Langsam aber sicher wird der TuS Haltern zum Favoritenschreck. Wie schon gegen den VfB Homberg kamen die Seestädter auch gegen den Wuppertaler SV nach einem Rückstand zurück und schnappten sich noch einen Punkt beim 2:2 (0:2)-Remis.

Regionalliga

Halterner Comeback-Könige - "Zeugt von Qualität"

Leon Koch
04. September 2019, 08:19 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

Foto: Stefan Rittershaus

Langsam aber sicher wird der TuS Haltern zum Favoritenschreck. Wie schon gegen den VfB Homberg kamen die Seestädter auch gegen den Wuppertaler SV nach einem Rückstand zurück und schnappten sich noch einen Punkt beim 2:2 (0:2)-Remis.

Fünf Minuten dauerte es, da hatte der Wuppertaler SV schon die Führung durch Gianluca Marzullo erzielt und erspielte sich in der Folge eine deutliche Feldüberlegenheit. Der TuS Haltern agierte nervös und lud die Gäste im Minutentakt zu Chancen ein. Erst nach einer guten Viertelstunde konnten sich die Seestädter fangen und bekamen Sicherheit im Spielaufbau, leisteten sich aber immer wieder grobe Fehler.

Halterns Übungsleiter Magnus Niemöller kritisierte die Anfangsphase seiner Truppe und sagte: „Wir waren echt passiv. Das darfst du überall sein, nur nicht auf einem Regionalliga-Platz. Wir waren auch ein Stück weit beeindruckt, waren nicht so frei, nicht fleißig.“ Der WSV blieb die spielbestimmende Mannschaft und drückte den TuS zeitweise bis an den eigenen Strafraum zurück.


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Offensiv ging bei den Seestädtern wenig zusammen, weshalb Torchancen Mangelware waren und Wuppertals Torhüter Edin Pepic eine ruhige erste Halbzeit verlebte. Kurz vor der Pause wurde die Fahrlässigkeit der Halterner im Defensivverhalten durch Beyhan Ametov erneut bestraft und der WSV nahm einen 2:0-Pausenvorsprung mit in die Katakomben. 

Wuppertal fehlt die Torgeilheit

WSV-Trainer Andreas Zimmermann blickte in seiner Spielanalyse nach der Partie auf die gute erste Hälfte und sagte: „Besonders nach der, wie ich sie genannt habe, Lehrstunde gegen Rödinghausen, hat man gesehen, dass die Truppe Moral hat. Wir haben es höchst konzentriert gespielt und uns zwei Tore herausgespielt und hätten noch das ein oder andere Tor mehr machen können, wenn nicht sogar müssen. Wir waren dann aber leider nicht so zielstrebig, so torgeil, wie wir es vielleicht hätten sein müssen.“

Im zweiten Durchgang wendete sich dann das Blatt. Die Hausherren kamen mit Power aus der Kabine und legten los wie die Feuerwehr. Von der anfänglichen Unsicherheit war nichts mehr zu spüren und die Elf von Magnus Niemöller setzte den Favoriten aus Wuppertal mächtig unter Druck. Wenig später belohnte sich die Halterner Truppe mit einem Doppelschlag für ihre Mühen. Dazu bilanzierte TuS-Trainer Niemöller: „Wir waren engagierter, im Gegenpressing etwas stärker. Wir wussten dann beim Doppelschlag gar nicht so recht, was passiert. Aber Kompliment an meine Mannschaft, wenn man in der Regionalliga zum dritten Mal in Folge nach einem Rückstand zurückkommt, zeugt das schon von Qualität.“

Tabellarisch bleiben beide Mannschaften auf ihrem Höhenflug. Während sich der TuS Haltern mit elf Punkten auf den vierten Tabellenplatz verbessert, rangiert der WSV knapp dahinter mit zehn Zählern auf Rang sechs.

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04.09.2019 - 09:50 - van melk

...setzte den Favoriten aus Wuppertal mächtig unter Druck ....
Wuppertal als Favorit ? Für mich war der TuS der Favorit.
Wir haben eine junge unerfahrene Truppe , während der TuS Haltern eine eingespielte und gewachsene Mannschaft hat.
Was das wert ist, hat man ja nach der Pause gesehen, wo unsere Jungs aus Mangel an Erfahrung anfingen zu schwimmen.
Haltern wird weiter schön als Underdog geschrieben. Nicht blenden lassen, die Jungs können noch besser, wenn die erst mal Regionalligaerfahrung gesammelt haben.

Alles in allem ein gerechtes Unentschieden, wobei sich die Waage öfters auf die eine oder andere Seite neigte. Hätten beide auch gewinnen können.
Schön das unsere Bubis sich dann ab der 70. / 75. min doch noch befreit haben, da waren am Ende dann auch wieder Offensivaktionen zu sehen.