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Hochrisikospiel Gladbach gegen BVB

Tim Müller
16. Mai 2019, 09:11 Uhr

Foto: firo

Bei der Partie Mönchengladbach gegen Dortmund wird die Polizei mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein. Es werden auch Kölner Fans erwartet.

Showdown in der Fußball-Bundesliga: Am Samstag entscheidet sich, wer Deutscher Meister wird und wer sich den letzten verbleibenden Champions-League-Platz schnappt. Das Duell Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund (Anstoß: 15.30 Uhr) ist dabei entscheidend. Der BVB benötigt einen Sieg, um die erste Meisterschaft seit 2012 zu holen (dafür müsste Bayern München aber auch gegen Eintracht Frankfurt verlieren), Gladbach braucht drei Punkte, um Platz vier gegen Bayer Leverkusen und die Frankfurter zu verteidigen. Etwa 54.000 Zuschauer werden im Stadion erwartet. Die Polizei hat die Partie zu einem Hochrisikospiel erklärt und wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein.

"Es ist viel Pfeffer im Spiel", erklärt ein Polizeisprecher auf Anfrage dieser Redaktion die Entscheidung, mit so vielen Polizisten vor Ort zu sein, wie in der Vergangenheit beim Derby Gladbach gegen den 1. FC Köln. Unter normalen Umständen war das Borussenduell in den letzten Jahren kein Hochrisikospiel, doch die brisante sportliche Ausgangslage macht die erhöhte Polizeipräsenz ebenso notwendig wie die starke Befürchtung der Sicherheitskräfte, dass der BVB Unterstützung von befreundeten Köln-Ultras erhalten wird.

Da der FC sein letztes Saisonspiel erst am Sonntag in Magdeburg bestreitet, haben die Kölner Anhänger Zeit, die Schwarz-Gelben gegen ihren Erzfeind Mönchengladbach zu unterstützen.

Flaschen- und Dosenverbot am Borussia-Park

Wie viele Polizeikräfte am Samstag im Einsatz sein werden, verrät die Polizei nicht. Sicher ist, dass die Fans sich auf mehrere Hundertschaften einstellen können, die rund um das Spiel einen genauen Blick auf die Lage haben und bei Bedarf eingreifen werden. Per Hubschrauber hat die Polizei die Fanmassen auch aus der Luft im Auge. Zudem herrscht rund um den Borussia-Park zwischen 10 und 20 Uhr ein Glas-, Flaschen- und Getränkedosenverbot, das die Sicherheit in Stadionnähe erhöhen soll.

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20.05.2019 - 10:39 - asaph

@neigefraiche
sehe Ich auch so - für viele ist Fussball eine Art Ersatzkrieg -
Einfach nur asozial, animalisch und verabscheuend! Deshalb ziehe ich vor Ehrenamtlern, die in Ihrer Freizeit z.B. armen Menschen oder Behinderten helfen , meinen Hut.

16.05.2019 - 11:33 - Fan04

@neigefraiche

Ultras der Name dieser Bewegung lässt erahnen, um was für eine Art von Fans es sich bei Ultras handelt. Ultras sind im Grunde extreme Fans, in dem Sinne, daß sie ihr Team bedingungslos unterstützen und dem Verein und ihrer Stadt mit allen Mitteln zur Seite stehen und das Liga- und auch erfolgsunabhängig. Natürlich scheut sich ein Ultra aber auch nicht am Verein konstruktive Kritik zu üben, denn damit hilft er diesem letztendlich ja wieder.

Diese Krawall Brüder sind Hooligans die sie meinen.

Kölner Boyz ,Desperados,Dortmunder "0231 Riot".
dessen Verhalten von Randale und gewalttätigen Übergriffen bei Fußball-Spielen gekennzeichnet ist.

16.05.2019 - 10:51 - neigefraiche

"Befreundete Ultras" - wie können Ultras befreundet sein? Sie drehen sich doch nur um sich selbst und achten niemand anderen. Ein Widerspruch in sich, Ultras können keine Freunde haben. Das ist als würden sich Erreger der Pest und Cholera verbünden und mutieren.

"Erzfeind Mönchengladbach" - wie im Krieg. Es hat lange keinen mehr in Deutschland gegeben, also macht man sich aus Langerweile halt einen und schafft sich dafür erst einmal einen Feind, und es kommt noch besser, sogar einen Erzfeind. Hohler geht's kaum. Wenn's dem Esel zu gut geht ....

Ich wäre dafür Hochrisikospiele zu verlegen, z.B. auf eine Hallig, eine große Hallig. Reisekosten für Ultas können nicht hoch genug sein, und Stadionplätze für solche nicht knapp genug. Schade nur für die "echten" Fans, für die gleiche Bedingungen gelten würden. Benimmt sich jedenfalls der eine oder andere nicht, dann kann er auf der Hallig nicht einfach untertauchen .... so jedenfalls der Plan. Genial, was?