Oberliga Westfalen

Hamms Trainer Lewejohann setzt auf junge Spieler aus der Umgebung

Tim Rother
09. Juli 2019, 10:21 Uhr

Foto: T. Tillmann

Nach dem nervenaufreibenden Abstiegskampf 2018/19 wünscht sich die Hammer SpVg für die neue Saison in der Oberliga Westfalen vor allem eins: Ruhe.

Hinter der Hammer SpVg liegt eine turbulente Spielzeit 2018/19. „Leistungsträger waren gesperrt, uns wurden nach dem Spiel gegen Schermbeck noch Punkte abgezogen“, erinnert sich Trainer Rene Lewejohann, „dann fahren wir mit zwölf Mann nach Siegen, liegen zweimal zurück und gewinnen das Ding am Ende noch 3:2. Das war der Punkt, wo wir gesagt haben: Jetzt kann uns keiner mehr was.“ Und zugleich war es der Start eines beeindruckenden Saisonfinales.

"Sind zu einem wahnsinnig verschworenen Haufen geworden"

Aus den letzten drei Spielen holte die HSV drei Siege, profitierte von Patzern der direkten Konkurrenz und hielt sich am Ende doch noch über dem Strich. „Wir sind immer ruhig geblieben, haben in der Kabine oft die richtigen Worte gefunden und sind letzten Endes zu einem wahnsinnig verschworenen Haufen geworden“, betont ‘Lewe’, der dies auch als Fundament für die neue Spielzeit sieht: „Ziel wird es sein, eine grundsolide und vor allem ruhige Saison zu spielen. Nochmal so eine Saison wie die letzte erleben, dann können sie uns im Krankenwagen auf dem Platz abholen. Aber die Jungs haben dazu gelernt und ich kann allen versichern: Sie sind heiß auf die neue Spielzeit. Wir haben ihnen Laufpläne gegeben und der erste Screenshot erreicht mich schon morgens um sieben Uhr. Das stimmt mich sehr, sehr positiv.“

Ebenfalls positiv bewertet der 35-jährige Coach die Zukunftsvisionen in Hamm. „Der Maßstab wird sein, unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln“, sagt er, „Dennis Klossek, Halil Can Dogan, Alan Bezhaev und Nils Kisker – um ein paar Namen zu nennen – sind allesamt talentierte Fußballer, die auch aus Hamm und Umgebung kommen. Zusammen mit den Jungs, die bleiben, haben sie die Philosophie, die ich seit meinem Amtsantritt versucht habe, immer wieder einzutrichtern, komplett verinnerlicht. Wir kommen über die Gemeinschaft. Meine Jungs haben diesen Virus jetzt in sich. Sie wissen, worauf es ankommt, wissen, was verlangt wird und was sie umzusetzen haben.“ 

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