Verhältnis zur Steuerpflicht sehen konnte.) Mein Bruder ist seit Jahrzehnten (also schon immer) Bayern-Fan. In der letzten Zeit hat sich das Verhältnis zu dem Verein aber merklich abgekühlt, sofern kann ich diese Aussage aus eigener Erfahrung ebenfalls nur bestätigen.

09.11.2018 - 07:16 - thokau

Mich erinnert der Autor an ein kleines Hündchen in einer Meute, das unbedeutendste und letzte in der Rangordnung.
Und jetzt darf dieses Hündchen auch mal an einen ganz großen Baum pinkeln.

09.11.2018 - 06:10 - Neuheide

Der sehr geehrte Herr Hoeness treibt seine Spielchen locker weiter,sein "ich bin der grösste"Syndrom kann er sich weiter erlauben,da es genug Opfer gibt die auf seinen Populismus reinfallen.

Den Sinn für Realität,hat er nicht erst seit seinem Knastaufenthalt verloren.

Gibt es überhaupt eine Person in der deutschen Fussballgeschichte der sich dermassen auf seine Verdienste die in grauer Vorzeit liegen beruft.

Das der Mann längst den moment des Absprungs verpasst hat sollte klar sein.

Der Abschwung des FC Bayerns trägt nicht nur in moralischer Hinsicht seinen Namen,mittlerweile geht es auch in sportlicher dank Hoeness nach unten.

Danke an den Autor,der den Mumm hat sich nicht von dem aufgeblasenen Besserwisser einschüchtern zu lassen.

08.11.2018 - 21:04 - moselaner

Alarmierend ist der Artikel des autors,er würde sich und anderen einen gefallen tun,wenn er erst denkt und dann schreibt.

08.11.2018 - 20:56 - Kuk

@Francois Duchateau:
"Realitätsverlust" wenn nicht medizinisch begründet, ist m.E. extrem beleidigend. War dies Ihre Absicht ?
@RevierSport:
Ich schließe mich der Forderung "Rote Karte für den Autor" an !

08.11.2018 - 20:06 - Bucklige Brotspinne

Echt jetzt? Hat der Autor und Reviersport sonst nichts zu kommentieren?
Was wurde hier eigentlich kommentiert?
War das überhaupt ein Kommentar oder vielleicht doch wieder die obligatorische Hetze.
Rote Karte für den Autor.

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