Bezirksliga Niederrhein

Heisinger SV: Bei Re-Start schnell an gute Leistungen anknüpfen

Kai Fedrau
26. Dezember 2020, 09:00 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

In der Bezirksliga Niederrhein 7 zeigte die Formkurve des Heisinger SV zuletzt nach oben, weshalb Trainer Franco Di Felice schnellstmöglich dort anknüpfen will – die Motivation seiner Truppe stimmt ihn positiv.

Das Saisonziel des Heisinger SV in der diesjährigen Bezirksliga Niederrhein 7 ist der Klassenerhalt. Nach drei Niederlagen zum Auftakt kam die Mannschaft von Trainer Franco Di Felice in den letzten drei Partien vor der Corona-Pause immer mehr in Fahrt.


Im RevierSport-Interview erklärt der 53-Jährige, wieso er schnellstmöglich dem Wiederbeginn entgegensehnt und dass ihm die bisherige Motivation seiner Truppe bei Laune hält.

Franco Di Felice, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?
Puh, schwierig. Ich denke Mal, der beste Moment war der erste Punktgewinn beim 0:0 gegen den Mülheimer SV. Das Spiel war für uns der Wendepunkt, weil wir danach in den restlichen drei Spielen bis zur Pause ungeschlagen blieben. An dem Punkt haben wir gemerkt, dass wir doch in dieser Liga mithalten können. Die Woche zuvor haben wir beim 2:5 gegen TuSpo Saarn sehr schlecht gespielt. Danach haben wir ein wenig umgestellt und haben auch nur noch ein Gegentor in den letzten Partien kassiert. Da haben wir gemerkt, dass wir es doch besser können.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Dass es schnellstmöglich weitergeht – wenn es irgendwie möglich ist. Alles andere geht im Moment aber natürlich vor. Sobald es aber irgendwann weitergeht, zählt für uns weiterhin nur der Klassenerhalt. In den letzten Spielen haben wir gezeigt, dass es möglich ist und da wollen wir direkt anknüpfen. Beim Wiederbeginn muss man sofort da sein, weil man sich bei einer verkürzten Saison nicht viel erlauben darf. Ich glaube allerdings nicht, dass wir vor März wieder spielen werden.

Auch die Amateurfußballer und -trainer sind etwas verrückt nach diesem Sport, wie erleben Sie deshalb diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Diese lange Pause ist schon sehr krass. Wir haben uns wenigstens einmal die Woche über Zoom getroffen und da ein Workout gemacht. Über Zoom können wir aber wenigstens auch Mal ein bisschen miteinander quatschen. Ansonsten geht jeder für sich in Eigenverantwortung laufen. Das ist alles auf freiwilliger Basis, trotzdem schicken mir viele meiner Spieler ihre Daten. Da bin ich also zuversichtlich, falls die Saison irgendwann Mal weitergeht. Wir vermissen momentan alle die Zeit auf dem Platz. 


Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist oder dass diese Corona-Krise dem Fußball allgemein schadet?
Es gibt bestimmt den einen oder anderen, der jetzt merkt, dass es auch ohne Fußball geht. Die meisten Spieler werden aber sicherlich sehr heiß auf den Wiederbeginn sein. Hier und da wird es aber auch Ausnahmen geben. Wenn man immer mit Fußball zu tun hatte und jetzt gibt es plötzlich eine Zeit ohne, vielleicht merkt man da, dass man den Sport gar nicht so vermisst in dieser Zeit. Die meisten werden aber weiterhin heiß sein. Ich bin ebenso weiterhin motiviert, bald wieder loszulegen. Die Zeit auf dem Platz fehlt mir einfach.

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren