KFC Uerdingen

Großer Schiri-Ärger bei Vogel und Grimaldi

Fabian Kleintges-Topoll
17. August 2019, 17:05 Uhr

Foto: firo

Abgesehen von den letzten zehn Minuten legte die Offensive des KFC Uerdingen gegen Ingolstadt (0:3) einen schwachen Auftritt hin. Heiko Vogel hatte nach Abpfiff ganz andere Probleme.

Laute „Schieber“-Rufe ertönten immer wieder durch die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena. Das KFC-Fanlager machte einen großen Teil der 2.658 Zuschauer aus und war mit der Leistung von Schiedsrichter Sören Storks genauso unzufrieden wie Spieler und Trainer. Als Adriano Grimaldi gut zehn Minuten vor Schluss im Laufduell mit Ingolstadt-Verteidiger Björn Paulsen im Strafraum zu Fall gebracht wurde, hätte der Stürmer gerne einen Strafstoßpfiff gehört.

Der blieb aber wohl zurecht aus. Sehr zum Ärger von Rückkehrer Grimaldi: „Im Mittelfeld ist das immer ein Foul und im Sechzehner nicht. Die Schiedsrichter sollten sich da mal hinterfragen, was richtig und was falsch ist.“ Heiko Vogel klammerte die vermeintliche Elfmetersituation zwar schnell aus. Er machte seine Aufregung viel mehr über die „robuste Gangart“ des Gegners breit. „Der Schiri hat viel gegen uns gepfiffen. Es waren bestimmt 20 Fouls. Wenn die nicht unterbunden werden, dann wird es schwer“, wurde Vogel deutlich.

Trotzdem musste auch er erkennen, dass seine Mannschaft über weite Strecken des Spiels „einfach nicht zwingend genug“ agierte. Der 43-Jährige haderte vor allem mit dem „gravierenden, individuellen Fehler“ von Boubacar Barry aus der dritten Spielminute. „So früh in Rückstand geraten ist natürlich ein bisschen irritierend“, analysierte er. 

"Bin dem Verein sehr dankbar"

Auf der anderen Seite herrschte großer Jubel. Maximilian Beister kehrte am Samstag an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von 2010 bis 2012 lief er für Fortuna Düsseldorf bereits in der Merkur Spiel-Arena auf. Nach seinem Abgang traf er am 5. Drittligaspieltag mit dem FC Ingolstadt auf den KFC. Der ehemalige Bundesligastürmer wurde nach 58 Minuten eingewechselt.

„Ich bin dem Verein sehr dankbar und habe aus der Zeit sehr viel mitgenommen. Das werde ich so schnell nicht vergessen.“, sagte Beister bei seiner Verabschiedung vor Anpfiff. Die KFC-Geschäftsführung überreichte einen Blumenstrauß, als Dankeschön erhielt der Stürmer von Fans und Verantwortlichen zudem einen letzten Applaus. Vor allem sein Tor in der Aufstiegsrelegation gegen Waldhof Mannheim bereitet vielen KFC-Anhängern bis heute Gänsehaut.

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