Oberliga Niederrhein

Hart erkämpfter Schonnebecker Sieg bei TuRU Düsseldorf

Oliver Stolz
14. August 2019, 22:02 Uhr

Foto: Michael Gohl

Die Spvg Schonnebeck hat einen guten Start in der Oberliga Niederrhein hingelegt. In der Englischen Woche siegte das Team von Dirk Tönnies am 2. Spieltag nach hartem Kampf bei TuRU Düsseldorf vor 220 Zuschauern im Stadion an der Feuerbachstraße mit 2:1 (0:0).

"Die Flanke war unfassbar genial", schwärmte Siegtorschütze Marc Enger nach den 90 Minuten. Gemeint hat der Kapitän der "Schwalben" das Zuspiel zum 2:1 von seinem Mannschaftskammeraden Georgios Ketsatis, der eine Maßflanke auf Enger legte, die der Routinier nur einzuschieben brauchte. "Jetzt geben wir Vollgas gegen den Sportclub Velbert und haben einen Top-Start hingelegt", blickte der Kapitän schon auf den kommenden Sonntag, wenn das nächste Heimspiel auf dem Plan steht (15:00 Uhr, Schettersbusch). 


In eine ähnliche Euphorie verfiel auch Dirk Tönnies, dem nach Spielschluss mehrere Steine vom Herzen fielen. "Klar hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Das war ein ganz besonderer Sieg", strahlte der Trainer der Gäste über den aktuell fünften Rang. "Gegen Meerbusch haben wir am Sonntag zwei Zähler liegen gelassen, hier haben wir richtig gut gearbeitet und trotz der langen Anfahrt einen durchaus verdienten Sieg gefeiert", lobte Tönnies die disziplinierte Art und Weise seiner Elf beim ersten Saisonsieg. "Gegen Velbert müssen wir den Dreier vergolden", richtete auch der Trainer den Blick direkt auf die anstehende Aufgabe gegen den SC Velbert. Sein Team steht nach den ersten beiden Partien da, wo es auch am Ende stehen will: in der Spitzengruppe. 

Anders sieht die Situation bei TuRU Düsseldorf aus, wenngleich die Oberbilker den Essenern an diesem Mittwochabend alles abverlangt haben. Nach dem Ausgleich durch den gerade eingewechselten Noel Salau (67.) übernahmen aber die Gäste wieder das Kommando in der Partie. "Wir haben bei der Chancenverwertung einfach viel Pech gehabt. Dass der Ball vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld springt, das passiert in 30 Fällen nur ein Mal", ärgerte sich Francisco Carrasco. 


In der 86. Minute war es Salau, dem dieses negative Kunststück gelang, über das sich der TuRU-Trainer besonders ärgerte. "Man sieht, dass gegen ein Team, das solche Qualitäten wie Schonnebeck hat, ein individueller Fehler ausreichen kann, um als Verlierer vom Platz zu gehen", schüttelte Carrasco den Kopf.

Die Gelb-Rote Karte für Anil Ozan (90.) spielte keine große Rolle mehr. Ein Punkt aus zwei Spielen ist für die Oberbilker zu wenig. "Wir müssen das Trainingspensum nun anpassen und die Jungs motivieren, denn auch bei unserer kommenden Aufgabe erwartet uns ein hartes Stück Arbeit", so das Schlusswort des TuRU-Trainers. Am Sonntag geht's zum SV Straelen (15:00 Uhr, Stadion Römerstraße). Beim noch gegentorlosen Spitzenklub dürften die Trauben ähnlich hoch hängen. 

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren